Rezension

Rezension | Des Teufels Kopfgeldjäger

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Werbeblock | Rezensionsexemplar
Des Teufels Kopfgeldjäger| Einzelband | Sandra Binder |
Seitenzahl 400 | Zeilengold Verlag | erschienen am 6. August 2018
Ebook: 4,99 €, Print: 14,90 € | Ansehen:auf Amazon, beim Verlag

Kopfgeldjäger, Himmel und Hölle und ein Mädchen, das mittendrin steckt. Eine Handlung, die so vielschichtig wie tiefgreifend ist, ich bin begeistert.

» Der Inhalt «

Mein Name ist Antonia Stark, ich bin Kopfgeldjägerin des Teufels und ich weiß nicht, ob ich diesen Job überlebe.

Ein paar Vertragsbrüchige in die Hölle überführen hier, ein paar Nephilim auslöschen da. Mein Job könnte so einfach sein, aber nein, neuerdings hat einer dieser verdammten Engel nichts Besseres zu tun, als sich in meinen aktuellen Auftrag einzumischen. Die ganze Zeit redet er davon, dass ich auf dem falschen Weg bin, während mein Chef mich ganz oben auf die Abschussliste gesetzt hat. Höchste Zeit also, meinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen, ein paar Leute umzulegen und mich dabei nicht aus Versehen in einen meiner Gegenspieler zu verlieben. Na, wenn es weiter nichts ist …
Ich bin schließlich Antonia Stark, Kopfgeldjägerin des Teufels, und ihr werdet alle brennen!

Quelle: Zeilengold Verlag

» Das Fazit «

Ehrlich gesagt frage ich mich bein den 1 und 2 Sterne Bewertungen mit der Aussage: 5 Sterne sind dieses Schreibsel nicht wert oder das Buch sei überflüssig, ob wir das gleiche Buch gelesen haben oder ob diejenigen mit einer total falschen Vorstellung an dieses Buch herangegangen sind.

Für mich war es ein weiteres Buch aus der Ecke:

Ich bin düster und verheißungsvoll und verknüpfe Neues mit Altem.

Gerade die Idee mit dem Kopfgeldjäger, die diejenigen in die Hölle befördern, die ihren Pakt mit dem Teufel brechen, weil sie das Kleingedruckte nicht richtig gelesen haben (selber schuld), empfand ich als wahnsinnig interessant. Auch die Protagonistin ist in meinen Augen alles andere als Klischee oder gar flach gezeichnet. Antonia ist für mich eine der Bad Ass Protagonisten im Jungendbuch Bereich schlechthin. Klar, geht es immer krasser, aber ganz ehrlich? Genau das hat diese Geschichte  für mich zu etwas Besonderem gemacht, gerade weil diese Figur noch emotionale Züge hatte, die in ihrem Job alles andere als hilfreich sind. Gerade wenn die oberste Regel lautet: Vermeide Kontakt mit dem Himmel. Denn gerade diese Entwicklung war es, die man zwar irgendwie kennt, aber definitiv nicht in dieser Konstellation. Besonders gelungen fand ich an dieser Idee vor allem, dass die Emotionen von Toni niemals klischeehaft waren, sondern eher denen einer Kopfgeldjägerin entsprachen. Als Leser konnte man sich also wirklich nie sicher sein, ob das, was man dachte, dass es passiert, auch wirklich so passieren würde.

Ich sag nur: Sie joggte ihrem Ziel hinterher, das irgendwie das Bedürfnis hatte, ihr zu entkommen. Als ob das möglich wäre. PF. Ich liebe diese Art von Humor. Dieses Trockene und gleichzeitig Hinterfragende, denn Toni ist jemand, der zwar ihre Aufträge erfüllt, gleichermaßen aber auch stur und eigensinnig ist, was der ganzen Story die richtige Würze verleiht. Außerdem haben wir auch in diesem Buch, was erwartbar war bei diesem Klappentext, eine Liebesbeziehung, deren Ende ich aber bis zum Schluss nicht erahnen konnte, da sie sehr gut in die Handlung eingearbeitet wurde und in keine Weise fehl am Platz wirkt, denn lernen wir zu Beginn nur Toni kennen, die ihre Aufträge mit Bravour besteht, zeigt sich schon schnell, dass es ihr neuer Auftrag in sich hat. Alles scheint irgendwie komplizierter zu werden, weitere Figuren treten auf, die irgendwie in die Sache verstrickt zu sein scheinen. Gleichermaßen wird die Handlung dann auch aus verschiedenen Sichten erzählt, so dass man Gut und Böse eigentlich nie so wirklich auseinander halten kann. Doch dann wird Toni auf ein Mal selber zur Zielscheibe und es ist an der Zeit sich zu entscheiden. Die Dinge spitzen sich zu und mit einem BAÄHM wird das Ganze aufgelöst. Und ich lüge nicht, wenn ich sage, dass mich dieses Buch von Anfang bis Ende gefesselt hat.

Neben der Handlung und den Figuren sorgte gerade der Schreibstil für eine wunderbare Übertragung der Dunkelheit, Liebe und auch irgendwie der dauerhaften Gefahr. Die Sätze waren kurz und knackig, ohne viel Tamtam und auf den Punkt gebracht, was Tonis Ader irgendwie noch mehr zum Vorschein brachte, während die Anderen ihren ganz eigenen Charme versprühten. Gerade das empfand ich als unfassbar vielschichtig.

Fazit

Für mich ein Buch voller Höhen und Tiefen, sowie Emotionen, die es wirklich in sich haben. Es gab Entwicklungen in der Story, die ich aufgrund der Figurenkonstellation so nicht habe kommen sehen, was dem Ganzen eine ganz eigene Note verlieh. Gerade die Idee mit den Kopfgeldjägern fand ich wahnsinnig faszinierend, was letzten Endes dafür sorgte, das ich immer mehr erfahren wollte.

 

1 Kommentar

  1. Anni_Book

    20. Oktober 2018 at 7:52 pm

    Hallo Anna =) Ich war schon länger am überlegen, ob ich mir das Buch kaufen soll oder nicht… und ich denke du kannst dir nun denken, was ich sagen werde ^^ Ich werde es mir kaufen, denn deine Rezension klingt wirklich gut und ich denke, nein ich weiß, dass dieses Buch auch etwas für mich sein könnte =)
    Liebe Grüße Anni

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