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Nevernight: Wieso man dieses Buch unbedingt lesen sollte

Und zum Abschluss unserer vier Tage möchte ich euch heute ein paar der Gründe nennen, wieso ich finde, dass Nevernight unbedingt gelesen werden sollte. Denn gerade hier gibt es so einige Punkte, die mich umgehauen haben, als ich noch skeptisch war.

Die mich überzeugt haben, dieses Buch unbedingt lesen zu wollen. Vielleicht überzeigt es auch den Einen oder Anderen von euch.

Auch Nicci von Trallafittibooks hat einen sehr interessanten Beitrag zu diesem Thema geschrieben.

Die Figuren aus Nevernight

Jede einzelne ist eine Wortschöpfung für sich. Selten habe ich Nebencharaktere erlebt, die so ins Detail ausgearbeitet waren wie in Nevernight. Zum Teil wirkten sie so lebendig, gerade im Hörbuch, dass ich zwischenzeitlich den Eindruck hatte, sie würden wirklich und wahrhaftig vor mir stehen. So manches Mal saß ich im Zug mit offenem Mund, habe mitgefiebert und gelitten. Habe die Empfindungen der Figuren mitgenommen und das sogar bei den Nebencharakteren. Gerade das fand ich wirklich überzeugend, denn das sorgte dafür, dass der Leser zu einem Teil des Ganzen wird. Mit ihren Geheimnisse entdeckt, sich auf den Wegen der Dunkelheit begibt und lernt, dass nicht jeder direkt ein Feind sein muss.

Der Humor und die Düsternis

Ohja und das ist für mich einer der größten Punkte dieses Buches. Nicht jeder wird es mögen, nicht jeder wird es lieben, doch gerade diese schonungslose Ehrlichkeit des Autoren ist es, die diesem Buch die richtige Würze verleiht. Der Autor beschreibt Morde und Tode so realistisch wie einzelne Szenen in seinem Buch, sodass man so manches mal echt schlucken musste. Definitiv nichts für schwache Nerven. Auf der anderen Seite sind genau dies Szenen, die diese Ehrlichkeit und realistischen Szenen in diesem Buch nur noch untermauern.
Denn wer Assassinen kennt, der weiß, dass ein Orden trotz Gemeinschaft häufig auf sich gestellt ist und die oberste Priorität lautet: Bleibe unentdeckt. (Na? Wer von uns hat Assassins Creed gesehen oder gespielt?) Keine übernimmt Verantwortung für den anderen und Fehler können den Tod bedeuten. Genau das verdeutlicht dieses Buch so unfassbar gut und genau das sorgt für die richtige Realität, trotz fiktionaler Welt.

Die Finsternis lauert wirklich in jedem Wort. Es gibt keine Szene, in der der Leser nicht die Dunkelheit und Bedrohung spüren würde, die Gefahr, aber auch die Wut, die vor allem Mia heim sucht, nachdem ihre Familie getötet, oder zum Stein der Weisen gebraucht wurde.

Das World Building

Ist gewaltig und doch auf eine Art und Weise simpel, dass ich es nicht beschreiben kann. Beide Bücher enthalten eine Karte, sodass man abschätzen kann, in welche Richtung man sich gerade bewegt, doch zu keiner Zeit hatte ich als Leser das Gefühl, den Überblick verloren zu haben. Trotz neuer Welt und Wortgewalt, erzeugten diese Buchstaben Bilder in meinem Kopf, die mir meine ganze eigene Karte im Kopf erschufen. Ich fühlte mich wie zu Hause. Daheim in einer Stadt, in der die Gefahr an jeder Ecke lauert, in der die Schatten die besten Freunde sind und ein Fehltritt den Tod bedeuten kann und doch hat es mir dieses ganze Szenario angetan.
Gerade weil das World Building neu war und gleichzeitig so überzeugend, sorgte dies dafür, dass man die Empfindungen und Gefühle einfach in sich aufnehmen konnte.

Die Fußnoten

So etwas kannte ich bis dato nur von Bartimäus in Form von sarkastischen Bemerkungen und wie sehr habe ich es vermisst. Ich weiß, dass genau das nicht für jedermann etwas ist, doch gerade diese Fußnoten liefern im Verlauf der Handlung neben wichtigen Erklärungen auch sarkastische Bemerkungen und Sprüche, die einem so manches Mal ein Grinsen auf die Lippen zaubern.

Wer Fußnoten nicht gewohnt ist, wird sich hier vermutlich erst einmal einlesen müssen, ist es doch in gewisser Weise ein Bruch im Lesefluss und doch hatte ich zu keiner Zeit das Gefühl, dass eine dieser Fußnoten ohne Sinn dort stünde. Erst mit der Zeit findet der Leser in diesen Stil und fliegt nachher nur so durch die Seiten, sofern man das bei einem solchen Buch mit einer solchen Wortgewalt sagen kann. Auch der Wortschatz, der in diesem Buch verwendet wird, ist nicht von schlechten Eltern. Auch dies zeigt sich gerade in den Fußnoten, bei denen ich so manches Wort auch ein Mal googlen musste, da einige auf Begriffe gemünzt waren unter denen ich mir nicht viel vorstellen konnte – alte Begriffe, gemischt mit etwas ganz Neuem, was dafür sorgte, dass man jede einzelne Seite wirklich genossen hat beim Lesen.

 

Und nun hoffe ich, dass so mancher noch zum ersten Band greifen wird. Wir sehen uns in der Stadt der Gebeine und Knochen.

 

©
Foto: Anna Hein// Shutterstock: GeoArt
Cover: Fischer Tor Verlag

 

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