Kolumne

Meine alte/neue Liebe zu Hörbüchern

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Hallo ihr Booknerds,

Damals als Kind und Jugendliche habe ich die Hörbücher von Harry Potter rauf und runter gehört. Ich habe die Stimme von Rufus Beck geliebt und konnte mich dabei immer so herrlich entspannend. Ich weiß gar nicht, warum ich irgendwann aufgehört habe, Hörbücher zu hören. Sogar die Kassetten von den Drei ??? habe ich allesamt noch im Regal, doch irgendwann war die Lust auf ein richtiges Buch in den Händen einfach größer.
Doch diese Liebe zu Hörbüchern habe ich in den letzten Wochen wieder für mich entdeckt.

In der letzten Zeit habe ich festgestellt, dass ich von meinem anfänglichen Lesefluss, es waren meistens so 8-10 Bücher im Monat, auf 2-3 gefallen bin. Ich habe Bücher angefangen, aber nie wirklich weitergelesen und diese Schuld gebe ich nicht den Büchern, denn ich glaube, dass mir die Story unfassbar gut gefallen würde.
Mir fehlte neben all dem Alltagsstress einfach die Konzentration, wirklich mir einfach mal eine Stunde Zeit zu nehmen und einfach zu lesen. In meinem Hinterkopf gab es immer das Engelchen, das sagt: Du könntest jetzt auch für die Uni lernen oder Sachen zusammenfassen oder einfach zum Sport gehen. Den Hauptgrund sehe ich aber tatsächlich in der Uni. Ich habe meine Bachelorarbeit geschrieben, stecke jetzt mitten in der Lernphase für das letzte Semester und habe abends einfach nur noch eine “Matschbirne”, anders kann ich es nicht ausdrücken (Bachelorarbeit übrigens bestanden, ohne zu plagiieren). Meine Konzentration war dementsprechend hinüber. Ich wollte mich nur noch beschallen lassen und einfach abschalten (ja, ich bin jemand, der ansonsten Angst hat, dass er das Gelernte direkt wieder vergisst).

Was dann geschah

Ich schaute viele Serien, ich genoss es, einfach nur beschallt zu werden, doch ganz ehrlich? Mir fehlte das Lesen. Ich wusste jedoch, dass ich so aus der Leseflaute nicht ohne Weiteres hinauskommen würde. Denn, wenn ich ehrlich zu mir selber bin, hätte ich morgens auf dem Weg zur Uni immer lesen können und es nie getan. An der mangelnden Konzentration, wie oben beschrieben, kann es nicht gelegen haben. Ellenlange Artikel bei anderen Bloggern konnte ich ja auch lesen (Wobei wir da wiederum bei einem anderen Thema sind: Erfolg beim Lesen). Doch ich merkte, dass ich diese Zeit auch mehr für mich nutzen konnte. Für die damalige Aktion zu Nevernight Band 2 wollte ich Band 1 noch einmal lesen. Ein Buch, das mir damals so unfassbar gut gefallen hat. Doch ich merkte, dass mich 700 Seiten in der Leseflaute einfach erschlugen. Hier entdeckte ich die Hörbücher wieder für mich. Ich habe mir bei Audible im kostenlosen Probemonat Band 1 heruntergeladen.

Nevernight: Die Prüfung – Jay Kristoff

Die Rezension zum Hörbuch und Buch findet ihr: Hier
Und das war der Moment, in dem ich merkte: Hey, du brauchst gar nicht viel, um wirklich ein Buch zu “lesen”. Lass es dir doch vorlesen und du kannst parallel all die Dinge machen, die du machen möchtest. Denn der Hörbuchsprecher Robert Frank hat es einfach darauf, den Figuren ein solches Leben einzuhauchen, ihnen eine ganze eigene Stimme zu verleihen und all das so authentisch zu vertonen, dass ich so manches Mal im Zug saß und echt nicht mehr aus dem Staunen raus kam. Gut, manches Mal habe ich vielleicht auch einfach nur gehofft, dass die Lautstärke so leise ist, dass es niemand mitbekommt, was hier gerade passiert, aber das ist ein anderes Thema.

Was ich für mich entdecken konnte:

Die Geheimnisse der Alaburg

Auch hier kann ich zum einen nur wieder einmal den Sprecher loben, dessen Stimme ich, wenn ich könnte, heiraten würde. Ihm ist es gelungen, gerade diese spannungsgeladenen Szenen so lebensecht zu vertonen, dass ich den Eindruck hatte, die Figuren würden ihren Kampf in meinem Zimmer vorführen.
Bei diesem Hörbuch fühlte ich mich ein klein wenig in meine jugendliche Phase samt Harry Potter zurückversetzt, denn bei dem Protagonisten hatte ich eine Art von Harry vor Augen, ohne wirklich Harry zu sein und das hat mir unfassbar viel Spaß gemacht.

Ich nutzte die Zeit, die ich ansonsten zum Lesen genutzt hätte, nun für Hörbücher. Gerade auf dem Weg zur Uni musste ich oftmals aufpassen, nicht laut loszulachen, zu grinsen, oder die Augenbrauen hochzuziehen, denn das hätte ohne Buch in der Hand womöglich zu komischen Fragen und einer schrägen Augenbraue geführt. Vielleicht hätten sie mich auch direkt einweisen lassen, man weiß es nicht.
Tatsächlich bin ich durch die Hörbücher, deren Foto ja auch bei manchem Handy so auf dem Display angezeigt wird, wenn man die App zu Audible öffnet, mit anderen Fahrgästen ins Gespräch gekommen. Oftmals waren es Kommentare wie: Mensch, das Buch muss ja gut sein, wenn Sie so grinsen müssen und gleichzeitig gucken, als wäre jemand ermordet worden (womit sie bei Nevernight nicht ganz Unrecht hat…).

Ich hatte wieder Spaß am Lesen

Zwar nicht so, wie man sich das vorstellt mit Buch in der Hand, sondern eben mit Hörbuch, aber ich hatte Spaß an den Büchern und langsam das Gefühl, dass ich auf diese Weise bald wieder zu Büchern würde greifen können und das mit Konzentration bei der Sache.
Gerade die beiden oben genannten Hörbücher vergingen wie im Flug, trotz der Länge des Vorlesens. Ich hatte endlich wieder das Gefühl, etwas zu schaffen und nicht nach zwei Seiten das Buch zur Seite legen zu müssen, weil ich Sätze mangels Konzentration 10x habe lesen müssen. Gerade wenn ich Aufträge für das Gewerbe abarbeite, habe ich gemerkt, dass ich mich besser und länger bei der Sache halten kann, wenn ich Hörbücher höre. Ich möchte dann wissen wie es weitergeht und mache ich den PC aus, beende ich damit ja zu diesem Zeitpunkt auch das Hörbuch. Also schlug ich zwei Fliegen mit einer Klappe. Meine Lesestatistik und vor allem meine Leselaune verbesserte sich ganz ohne mein Zutun, da ich einfach meine Liebe zu Hörbüchern wieder entdeckt habe.

Außerdem möchte ich euch noch etwas zeigen: Können wir uns ein Mal dieses Hörbuch-Cover von Harry Potter angucken?

Ich meine, ich höre Rufus Beck sehr gerne gerade Abends nach dem Lernen zu, weil seine Stimme nicht nur den Kopf, sondern auch einfach die Seele entspannt. Er liest Harry Potter so unfassbar gut vor, da könnte er auch ein Kochbuch vorlesen, ich würde es hören.
Aber dieses Cover des Hörbuches ist einfach schön. Ich weiß, es trifft nicht jedermanns Geschmack, aber als ich die gesehen habe, musste ich einfach zuschlagen. Ja, auch Hörbücher können Coverkäufe sein.

Gerade Hörbücher retten mir in der Lernphase immer den Kopf, anders kann man es nicht ausdrücken. Ich schalte super gerne damit ab, ohne mich selber stark konzentrieren zu müssen und lese durch den Sprecher trotzdem hunderte von Seiten und das beflügelt gerade in der derzeitigen Phase.

Außerdem gibt es weitere Pluspunkte

Ich habe gemerkt, dass durch das Hören von Nevernight viel mehr Details bei mir hängengeblieben sind. Habe die ganze Handlung irgendwie intensiver wahrgenommen, da ich mich nicht auf das Lesen, sondern zuhören konzentrieren konnte. Ich bin zwar ein sehr visueller Mensch und lerne, wenn ich etwas sehe, nehme Handlungen und Zusammenhänge am ehesten durch das Hören auf. Gerade für jemanden wie mich sind Hörbücher dann die ideale Lösung.

Außerdem ist meine Tasche nicht mehr so schwer, da ich derzeit alle Hörbücher über die App Audible höre. Alles an einem Fleck und keine zwei Bücher, die ich zusätzlich zu den Uni-Büchern mitschleppen muss.

Ich schaffe es trotz der Leseflaute Bücher zu lesen und habe wieder das Gefühl, Bücher von der Liste streichen zu können, was ich vorher nicht hatte. Es sorgt für ein befreiendes Gefühl, endlich wieder ein Mal ein paar Seiten geschafft zu haben und nicht von 700 Seiten erschlagen zu werden, denn gerade Nevernight ist ein wirklicher Schinken und kann ziemlich abschreckend sein, wenn man 50 Seiten gelesen hat, total stolz ist und dann merkt, dass das im Verhältnis zum Buch wirklich gar nichts war. Ich trete endlich nicht mehr auf der Stelle und bekomme wieder Lust, auch ein Mal selber wieder nach den Büchern zu greifen.

Hörbücher ermöglichen ein Abtauchen in fremde Welten, egal an welchem Ort man ist. Ich habe manchmal das Problem, dass, wenn zu viel um mich herum los ist, wenn Kinder schreien, der Typ hinter mir auch noch zu laut kaut und irgendwo jemand ständig die Nase hochzieht, mir die Konzentration zum Lesen abhanden. Mit Hörbüchern kann ich das ganz einfach umgehen. Stöpsel in die Ohren (ja, meine letzten Kopfhörer habe ich beim Sport kaputt bekommen… bin einfach hängengeblieben) und ich höre rein gar nichts mehr von dem, was mich ansonsten nerven würde. Generell sorgen Hörbücher bei mir für einen größeren Fokus auf das, was ich gerade tue. Sei es beim Aufträge abarbeiten oder auf dem Weg zur Uni. Ich fühle mich weniger gestresst, da ich weniger Randgeräusche habe und zum Teil kann ich mich wirklich gut dabei entspannen. Auch an öffentlichen Orten.

Hörbücher helfen beim Entspannen. Manchmal liege ich nach dem Lernen einfach tot wie eine Flunder auf dem Bett und habe das Bedürfnis, gar nichts zu machen. Lesen? Zu anstrengend. Serien? Fernbedienung ist zu weit weg. Also: Handy raus, Hörbuch an, Welt aus und einfach für ein paar Minuten wieder Kraft tanken und vielleicht sogar in den Halbschlaf fallen. Das klappt bei mir gerade bei Hörbüchern, die ich auswendig kenne sehr gut. Harry Potter ist das beste Beispiel dafür.

Außerdem ziehe ich sehr viele Inspirationen zu Bildern und Covern aus Büchern. Umso praktischer also, dass ich nun einfach nebenbei meine Kreativität ausleben kann. Vor allem ist ein Hörbuch wesentlich praktischer als ein Buch, wenn es um das parallele Mitschreiben von Ideen geht – ja, ich muss mir so etwas immer aufschreiben aus Angst, nachher etwas zu vergessen. Dementsprechend: Kurz Pause gedrückt, aufgeschrieben, weiter gehört. Ich musste kein Lesezeichen setzen, keine Zeile suchen und wenn ich etwas verpasst haben sollte, kann ich zurückspulen und die Stimmung ein weiteres Mal auf mich wirken lassen, da ich aus Hörbüchern wesentlich mehr von der Atmosphäre mitnehme, es intensiver erlebe und einfach meine Ideen direkt in die Tat umsetzen kann.

Wenn die Konzentration mal fehlt, ist das gar nicht so schlimm. Wir wären erstaunt, wie viel wir doch mitbekommen, auch wenn wir in einer Vorlesung mal nicht 100% bei der Sache sind. Genau das Gleiche bei Hörbüchern. Fünf Minuten mal nicht aufgepasst? Einfach wieder einsteigen oder, sollte der Hä-Effekt einsetzen, einfach zu der Stelle zurückspringen, wo man noch aufgepasst hat.

Ich lasse mir zum Einschlafen tatsächlich gerne vorlesen, scheint noch aus der Kindheit hängengeblieben zu sein. Ich lese super gerne selber, aber mir vorlesen zu lassen, das ist ein ganz andere Gefühl. Ich kann mich vollends entspannen und mich einfach darauf konzentrieren, meine Gedanken abschweifen lassen und Bilder in meinem Kopf zeichnen. Das klingt im ersten Moment kitschig, aber wie oft nehmen wir uns wirklich die Zeit, mal nichts zu tun, auf uns zu hören und uns nicht mit 10 Dingen gleichzeitig zu beschäftigen? Viel zu selten. Durch die Hörbücher konnte ich mir diese Zeit auch ein Mal einfach nehmen.

Das Praktische an Audible

Ich habe schon einige Anbieter durchprobiert und doch hatte ich oft das Problem, dass ich mir selber oftmals merken musste, bei welcher Stelle ich angehalten habe. Bei Audible habe ich neben der Kapitelauswahl auch eine Lesezeichenfunktion und DANKE, so muss ich mir wirklich nichts mehr merken und kann auf dem Weg zur Uni, sollte ich mal wieder zu spät dran sein, da der Zug Verspätung hatte, einfach die App schließen und weiß dann nachher trotzdem wo ich aufgehört habe, ohne lange suchen zu müssen.

Audible bietet einen kostenlosen Probemonat und auch danach kann man sich ein Hörbuch im Monat aussuchen, zum kostenlosen runterladen. Da ich Hörbücher nicht 24/7 höre, ist gerade das besonders attraktiv für mich gewesen. Darüber hinaus ist es mit Amazon verbunden und Hörbücher, die ich so bestelle, kann ich also direkt in der App hören. Zum Teil gibt es auch echt gute Angebote und ich habe so schon den einen oder anderen Geheimtipp beim Stöbern entdeckt. Gefühlt gibt es dort alles, was das Herz begehrt. Von neuen Büchern, bis alten dicken Wälzern. So zum Beispiel auch die drei ??? und ihr wisst gar nicht, wie sehr ich mich gefreut habe.

 

Weitere interessante Beiträge zum Thema Hörbücher und wieso sie so nützlich sind, findet ihr unter anderem bei Ivy von Ivy Booknerd  oder auch Anna von Passion 4 Books  zum Thema wie ich das richtige Hörbuch für mich finde.

 

Natürlich gab es in der Zeit auch Bücher, die ich gelesen habe und mich begeistern konnten. Trotz allem schätze ich, dass Hörbücher einen Großteil dazu beigetragen haben, dass ich wieder das Gefühl habe, mit gutem Gewissen nach Büchern greifen und ihnen gerecht werden zu können. Denn nichts ist blöder, als ein wundervolles Buch mit toller Geschichte einfach zu lesen, ohne sich wirklich darauf konzentrieren zu können. So wird man weder Buch noch Geschichte wirklich gerecht.

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Fotos: Anna Hein //Schrift: Foxtrail

Cover: Audible & der Verlag/Anbieter des Hörbuches

2 Kommentare

  1. Ivy

    12. Juni 2018 at 7:27 pm

    Liebe Anna,

    ein wirklich sehr schöner Artikel. Ich kann dich da wirklich voll und ganz verstehen, unter der Woche z. B. lese ich kaum bis gar nicht mehr. Mit Arbeit, Schule, Sport etc. fehlt mir meist die Zeit und abends auch einfach die Lust. Dann kommt man nach Hause, isst was, geht Duschen und dann ist es auf einmal schon 21 Uhr und die Augen fallen zu … oder man hat noch Hausaufgaben zu machen, was natürlich vor geht. Ich lese eigentlich nur noch an den Wochenenden, weil mir anders die Zeit fehlt.

    Als ich dann kürzlich auch die Hörbücher für mich entdeckt habe, war ich überglücklich, denn so muss ich das Lesen unter der Woche nicht ganz an den Nagel hängen, sondern kann mich beim Autofahren oder beim Sport berieseln lassen und das ist nicht nur entspannend, sondern macht auch große Freude <3

    Ein wirklich toller Beitrag!

    Liebste Grüße
    Ivy

  2. Christl

    18. Juni 2018 at 4:52 pm

    Ich weiss nicht ob ich dir das schon mal geschrieben hatte, aber ich find Harry Potter gelesen von Manteufel viel viel VIEL besser und spannender und fesselnder!
    Ich bin jetzt auch ein totaler Fan von diesen Kindle eBooks mit vorlese /weiterlese Funktion. Das ist echt genial wenn du halt dein eBook liest, und dann aber kurz etwas machen musst (essen oder andere solch lästiger Tätigkeiten) und du dann einfach auf VORLESEN klickst, und dann gehts einfach als Hörbuch weiter, bis man selbst wieder lesen kann. AWESOME. Aber ich bin mir noch nicht sicher ob ich dafür das eBook direkt bei Kindle kaufen muss und auch das Audible Hörbuch dazu… Ich hatte es jetzt einfach mal bei 2 Büchern dabei und bei einem wo ich aber über ne Freundin gelesen hatte… muss ich mich mal informieren!

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