Rezension

Rezension | Die Weltportale – B.E. Pfeiffer

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Werbung | Rezensionsexemplar
Die Weltportale | Band 1 | B.E. Pfeiffer | 630 Seiten | Sternensand Verlag
erschienen am: 27. Juli 2018 | Ebook: 6,99 € | Print: 16,95 €
Ansehen auf: Amazon, Verlag

 

Nach langer Zeit habe ich mich endlich wieder an ein Buch mit 600 Seiten getraut. Seit der Leseflaute wollte ich keine dicken Bücher mehr lesen, aber bei einem Ebook fällt das ja zum Glück nicht so auf… Wie ich mich selber gut belügen kann.

» Der Inhalt «

»Du musst dich nicht vor den Schatten fürchten. Ein Schatten bedeutet nur, dass hinter dir ein Licht brennt.«
Eleonora lebt in einer Welt, die einst durch magische Portale mit anderen Welten verbunden war. Als Tochter eines Magiers und einer Elfe vereint sie zwei unterschiedliche Kräfte, ist mächtig und gehört doch zu keinem Volk. Mit der Aufnahme auf die Akademie der Magie erhofft sie sich nicht nur, ihre Kräfte unter Kontrolle zu bekommen, sondern auch, endlich akzeptiert zu werden.
Als sie jedoch von einem mysteriösen Schatten angegriffen wird und hinter ein lange gehütetes Familiengeheimnis kommt, ist die anfängliche Ablehnung ihrer Mitschüler ihr geringstes Problem. Wird es ihr gelingen, ihre Welt vor der Dunkelheit zu bewahren?

 

Quelle: Sternensand Verlag

» Das Fazit «
Zunächst ein Mal kann ich nur sagen: Ja, 600 Seiten sind viel, aber dennoch ist es jede Seite wert gelesen zu werden. Ich habe bei solch dicken Bänden ja oftmals die Bedenken, dass einige Szenen Füller sein könnten. Seiten, die sich ziehen wie Kaugummi und man das Gefühl hat, stecken zu bleiben. Zu “Die Weltportale” kann ich nur sagen: Dieses Buch war jede einzelne Seite wert. Authentisch wie fesselnd beschreibt B.E. Pfeiffer hier eine Welt, die auf dieser Seitenanzahl sehr detailliert und tiefgründig ist. Keine oberflächlichen Beschreibungen, sondern  die wichtigsten Informationen, so dass der Leser sich seine ganz eigene Welt im Kopf erschaffen kann, was mehr als gelungen ist.
Der Einstieg fällt nicht zuletzt aufgrund des einnehmenden und umfassenden Schreibstils leicht, der mich wirklich nur so durch die Seiten getragen hat. Bildgewaltig wie einfach wird hier die Handlung erzählt, ohne sich lange mit irgendwelchen belanglosen oder füllenden Beschreibungen aufzuhalten. Verwoben mit den Figuren entsteht hier eine ganz eigene Art der Geschichtenerzählung. Hineingeworfen in die Geschichte, muss der Leser sich selber in einer umfassend beschriebenen Welt zurecht finden. Doch gerade aufgrund der Beschreibungen wird jeder Leser sein ganz eigenes Bild von der Welt entwerfen und der Leser kann sich nie sicher sein, wirklich auf dem richtigen Weg zu wandeln. Nichts ist so wie es scheint. Man sollte sich nicht täuschen lassen.

 

Gerade die Protagonistin Eleonora ist toll und vielschichtig ausgearbeitet, zu keinem der zwei Völker, denen sie entstammt, zugehörig, erfährt sie oft Gegenwind, auch wenn sie eigentlich nur akzeptiert werden möchte. Eine Situation, die so oder so ähnlich wohl jeder irgendwie kennt, was das Ganze umso greifbarer machte. Authentisch und mit viel Fingerspitzengefühl werden hier auch gesellschaftliche Themen aufgegriffen, deren Umgang ich einfach nur loben kann.
Außerdem gibt es weitere Charaktere, die im Verlauf der Handlung auftauchen, die ich einfach nur gelungen in ihrer Entwicklung fand. So zum Beispiel Lucius (nebenbei bemerkt finde ich diesen Namen einfach nur cool und vermutete einen etwas altertümlichen Herren, den ich so tatsächlich auch bekommen habe). Er entwickelt sich mit der Handlung allerdings weiter, sodass man keine Angst haben muss, in der Vergangenheit festzustecken. Interessant fand ich hier vor allem, dass Freund und Feind nicht zwingend zu unterscheiden sind, da die eigentlichen Absichten oftmals im Dunkeln bleiben. Erst mit der Entwicklung der Geschichte gelingt es dem Leser, dort Licht ins Dunkel zu bringen. Aber wie zuvor schon angemerkt: Nicht alles ist so wie es scheint.

 

Darüber hinaus muss ich auch hier wieder die Message des Buches hervorheben: Jeder hat ein Päckchen zu tragen. Jeder hat eine Vergangenheit. Doch was wir daraus machen, das obliegt ganz uns. Denn obwohl Eleonora Schwierigkeiten mit der Akzeptanz hat, gibt sie nicht auf und das zeugt von Stärke. Dementsprechend hat mich dieses Buch nicht nur beflügelt, sondern auch nachdenklich gestimmt, für mich eine Kombination, die ich mehr als genossen habe.

 

Fazit: Für mich ein Auftakt mit viel Potential und ich bin wirklich gespannt, ob Band 2 diese Grundlage toppen kann. Ein Buch voller Spannung, Höhen und Tiefen, wie es auch das echte Leben bereit hält. Gespickt mit Fantasy und Magie sorgt diese Mischung für die richtige Würze und verleiht der Geschichte ihren ganz eigenen Stil.

2 Kommentare

  1. BookPrincess by Sarah

    28. August 2018 at 8:18 am

    Oooh, ich glaub ich muss das auch lesen. Wie machst du das nur, eine so schöne Rezi zu schreiben, bei der der Funke sofort überspringt und mich das Buch sofort lesen lassen will? :)
    Liebe Grüße
    Sarah

  2. Mikka Gottstein

    27. September 2018 at 8:23 pm

    Hallo,

    manchmal schrecke ich auch vor dickeren Büchern zurück, aber ich habe auch schon welche mit 800+ oder sogar 1.000+ Seiten gelesen, wo man das gar nicht wirklich merkte, weil sie so gut zu lesen waren. :-) Dafür gab es aber auch schon Bücher mit ~300 Seiten, die sich zogen wie Kaugummi!

    Bei Lucius muss ich immer noch an Lucius Malfoy denken, obwohl es schon eine ganze Weile her ist, dass ich zuletzt Harry Potter gelesen habe.

    Sehr schöne Rezension!

    Ich habe diesen Beitrag HIER für meine Kreuzfahrt durchs Meer der Buchblogs verlinkt.

    LG,
    Mikka

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