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Rezension | Eve of Man: Die letzte Frau – Tom Fletcher & Giovanna Fletcher

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Werbung | Rezensionsexemplar
Eve of Man| Die letzte Frau | Band 1 | Tom & Giovanna Fletcher |Seitenzahl: 448 | DTV Verlag | erschienen am: 23. August 2019 |Ebook: 15,90 €, Print: 18,95 € | Ansehen: Auf Amazon, beim Verlag

Die erste Frau nach 50 Jahren, die Hoffnung der Menschheit. Die Hoffnung auf Leben.

» Der Inhalt «

Sie ist die letzte Frau. Das Schicksal der Menschheit liegt in ihren Händen: EVE

Sie ist die Antwort auf alle Gebete der Welt, die Hoffnung auf den Fortbestand der Menschheit: Nach einem halben Jahrhundert wird endlich wieder ein Mädchen geboren – Eve. Isoliert von der Außenwelt wächst sie in einem goldenen Käfig auf. Jetzt, mit 16 Jahren, soll sie aus drei Kandidaten ihren Partner wählen. Eve war sich ihrer Verantwortung immer bewusst und hat widerspruchlos die schwere Bürde für den Fortbestand der Menschheit getragen. Doch nun trifft sie Bram, und die Zweifel an der Aufrichtigkeit der Motive ihrer »Beschützer« wachsen. Eve will die Wahrheit wissen, über die Welt, über ihre Familie, über die Liebe, die sie für Bram fühlt. Sie will Kontrolle über ihr Leben, sie will Freiheit. Doch darf sie für ihr privates Glück die Zukunft der Menschheit aufs Spiel setzen?

» Die Meinung «

Löschen, neu schreiben, löschen. So habe ich versucht, dieses Buch in Worte zu fassen.

Die Grundidee ist bestimmt nicht neu, ich habe allerdings selbst in diese Richtung kaum bis gar nichts gelesen und war dementsprechend so unfassbar gespannt auf diese Umsetzung. Die letzte Frau, die Hoffnung der Menschheit. Bedenken? Ohja. Es hätte, moralisch gesehen, total nach hinten losgehen können.

Der Einstieg beginnt leicht, so unfassbar leicht. Eve und Bram sind absolut symathisch und Menschen wie du und ich. Mit Ängsten und Zweifeln, aber sie glauben an das, was sie tun. An die Sache. Sie beschreiben zu Beginn die Sicht auf ihre Welt. Die perfekte Welt, die sie um Eve herum aufgebaut haben. Hie rund da klingt mal durch, dass das Leben außerhalb des Turmes ganz anders sei, aber so wirklich vorstellen kann man es sich nicht. Schnell wird klar, dass Eve für den Forbestand der Menschheit sorgen soll, wie? Das könnt ihr euch entweder denken oder aber ihr lest es ganz einfach (:D).

Hier kamen die ersten Bedenken. OHJE, OHJE. Die Frau, rein auf die Fortpflanzung beschränkt. Schwierig, irgendwie. Doch was Autor und Autorin daraus gemacht haben, ist unfassbar. Moralisch schwierig? Natürlich. Aber geau das macht das ganze buch so spannend. Es gibt nicht vor, was richtig und was falsch ist. Würde man vielleicht nicht selbst so handeln, wenn es nur eine Frau auf der Welt gäbe, die für den Fortbestand sorgen könnte? Es wirft Fragen auf, hinterfragt und zeigt auf die Problematik dahinter. Und dies gelingt vor allem durch die eingesetzten Figuren. Wir erleben durch sie die scheinbar perfekte Welt, die auf ein Ziel hinarbeitet.

Aber wie geht Eve damit um, wie erlebt sie die Welt und diese Dinge? Gerade dieser Kontrast ist absolut episch, genial, hammermäßig. Ich hab so mitgefühlt bei so manchen Gedankengängen. Warum darf sie nicht selbst entscheiden? Würde ich sie selbst entscheiden lassen? Ist das, was dort passiert, irgendwie menschlich? So viele moralische Standpauken, die man sich selbst beim Lesen stellt, dass ich am Ende des Buches ein wenig erschrocken war, dass es vorbei ist.

Wie soll ich bitte ein Buch in Worte fassen, wenn meine Worte nicht mal ansatzweise beschreiben, was es mit mir gemacht hat? Ich war sprachlos, habe die Schmerzen gespührt, die leisen Stiche des Gewissens, die Erkenntnis und war doch überrumpelt von der Wucht der Wendungen. Von den Emotionen und Gewalt. Echt und emotional erzählen die Autoren hier eine “was wäre, wenn” Geschichte, die es wirklich in sich hat.

Natürlich gab es klassische Jugendbuch Elemente, doch nie wirklich so, dass ich sagen würde: KLISCHEE. Auch Liebe spielt, gerade zu Beginn, eine super wichtige Rolle. Gleichzeitig stellt sie in der Stroy aber nur die Unternote dar und umrahmt die Story (im wahrsten Sinne). Rundet sie ab, gibt den richtigen Touch.

Die Entwicklung fand ich genial. Hier und da wären weitere Details schön gewesen, auf der anderen Seite wäre der Wechsel, die Bedrohung und Erkenntnis vielleicht nicht so dramatisch gewesen wie sie es jetzt beim Lesen waren.

Ich bin baff und absolut überzeugt davon, dass dieses Buch wirklich gelesen werden sollte. Hinterfragt beim Lesen einfach ein Mal selbst. Macht euch Gedanken über eure Gedanken. Seid gespannt auf diese Reise…

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1 Kommentar

  1. Tina

    14. Oktober 2019 at 10:00 pm

    Liebe Anna,
    deine Worte zu diesem Buch sind sehr treffend.
    Ich habe beim Lesen ständig überlegt, was ich machen würde, würde die Gesellschaft wirklich so reagieren… Eben genau das “was wäre, wenn”.
    Ich war total geflasht und fasziniert. Nun bin ich gespannt, wie es in Band 2 weitergehen wird.

    Liebe Grüße
    Tina

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