Rezension

Rezension | Unterweltpakt: König und Ritter – Sarah Lilian Waldherr

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Unterweltpakt | König und Ritter | Reihenauftakt | Sarah Lilian Waldherr
248 Seiten | Selfpublisher | erschienen am 20. Mai 2018
Ebook: 2,99 €, Print: 8,99 € | Sonstige Informationen: Amazon

Als ich den Klappentext gelesen habe, war ich wirklich gespannt, was mich erwarten würde. Die Unterwelt ist groß und was ich bekommen habe, hat meine Erwartungen wirklich überstiegen.

» Der Inhalt «

**Seit ich Arien auf seinem Weg begleite, habe ich Mitleid und Moral hinter mir lassen müssen. Schmerz und Leid wurden zu meinem Alltag, in dem es kein Erbarmen gibt.**

Die Wahrheit ist nicht immer offensichtlich.
Seit Liannes Schicksal mit dem von Arien Nox Umbria verknüpft wurde, gehört es zu ihrer Pflicht, die gefährlichen Myraner aufzuspüren und zu töten. So lautet ihr Auftrag, dem sie ihr Leben verschrieben hat. Sie opfert alles dafür, Arien zu unterstützen, obwohl er sie auf Abstand hält.
Doch als ein Wesen auftaucht, das böser und mächtiger als alles ist, was sie zuvor gesehen haben, treibt es Lianne und Arien an ihre Grenzen. Keine Waffe kann die Kreatur töten und sie zeigt keinerlei Schwächen.
Lianne setzt alles daran, ihre Familie und die Bürger Coronas zu schützen, und stürzt sich dabei in eine Gefahr jenseits ihrer Vorstellungskraft.

Quelle: Sarah Lilian Waldherr -Amazon.de

» Das Fazit «
Eine Ehe zwischen Minderjährigen, die eigentlich nur auf dem Papier besteht. Seit Lianne mit Arien verheiratet ist, hat sie eine Welt betreten, von der wir Menschen nur träumen können. Tag täglich ist sie an Ariens Seite, um den Kampf gegen das Böse aufzunehmen. Doch als es zu ungeahnten Verkettungen kommt, die weit tiefer reichen, als so mancher ahnen mag, spitzt sich die Lage zu.
Ich muss ehrlich sagen, dass ich überrascht wurde. Ich habe bei Myranern an sonst was für Gestalten gedacht, doch als ich erfuhr, um welche Fabelwesen es sich handelt, war ich wirklich neugierig, denn diese Wesen schienen ganz anders zu sein, als die, die wir bisher kannten (immerhin glitzern sie nicht – Anspielung).
Gerade von dieser Idee und dem dunklen Unbekannten war ich von Anfang an begeistert. Als Leser wird man direkt in die Handlung des Geschehens geworfen, erlebt direkt aktionreiche Szenen mit und ist direkt dabei.
Und soll ich euch etwas sagen? Allein der Anfang ist so genial geschrieben, denn hier erwartet einen der erste Plottwist und ich so: Warte warte warte, hat sie jetzt nicht getan, oder ist das ein Fehler?
*blättert 10 Seiten zurück, liest noch mal*. Nop, kein Fehler, einfach genial.
Ich muss tatsächlich sagen, dass ich allein von der Handlung wirklich begeistert bin. Ich konnte das Buch keine Minute aus der Hand legen und hatte ich den Eindruck, es konnte nicht noch spannender werden, kamen weitere Wendungen und Momente, in denen ich dachte: Wie zur Hölle ist das möglich?
Denn die Autorin schafft hier eine übersichtliche wie komplexe Welt, die zu Beginn Fragen über Fragen aufwirft und wenn sie eine beantwortet, kommen weitere dazu, sodass man mit den Hauptfiguren die ganze Story erlebt.
Ich war von Anfang an mittendrin. Düster, gewaltig und vor allem an einigen Stellen ziemlich blutig hat mich diese Geschichte einfach mitgerissen. Mit jeder Seite möchte man mehr wissen, mehr erfahren, denn gerade als die dunklen Mächte ins Spiel kommen, wird jede Seite zu einer Achterbahnfahrt. Ich habe mitgezittert, mitgekämpft und das Gefühl gehabt, dabei zu sein.
Besonders gelungen fand ich die Beziehung zwischen unseren beiden Protagonisten Arien und Lianne. Zwei Menschen wie Tag und Nacht, die objektiv nicht wirklich gut harmonieren, doch je weiter man in der Story voranschreitet, desto mehr merkt man, wie sehr die beiden gerade deswegen so gut harmonieren. Denn genau deshalb kommen die Gefühlsregungen und Gedanken beider so realitätsnah rüber.
Gerade das hat mich, gerade bei der Seitenzahl, positiv überrascht.
Allerdings bin ich direkt zu Beginn über das Alter von Arien und Lianne gestolpert. Beide sind minderjährig und da hatte ich wirklich die Befürchtung, genau damit auch konfrontiert zu werden. Mit Figuren, mit denen ich so gar nicht warm werden oder deren Handlungen ich nicht verstehen würde. Doch ich wurde eines Besseren belehrt. Die Figuren handeln trotz ihres Alters sehr erwachsen, was mir persönlich richtig gut gefallen hat, da man die Handlungen gut nachvollziehen konnte. Auf der anderen Seite hätte ich diese junge Ader gerne das ein oder andere Mal ein wenig mehr hervortreten sehen, gerade als es um Familie und Co ging.
Trotz allem sind das minimale Meckereien, die mich beim Lesen so gar nicht gestört haben, eher erst hinterher, wenn man wieder und wieder über das Buch nachdenkt und versucht, seine Gedanken dazu zu ordnen.
Der Schreibstil passt in meinen Augen einfach sehr gut zum Inhalt und Plot. Bringt die Autorin an vielen Stellen durch knappe rasante Sätze viel Spannung in die ohnehin schon geladenen Szenen. Mit guten Details lässt sie dem Leser genügend Spielraum, sich in das Szenario hineinzuversetzen und erschafft mit ihren Worten die Landschaften und Kämpfe wahrhaftig vor Augen. So manches Mal bin ich sogar zu Hause im Bett zusammengezuckt, weil ich dachte, dass dieses Geräusch von draußen kam. War zum Glück dann doch nur im Buch.
Fazit: Gerade weil man den Figuren das Alter nicht anmerkt, wird diese Jagd auf knapp 250 Seiten zu etwas ganz Besonderem, wenn man Fantasy dieser Art mag. Mich persönlich haben neben den Figuren vor allem Handlungsstrang und die Art zu erzählen überzeugt, denn ich habe bei den Fabelwesen mit einer ganz anderen Intention angefangen zu lesen und wirklich gedacht: Okay, und daraus kann man was Neues machen? NAAAAA, guuuuuuut. Und die Antwort lautet: JA, kann man definitiv, denn gerade mit diesen Wendepunkten und Szenarien hätte ich so manches Mal wirklich nicht gerechnet.
Von mir gibt es deshalb:
Dieses Buch wurde als Rezensions- und Blogtourbuch zur Verfügung gestellt. Der Beitrag ist komplett unentgeltlich und besteht rein aus meiner Meinung.
© Fotos: Anna Hein
Cover: Sarah Lilian Waldherr

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