Goldstück Rezension

Rezension | Empire of Storms: Pakt der Diebe – Jon Skovron | Hörbuch

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Werbung | Rezensionsexemplar
Empire of Storms | Pakt der Diebe | Band 1 | Jon Skovron |16 h und 35 Min | Ronin Verlag | erschienen am 22. Februar 2019 |Preis: 23, 23 € | Ansehen: auf Amazon, beim Verlag

Konnte mich das Buch schon vollends überzeugen, hat das Hörbuch mit dieser Sprecherauswahl noch ein Mal alles getoppt.

» Der Inhalt «

Hope ist noch ein Mädchen, als ihr Dorf von den Magiern des Kaisers angegriffen und dem Erdboden gleich gemacht wird. Sie allein überlebt und findet in einem Kloster nicht nur Unterschlupf, sondern wird dort auch von den Kriegermönchen in den Kampfkünsten unterwiesen. Red ist ein Straßenjunge, der in den finsteren und überfüllten Gassen New Lavens zum besten Taschendieb heranwächst, den das Imperium je gesehen hat. Jahre vergehen – doch als Hope und Red einander auf schicksalhafte Weise begegnen, schließen sie einen Pakt, der die Zeit der Ungerechtigkeit beenden wird …

Quelle: Ronin Verlag

» Die Rezension «

High Fantasy und ich.. Eine Liebe, die wohl unter “Es ist kompliziert” auf Facebook abgespeichert werden würde. Es gibt diese Gratwanderung zwischen: Super episches World Building und dem Hä-Moment. Leider hatte ich oft das Pech, zu Büchern zu greifen, die in die letzte Kategorie gefallen sind. Meine Bedenken waren also dementsprechend da. Doch ich habe mich nicht abschrecken lassen. Das Cover sah so gut aus und ganz ehrlich? Dieser Klappentext, Leute, ich konnte nicht anders, als auch das Hörbuch zu dem Buch zu hören.

Der Sprecher macht es einem leicht. So leicht, ihm einfach in die Dunkelheit, in den Kampf oder auch bis in den Tod zu folgen. Hoffnungslosigkeit, Freude und der ständige Begleiter: Gefahr. Ich habe selten einen solchen Sprecher erlebt, der mit seiner bloßen Stimme, dem Wort so viel Tiefe verleihen kann und ich war schon von dem eigentlichen Schreibstil des Autoren selbst gefesselt. Nun aber hatte ich ein Mal mehr das Gefühl, dass Hörbücher für mich aktuell die Bücher sind, die mir das Gefühl des zu Hauses geben. Die mir wieder Spaß an dem Wort, an Geschichten selbst, geben. Ja, der Sprecher hat es geschafft, mich aus meiner Leseflaute zu ziehen.

Wir tauchen ein in eine Welt, die direkt mit tausend Toten beginnt. Mit Hoffnungslosigkeit und einem einzigen groß geschriebenen Wort: MACHT. Macht, Reichtum, Ansehen. Danach strebt man in dieser trostlosen Welt. Frauen haben hier nicht so viel zu melden und doch haben wir starke und auch irgendwie taffe Frauenbilder, die ich so wahnsinnig authentisch fand, weil sie nicht aufgesetzt wirkten. Weil sie echt waren und menschlich. Mit Zweifeln und Ängsten, mit der Realität des 21. Jahrhunderts, dass Frauen immer noch anders als Männer behandelt werden. Dass Frauen sich wesentlich stärker auf bestimmten Positionen behaupten müssen, als Männer und das genau das oftmals als selbstverständlich angesehen wird. Auch gesellschaftlich kritische Themen wie “das sind Aufgaben für Männer und das für Frauen” wird hier so wahnsinnig gut behandelt. Ein Kapitän, der eine Frau in einer solchen Zeit nicht anders behandelt als seine Mannschaft und mit gutem Beispiel voran geht. Ein Protagonist, der zeigt, dass Gefühle nicht nur “die Sache für Frauen” ist. Ach, Leute, ich liebe diesen Umgang, dieses ich zeige mit dem Finger darauf und zeigt, wie normal das ist – Ding, einfach. Dem Sprecher gelingt es wirklich, genau diese Stimmung so wahnsinnig echt zu übermitteln.
Mit der richtigen Prise Humor an den falschen Ecken und Kanten habe ich schnell das Gefühl gehabt, dazuzugehören.
Die Entwicklung der Story ist wieder mal aufs Neue unfassbar spannend. Mit gewissen Wendungen rechnet der Hörer schlichtweg nicht und mit der Sprecherstimme gelingt es wirklich, alles und jedem Leben einzuhauchen. Die Geschichte beginnt langsam und steigert sich zu einem Inferno. Durch Rückblenden gräbt der Leser immer Tiefer und entdeckt so manche Sehenswürdigkeit, die es in sich hat. Als dann auch noch die Protagonisten aufeinander treffen, schließt sich ein Kreis an zusammenlaufenden Fäden, die man zuvor gar nicht wahrgenommen hat.

Vor allem aber ist es mir durch das Hörbuch gelungen, dass ich das Gefühl von: Es würde am Anfang irgendwie etwas an Vorwissen fehlen, losgeworden bin. Ich glaube, dass das genau daran liegt, dass es ein Hörbuch ist/war. So konnte ich mich direkt auf das Wort konzentrieren und musste nicht auch noch über Namen und Orte nachdenken, wie ich es beim Lesen tun musste (:D). –> Dies war mein Kritikpunkt am Buch. Die Rezension habe ich euch hier verlinkt.

Ich bin immer wieder erstaunt, wie lang- und kurzatmig 16 Stunden sein können. Hatte ich zu Beginn den Eindruck, es geht kaum voran, bin ich danach nur so durch die Stunden geflogen und war fast ein wenig traurig, als ich durch war.
Zum Glück wartet Band 2 jetzt auf mich.

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1 Kommentar

  1. Aleshanee

    12. Mai 2019 at 7:39 pm

    Huhu!

    Ohhh, das hört sich bei dir auch wieder so gut an! Ich hab schon ein paar Rezensionen dazu gelesen und ich werde immer nur noch neugieriger! Ich werde zwar nicht das Hörbuch hören, aber die Reihe lesen – ich hoffe Band 1 zieht bald bei mir ein, denn die Reihe macht mich mega neugierig!!! :D
    Vielen Dank für die schöne Vorstellung <3

    Liebste Grüße, Aleshanee

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