Blogtour Gedankenvielfalt

Was ist schon normal? | Stories for boys who dare to be different

gefällt das.

Werbung { unbezahlte Kooperation, Gewinnspiel}

Was ist denn normal?

Eine Frage, die wohl nicht leicht zu beantworten ist. Wir kategorisieren, wir haben Normen und Standards, sogar in der Wirtschaft. Ein Durchschnitt, der angibt: Das ist normal, das ist unter dem Durchschnitt und das über ihm.
Auch wir Menschen haben ein „normal“ im Alltag, im Denken oder Handel, eigentlich überall. Doch gerade in einer Zeit, in der es bedeutet einzigartig zu sein, um aus der Masse hervorzustechen gibt es immer wieder Dinge, die als „nicht normal“ bezeichnet werden. Und wisst ihr, dieses anders sein ist okay, jeder von uns ist individuell, wieso also alles werten?

Anmerkung: Ganz bestimmt nicht von allen, aber doch gibt es Menschen, die diese Dinge als „nicht normal“ bezeichnen. In diesem Beitrag möchte ich euch zeigen, dass wir es sind, die sagen was normal ist und was nicht, dass jeder so ist, wie er ist, gut ist und man sich niemals für jemanden ändern sollte, nur weil er/sie oder die ganze Gruppe behaupten, das „nicht normal“. Lasst euch das niemals einreden, denn: Alles beginnt im Kopf.

Normal, was ist normal überhaupt?

Normal wird oftmals gleichgesetzt mit: Der Norm entsprchend1. Wie sich die breite Masse als richtig und korrekt vorstellt (ebenda). Es sind also viele Dinge, die besagen was „normal“ ist. Die Normen und Werte, die Religion, Verhaltensrichtlinien am Arbeitsplatz, verinnerlichte Vorstellungen dessen, die nicht mehr hinterfragt werden. Teilweise auch schon anerzogen und vorgelebt.

Normal kann also so viel sein und genau hier setzt das Problem an. Ein Normal trifft ganz bestimmt auf fixe Dinge zu wie technische Größenverhältnisse, Statik, Mathe. Die Liste kann beliebig erweitert werden. Hier lässt sich ganz bestimmt ein Normal, eine Norm, finden, wie etwas zu sein hat. Bestes Beispiel ist wohl ein Hausbau. Stimmt hier die Statik nicht, hält man sich nicht an Formeln oder an die Grenzen der Möglichkeit, kann etwas gewaltig schief gehen – hier gibt es wohl ein normal.

Aber gibt es ein solches Normal auch in der Gesellschaft? Normal, das klingt so nach „eingebürgert“ und Gewohnheit. Das normal sein bezieht sich wohl gerade allgemein auf die Gesellschaft auf das Einhalten von Normen, nimmt aber auch Bezug auf Verhaltensrichtlinien und das allgemeine Miteinander2. Darunter versteht man allerdings meiner Ansicht nach weniger Gesetze und Linien, die im Grundrecht verankert sind, sondern viel mehr Normen und Werte, die durch die Gesellschaft, die Erziehung, Traditionen, Religion oder das Umfeld ganz allgemein vermittelt werden. Ein Normal aus dieser Sicht betrachtet ist nur schwer zu formulieren. Auch Sozialforscher haben genau dies immer wieder versucht zu objektivieren, Normen, Durchschnitte und Standardabweichungen sollten mit objektivierten Tests herausgefiltert werden, ob dies so wirklich aussagekräftig ist bleibt an dieser Stelle dahingestellt3.
Es zeigt sich also, dass es schwierig ist zu definieren, was in dieser Gesellschaft als normal betrachtet werden kann. Sicher ist allerdings, dass die Gesellschaft und damit jeder von uns eine gewisse Vorstellung, wenn auch für sich selbst, hat, was normal sein bedeutet.

Für den Einen ist es normal als Frau trotz Familie Vollzeit zu arbeiten, während der Mann nur Teilzeit arbeitet, für den Anderen ist es genau umgekehrt, während die Gesellschaft früher das Bild der Hausfrau vermittelte und die Frau auch heute noch Probleme hat, Familie und Beruf wirklich unter einen Hut zu bekommen (ich weise auf ungleiche Bezahlung und auf die gläserne Decke hin, sowie die Diskriminierung am Arbeitsplatz. Für den Einen ist es normal, das Mann und Mann sich küssen, für den Anderen ist das etwas, für das er sich selber sensibilisieren muss, auch wenn dies gesellschaftlich „akzeptiert“ wird (bewusst in Anführungszeichen, denn noch immer gibt es Menschen, die sagen: Können sie machen, aber bitte nur im privaten Bereich). Ich denke, das zeigt die Bandbreite, wie jemand normal definiert ganz gut.© Fuchsias Weltenecho, Cover: Loewe Verlag, Stories for boys who dare to be different

Wer sagt uns, was normal ist?

Es fängt wohl mit der Erziehung und dem Elternhaus an, geht über in die Medien, die Gesellschaft, Traditionen und Werte, die vermittelt werden und dies bereits im Kindergartenalter.

Gerade die Gesellschaft gibt ein gewissen Bild dessen vor, wie man sich zu verhalten hat und damit meine ich jetzt nicht grundsätzliche Verhaltensregeln, sondern eher die, dass das Bild der Ehe und Kinder immer noch in sehr traditionellen Bereichen genau so gelebt wird. Ebenso wie das Bild, dass der Mann der Versorger und Herr im Haus zu sein hat, während die Frau sich um die Kinder kümmert. Damit möchte ich jetzt keineswegs diejenigen abwerten, die dieses Bild genau so leben, sondern möchte vielmehr sensibilisieren, dass es auch anders geht und dass dieses Anders nicht negativ behaftet sein muss. Es gibt Alleinerziehende, gleichgeschlechtliche Ehen und all das ist genauso normal wie eine Ehe zwischen Mann und Frau. Keine davon ist anders, besser oder schlechter. Jemand sieht so etwas nur als „anders“, wenn es nicht zu seiner Sichtweise passt, womit wir beim nächsten Punkt wären.

Wir selbst definieren aufgrund unserer Erfahrungen und des Wissens, der Normen und Werte, ja, auch aufgrund unseres Umfeldes, der Gesellschaft und dem vermittelten Werten unsere eigene Form von Normal. Wir kategorisieren, haben erste Eindrücke von Menschen und sind niemals vorurteilsfrei, denn diese ersten Gedanken sind da, auch wenn wir sie danach vielleicht korrigieren und uns dann selbst weis machen wollen: So habe ich ja gar nicht gedacht. Wir haben alle eine Vorstellung davon, wie jemand zu sein hat, damit er mit uns harmoniert, sei es nun charakterlich oder interessensmäßig. Niemand ist frei von einer Vorstellung von „normal“ und ich glaube gerade dafür sollte man sich selbst immer wieder sensibilisieren und, ja, auch sich selbst und seine Gedanken einmal hinterfragen. Wobei dies zunächst gar nichts negatives sein muss. Jeder von uns strukturiert die Vielfältigkeit des Seins, sucht nach der Struktur und Vereinfachung von allen Möglichkeiten und Eventualitäten.

Wir kennen es bestimmt alle, der erste Eindruck, der sich dann auf einmal als ganz anders entpuppt. Die Interessen, die man teilt, obwohl man es dem anderen nie zugetraut hätte. Der Mann/die Frau, die so hübsch sind, dass sie nur schwul/lesbisch sein können (Achtung, Klischee) und sich dann als hetero entpuppen. Ja, all das sind Dinge, die wir in unsere Form des Normalseins einfließen lassen. Was aber auch wiederum bedeutet: Jeder von uns definiert unabhängig der sozialen Normen und Werte ein normal unterschiedlich. Denn wie entstehen solche Vorurteile und ersten Eindrücke (wobei das Ganze in diesem Moment nicht zwingend negativ sein muss. Ein erster Eindruck kann auch wirklich positiv sein)? Indem wir selbst eine Vorstellung davon haben, wie der Mensch wohl ist und das wiederum beruht aufgrund dessen, was für uns normal/erwartbar ist – denn nichts anderes stellt dieses Normal dar. Eine Sicherheit, eine Vereinfachung dessen, die uns die Unsicherheiten und Möglichkeiten vereinfachen. So kategorisieren wir auch, auch wenn wir uns selbst sagen: Tu es nicht – Und genau das ist für mich ein richtiger Schritt in die richtige Richtung. Sich dafür zu sensibilisieren

Wir leisten also selbst einen Beitrag zu diesem normal. Aber ist dann jedes „unnormal“ gleich negativ?

Wenn es ein normal gibt, was ist dann mit „unnormal“?

Ich habe die ersten Bereiche bewusst ein wenig dramatisiert, um zu verdeutlichen, dass jeder von uns ein Normal besitzt, selbst wenn er sagt: Für mich sind alle Menschen Individuen und ein Normal gibt es nicht. Genau, ein Normal sollte es nicht geben, denn egal ob hetero, lesbisch, schwul oder Punk, ob alt oder jung, ob mit Behinderung oder ohne, ob Frau oder Mann, Kind oder Transgender, egal wie wir Menschen sind, wir sind alle Individuen, wir sind alle normal auf unsere eigene Art und Weise. Wir werden nur aufgrund gesellschaftlicher Werte, aufgrund dessen wie andere Menschen denken, dass wir zu sein haben zu einer Form des nicht normalen, zu einer Form, um es positiver auszudrücken, des Individuellen. In einer Zeit, in der jeder versucht, aus der Masse herauszustechen ist wohl gerade dieses Individuelle das, was trotz aller Wünsche immer wieder in die Kritik gerät. Und erst dann, wenn etwas negativ kritisiert oder abgewertet wird, erhält dieses „anders sein“ eine negative Wertung. Warum, wenn doch jeder sagt: Sei so wie du bist, denn das ist gut so? Warum nehmen sich Menschen dann immer noch heraus zu sagen: „Können sich diese beiden gleichgeschlechtlichen Paare bitte woanders küssen?“ Nur weil es nicht in ihre Form des Normalseins passt? Nur weil es nicht ihrer Vorstellung entspricht muss es direkt negativ/abwertend kritisiert werden? Der Drang nach Struktur und Sicherheit ist das Eine. Etwas zu kritisieren, nur weil man es nicht versteht, anders denkt oder eine andere Vorstellung davon hat und es dann negativ bewertet, eine ganz andere Sache.

Nein, eine Verhaltensänderung muss nicht bei den Individuen anfangen, die den Mut hatten zu sich selbst zu stehen, sondern bei denen, die denken, dass genau dieses „anders sein“ zu kritisieren ist.
Öffnet die Augen für Ungerechtigkeit und nutzt eure Stimme. Schaut nicht einfach weg und unterstützt die, bestärkt die, die den Mut hatten zu zeigen, dass sie individuell und anders sind und dass anders in keiner Weise schlechter ist, als das, was die Gesellschaft oder wir im Einzelnen als normal definieren.

Öffnet die Augen für Vorurteile, für Klischees, die jeder von uns in den Köpfen trägt, die Menschen kategorisieren, fangt bei euch selber an und beginnt den Menschen zu sehen, nicht seine Hautfarbe, seine Sexualität, sein Aussehen (Ja, ich weiß, mit dieser Aussage stoße ich gewiss auf aufgerissene Münder und nein ich verkenne die Problematik der Menschen nicht, die anders aussehen. Für mich persönlich spielt die Hautfarbe, der Name, das Aussehen keine Rolle, genauso wenig wie die Sexualität. Eine Frau kann die gleiche Arbeit leisten wie ein Mann, um einmal das Paradebeispiel zu nennen. Keine Frau führt schlechter, nur weil ihnen Emotionalität nachgesagt wird, kein Mann führt besser, weil er der rationale Part sei).

Kein Anders ist schlechter, nur weil es nicht zu der Vorstellung in den Köpfen der Menschen passt

Ein Umdenken muss nicht bei den Betroffenen stattfinden, sondern bei denen, die dieses „nicht normal“ als etwas Negatives definieren. Denn an sich ist weder normal noch anders sein im Voraus negativ gemeint, sondern des Menschen normales Bedürfnis nach Struktur und Vereinfachung. Jeder von uns vereinfacht die Welt durch seine Vorstellung und durch das, was er denkt, was im ersten Moment niemals negativ ist. Es wird erst dann zu etwas Negativem, wenn dieses „anders sein“ eine negative Wertung erhält und zu einer Exklusion führt.

Amerika könnte ja auch nie einen schwarzen Präsidenten haben4. Und trotz des anhaltenden Rassismus und der Tatsache, dass „Schwarze“ in Amerika erst seit 50 Jahren wählen dürfen (Das sollten wir uns einmal auf der Zunge zergehen lassen, kein Wahlrecht aufgrund einer Hautfarbe), wurde Barack Obama Präsident5. Er war so ganz anders als jeder Präsident davor, freundlicher, nahbarer, sammelte Comics und war sich für andere Dinge nicht zu schade, schuf viele neue Arbeitsplätze, sorgte dafür, dass arme Menschen die notwenige Versorgung erhielten und das wohl wichtigste: Er machte es strafbar, wenn man Frauen und Homosexuelle anders behandelte als andere6. Ein Schritt, der bei uns in Deutschland bereits 2006 gegangen wurde7 und doch gibt es auch heute noch so viele Probleme.

Obama ging den Schritt, eine Welt zu erschaffen in der jeder die Chance haben sollte, das zu sein, was er oder sie will8. Er erkannte das Problem, vor dem die Bevölkerung stand und versuche, das Problem zu beheben. Ein gutes Beispiel dafür, dass jeder von uns etwas tun, etwas bewegen kann und nur weil es nicht in die „Norm“ passt, in die Vorstellung, die jeder von uns hat, heißt es nicht, dass dies gleich negativ behaftet sein muss.

Veränderung beginnt mit kleinen Schritten und wie auch Obama kann jeder von uns etwas bewegen, indem er sensibilisiert, selbst den ersten Schritt macht und Menschen den Mut gibt, anders, individuell und das zu sein, was auch immer sie sein wollen. Wir Menschen sind so vielschichtig, niemand ist je wie der andere und eine wirkliche Norm wie jemand zu sein hat, nur schwer zu definieren, denn auch eine solche gesellschaftliche Ansicht ist immer im Wandel (z.B. Das Frauenbild von Damals zu Heute). Ein langer Prozess, der nicht möglich gewesen wäre, wenn Menschen nicht den Mut gehabt hätten, für sich einzustehen zu zeigen, dass sie „anders“ sind und ihre Stimme genutzt haben, um etwas zu bewegen. Ein solcher Prozess wird nicht von heute auf morgen begonnen und beendet. Solche Werte und Normen sind tief, sehr tief, verankert.
Jeder von uns sollte den Mut haben, seine Stimme zu nutzen, andere zu unterstützen, die zeigen, dass es auch anders geht.

Mein Wort zum Abschluss: Hinterfragt euch vielleicht einmal selbst, welche Ansichten und (Vorur-teile ihr vielleicht mit euch herumtragt. Versucht, den Menschen zu sehen, nicht die Norm. Versucht, die Individualität zu leben, für die so viele Menschen einstehen und wenn ihr erlebt, dass es Leute gibt, die sagen: Das ist nicht normal, dann nutzt eure Stimme, steht für diese Menschen ein. Denn wer sagt denn, was normal ist? Wer definiert, was anders ist?
Ein Prozess, der sich im Wandel befindet und wir können ein Teil davon sein.

Gewinnspiel

Zu gewinnen gibt es natürlich auch etwas und zwar ein Exemplar von “Stories for boys who dare to be different” und das bei jedem Blogger von uns :3

Beantworte dafür einfach folgende Frage: was bedeutet dir anders sein?

 

Teilnahmebedingungen:

Das Gewinnspiel endet am  16. Oktober um 23:59 Uhr. Der Gewinner erklärt sich damit einverstanden, dass sein Name hier veröffentlicht wird. Diese Gewinner werden im Anschluss an die Auslosung in diesem Beitrag beqnntgegeben und müssen dann ihre Adresse an Benni von Lusten weitergeben, die er sie dann an den Loewe Verlag weiterleitet. Damit erklärt sich der Teilnehmer einverstanden. Die Daten werden nur für den Versand benötigt. Die Adresse könnt ihr  NUR unter listentolenny@gmail.com schicken, alles andere (Facebook-Nachrichten, Instagram-DMs, Blogkommentar, etc.) wird nicht berücksichtigt. Facebook, Instagram oder WordPress haben nichts mit diesem Gewinnspiel zu tun. Ein Teilnehmer kann maximal einen Preis gewinnen, sodass es am Ende vier Gewinner gibt (einen für jeden Blogger). Das Gewinnspiel wurde durch den Verlag selbst unterstützt. Versendet wird nur nach Deutschland, Österreich und der Schweiz. Der Rechtsweg sowie eine Barauszahlung sind ausgeschlossen.
In Kooperation mit dem Loewe Verlag.

 

1 Unbekannt: normal, online verfügar unter:https://www.duden.de/rechtschreibung/normal, Zuletzt aufgerufen am: 8.10.2018.

Schmidt, Ina (2014): Was bedeutet eigentlich … normal?, veröffentlich auf emotion.de, online verfügbar unter: https://www.emotion.de/de/ina-schmidt/kolumne-normal-6214, zuletzt aufgerufen am 8.10.2018.

3 Kara, Stefanie (2013): Was ist normal?, veröffentlicht auf “Die Zeit online”, verfügbar unter: https://www.zeit.de/2013/20/normalitaet-normen-und-grenzen, zuletzt aufgerufen am 8.10.2018.

4 Brooks, Ben (2018): Stories for boys who dare to be different, Loewe Verlag, 1 Auflage, Bindlach, S.23

Ebenda

Ebenda

 Weibernetz e.V. (Hg, 2015): Unsere Rechte als Frauen,Wichtige Gesetzte für Frauen mit Lern-Schwierigkeiten in leichter Sprache, online verfügbar unter: https://www.weibernetz.de/frauenbeauftragte/download/Unsere-Rechte-als-Frauen.pdf, zuletzt aufgerufen am 8.10.2018.

Brooks, Ben (2018): Stories for boys who dare to be different, Loewe Verlag, 1 Auflage, Bindlach, S.23

 

©
Fotos: Fuchsias Weltenecho
Cover: Loewe Verlag

6 Kommentare

  1. karin

    10. Oktober 2018 at 2:22 pm

    Hallo und guten Tag,

    schwierige Frage……hm, denn jeder ist doch anderster oder? Kein großes Ding…
    Denn selbst Zwillingsgeborene haben kleine Unterscheidungsmerkmale auf zu weisen oder?
    Man sollte einfach jeden Menschen positiv gegenüber treten und nichts auf Vorurteile geben soll.
    LG..Karin…

  2. Christina P.

    10. Oktober 2018 at 2:23 pm

    Hallo,
    ich weigere mich, den Begriff “normal” auf Menschen anzuwenden. Nur, weil eine breite Masse etwas tut, muss es nicht richtig oder gar normgerecht sein. Wie z. b. das Starren aufs Smartphone. Und erst recht nicht akzeptiere ich, dass die Industrie uns ein Norm-Bild vorsetzt, welchem wir möglichst entsprechen sollen, natürlich durch den Kauf und Konsum derer Produkte. Merkt man selbst, wo der Fehler liegt, wenn man drüber nachdenkt, oder?
    Anders…. ist natürlich jeder, der sich einen großen Schritt von der breiten Masse entfernt. Anders sind also bereits Menschen, die keine TV-Serien schauen wie die breite Masse hier zulande. Deswegen sind sie aber weder besser noch schlechter. Anders ist demnach keine Wertung für mich, sondern lediglich ein Vergleich.
    LG Christina P.

  3. Anja

    11. Oktober 2018 at 12:57 pm

    Hey =)

    Als ich das Buch entdeckt habe, habe ich mich auch gefragt, was “different” eigentlich bedeutet? Anders als was denn bitte? Ich finde diese Frage ist wirklich schwer zu beantworten. Ich ertappe mich auch ab und zu in Situationen, in denen ich sage/ denke: “Das ist doch nicht normal!”. Einfach weil es vielleicht von meinen eigenen Werteinstellungen abweicht. Aber die sind ja für jeden anders.
    Als be different/ anders sein, verstehe ich am ehesten, dass jeder seinen eigenen Weg gehen soll ohne dass er sich zu sehr an anderen oder der Gesellschaft orientiert. Jeder muss schließlich selber sehen wie er glücklich wird.

    LG
    Anja

  4. Jutta

    11. Oktober 2018 at 7:29 pm

    Hallo,
    anders sein bedeutet selbstbewusst zu sein, sich treu zu bleiben, auch wenn man dafür vielleicht aneckt. Wichtige Voraussetzung dafür ist, dass man gute Freunde hat und/oder Familie, die einen mögen, wie man ist. Ich bin ja so froh, nicht mehr in der Pubertät zu sein und jeden Trend mitmachen zu müssen. Ich zieh an, was ich mag – ob das jetzt der Mode entspricht oder nicht. Und ich steh auch zu den Büchern, die ich lese und schäme mich nicht dafür, genauso wenig wie für meine Meinung.

    lg, Jutta

  5. Jutta

    23. Oktober 2018 at 10:46 am

    Hallo Anna, hast du schon ausgelost?
    Liebe Grüße Jutta

Hinterlasse einen Kommentar