Rezension

Rezension | Faith: Seelenlos – J.K. Bloom

Eine Dystopie, die mit viel Spannung und Realitätsgehalt überzeugt.
Faith | Seelenlos | Band 1 | J.K. Bloom |
320Seiten | Eisermann Verlag | erschienen am 19. Februar 2018
 Ebook: 3,99 € Print: 12,90 € | Ansehen? Bei Amazon

*Rezensionsexemplar

 

» Der Inhalt «

Mehr als 500 Jahre sind vergangen,

seit die Menschheit sich in neun Gattungen teilte. Mit dieser Teilung kam auch die Seelenlosigkeit – eine Krankheit, der auch Faiths Familie zum Opfer gefallen ist. Nun gibt es für das junge Medica-Mädchen nur noch eine Möglichkeit, nicht von der Gesellschaft verstoßen zu werden. Die Hochzeit mit einem Mann ihres Standes könnte ihr ein sicheres Leben ermöglichen. Der mysteriöse Lie, dem sie in der Notaufnahme das Leben rettet, ist kein solcher Mann. Faith weiß, dass sie sich für Tristan Collins entscheiden muss, denn er ist wie sie ein Medica.

Doch dann wird Edinburgh von den Rebellen angegriffen. Und Faith erkennt zu spät, dass in der Rettung der Bürger die wirkliche Gefahr besteht …

Quelle: Amazon.de

» Das Fazit «

Für mich war es das erste Buch von der Autorin, ein dystopischer Reihenauftakt, dessen Cover allein dafür gesorgt hat, dass ich es unbedingt habe lesen müssen. Die Farben und die Frau sind wirklich ein Hingucker und in meinen Augen super passend für diese Story.
Das ganze Buch ist aus der Sicht von Faith geschrieben, gerade das hat von Anfang an dafür gesorgt, dass man ein Gefühl des Verstehens zu ihr aufbaute, denn gerade durch diese eine Sicht ist es der Autorin gut gelungen, einen tiefen Einblick in das Leben von Faith und vor allem ihre Gefühlswelt umfassend darzustellen. Sie war ein Teil des Ganzen und wusste, welche Entscheidungen die richtigen wären, doch da gab es auch etwas anderes. Etwas, das tiefer griff als alles, woran man als Leser dachte. Dementsprechend viel der Einstieg in die Story als solche auch nicht wirklich schwer. Die Spannung war bis zur letzten Seite dar, ebenso wie sie mit jedem Wort die düstere Atmosphäre in den Kopf zauberte. Denn gerade die Umgebung einer Zukunft ohne sichere Städte und das Gefühl der ständigen Gefahr konnte so wirklich unfassbar gut vermittelt werden.
Denn allein die Idee mit den Sporen, der Umwelt und den Pflanzen hat mir wirklich unfassbar gut gefallen, denn gerade bei unserer heutigen Entwicklung regt gerade dieses Buch wirklich zum Nachdenken an.
Allerdings hatte ich zu Beginn leider ein paar Probleme, den Dialogen so wirklich zu folgen. Ich musste mich in diese Art zu Schreiben erst einmal gewöhnen, was ich aber darauf schiebe, dass ich Nevernight zuvor gelesen habe, deren Dialoge wirklich ganz anders geschrieben waren. Da merkt man ein Mal mehr, was das vorherige Buch alles bewirken kann.
Darüber hinaus haben mir vor allem neben Faith die weiteren eingeführten Charaktere gefallen, denn auch sie haben eine Geschichte, eine Vergangenheit, die in diesem Buch leider erstmal nur oberflächlich behandelt wird und die Figuren gegenüber Faith ein wenig grau wirken. Ich hoffe also darauf, dass Band 2 diesen Figuren mehr Tiefe schenkt, denn ich bin wirklich sehr neugierig darauf, auf all die unbeantworteten Fragen eine Antwort zu erhalten und die ein oder andere Figur wirklich besser kennen zu lernen.

Fazit:

Für mich ist Faith eine gut gelungene Dystopie mit leichten Schwächen, die dem Lesespaß und vor allem der Spannung keinen Abbruch tut. Gerade die Protagonistin ist es, die die Wendungen vorantreibt, die Spannung aufrechterhält und einen durch das Buch führt, ohne die Zeit beim Lesen zu merken.
Denn gerade dadurch entdeckt man als Leser mit ihr eine Welt voller düsterer Geheimnisse und Gefahren und vor allem Dinge, die nicht so sind wie sie scheinen.

Ich bin wirklich gespannt auf Band 2.

©
Foto: Anna Hein
Cover: Eisermann Verlag
Pfoten: Photoshop//Anna Hein

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