Goldstück Rezension

Rezension | Countdown to Noah 2: Unter Bestien – Fanny Bechert

gefällt das.
Werbung | Rezensionsexemplar
Countdown to Noah | Unter Bestien | Band zwei | Fanny Bechert |
336 Seiten | Sternensand Verlag | erschienen am 03. November 2017
 Print: 12,95 €, Ebook: 6,99 € | Ansehen? Bei Amazon, beim Verlag

Countdown to Noah ist eines der Bücher, die dem Genre Dystopie mehr als gerecht werden und dabei so schonungslos ehrlich und direkt sind, dass es fast erschreckend echt ist.

Achtung: Da es sich dabei um einen zweiten Teil/letzten Teil handelt, spoilert ihr euch möglicherweise bereits mit dem Klappentext.

» Der Inhalt «

Teile keinen Proviant.
Vermeide jede Berührung.
Und das Wichtigste: Schließ sie nicht in dein Herz.

Nach den Geschehnissen in NNY scheint es schwerer denn je, sich an diese drei Regeln zu halten. Angeschlagen und verletzt treten Cassidy und ihre Freunde den Rückweg an – jederzeit bereit, sich gegen die Noahs zu verteidigen, die ihnen auf den Fersen sind. Doch der Feind wandelt längst unter ihnen. Denn mit jedem Tag, der vergeht, wird die Noah in Cassidy stärker und sie spürt, wie sie langsam, aber stetig selbst zur Bestie wird. Sie weiß: Wenn sie diesen Kampf verliert, wäre es nicht nur das Ende ihres eigenen Lebens, sondern auch das ihrer Freunde.
Quelle: Sternensand Verlag
» Das Fazit «
Nachdem der erste Band mich so überzeugen konnte und vor
allem mit einem Cliffhanger des Todes endete, musste ich natürlich unbedingt
wissen, wie es ausgeht und was soll ich sagen, ich wollte das Ende nicht lesen.
Wie so oft inzwischen erwähne ich auch hier, dass ich nach 70% des Buches das
Ende wirklich nicht habe lesen wollen. Ich mein, wir hatten alle bereits im
ersten Teil die Vermutung wie es ausgehen wird und doch wollte ich es nicht
wissen.
Trotz allem habe ich es getan. Ich habe das Ende gelesen und ich kann euch
sagen, es lohnt sich. Ich werde hier weder sagen: „Damit habe ich nicht gerechnet.“
Noch:  „Das war zu erwarten.“, denn es
ist weder das Eine noch das Andere und doch alles zusammen.
Sehr gelungen fand ich neben dem Ende vor allem, dass ich
als Leser wesentlich mehr über die Figuren erfahre, über ihre Beziehungen, ihre
Vergangenheit und Gefühle. Gerade das hat eine Nähe geschaffen, die mir als
Leser den nötigen Halt in einer zerbrochenen Welt gegeben hat, der mich durch
die Handlung geführt hat und mir das Gefühl gab, ein Teil dieser Gruppe zu
sein. Vor allem aber lernt man als Leser die gesamte Welt, die gesamte
Situation vertiefend kennen, merkt, wie erschreckend nah diese dystopische Welt
an der unseren gebaut ist und zeigt, was alles passieren kann, wenn unsere
Wissenschaft scheitert, wenn sie Dinge beherrschen möchte, die für den Menschen
nicht beherrschbar sein sollten.
Führt dem Leser vor Augen wie wenig wir zum Teil unser eigenes Leben zu
schätzen wissen und es hat mich wirklich nachdenklich gestimmt.
Es hat mich nachhaltig berührt.
Vor allem aber hat es gezeigt, wie gut die Autorin neben dem Fantasygenre sich
auch in der dystopischen Welt artikulieren kann. Auch im zweiten Teil konnte
mich der Schreibstil mit seinen Details fesseln. Er hat die Worte in meinem
Kopf zu Bildern geformt, bildmalerisch Dinge erzählt, sodass ich an so mancher
Stelle den Atem angehalten und gedacht habe: DAS hat Fanny Bechert jetzt nicht
wirklich getan.
Spätestens nach diesem Buch bin ich ihrem Stil zu Schreiben verfallen und ich
habe eine solche Idee noch nie zuvor wirklich gelesen und genau das ist es, was
mich so begeistert hat.
Glaubte ich als Leser, ein Ma verschnaufen zu können, schaffte die Autorin es,
mit einem Satz eine Spannung zu erzeugen, selbst wenn es nur das Knarren des
Geästes war, dass die Pause mit einem Schlag vorbei war.In meinen Augen wurden alle offenen Fragen beantwortet und ist für mir ein
gelungener Abschluss dieses Zweiteilers, vor allem deshalb, weil man die Noahs
auf ihre Art und Weise versteht und nachvollziehen kann, was an der Stelle
irgendwie auch ein wenig gruselig ist. Trotzdem habe ich diese Stellen auch in
diesem Buch geliebt.
Keine einzige Seite, keine einzige Stelle möchte ich missen und ich kann es mit
gutem Gewissen jedem empfehlen, der selbst noch nicht so viel im Bereich
Dystopie gelesen hat, denn gerade dieses Buch schaffte es, in mir wieder die
Leidenschaft der Zerstörung zu wecken.
Ich werde also demnächst wieder in dieses Genre einsteigen, von dem ich mich
jetzterst wieder angezogen fühle.
Für mich eine klare Leseempfehlung, die einen fesselt bis zum letzten Moment.



©
Foto: Fuchsias Weltenecho//Shutterstock: GeoArt
Cover: Sternensand Verlag
Sterne: Photoshop//Fuchsias Weltenecho

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3 Kommentare

  1. Hannah

    7. November 2017 at 7:31 pm

    Hui die Reihe kenne ich noch gar nicht! Ich habe ziemlich lange nichts mehr in Richtung Dystopie gelesen, einfach weil der Jugendbuchmarkt vor 2-3 Jahren ja gerade zu überschwemmt wurde mit Büchern dieses Genres. Aber deine Rezension hat mich ziemlich neugierig gemacht, vielleicht wird es ja Zeit den Dystopien noch einmal eine Chance zu geben :) Sie können ja eigentlich nichts dafür, dass die Verlage auf einmal meinten nur noch solche Bücher rausbringen zu müssen :D
    Liebe Grüße
    Hannah

  2. svenja krause

    9. November 2017 at 2:26 pm

    Weiter viel Erfolg aber vor allem Gesundheit und Freude für dich

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