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Mantikore | Spielbücher – Wir bauen uns einen Charakter

gefällt das.

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Hallo ihr,

nachdem ihr gestern bei Anna von Mehr als Worte gelesen habt was Spielbücher überhaupt sind, geht es bei mir heute um die Charaktererstellung. Wie wollen wir eine Geschichte spielen und Welten erforschen, wenn wir keinen Charakter haben?
Anhand des Spielbuches “Fabled Lands“. Allerdings der erste Teil von 3.

An dieser Stelle reiße ich Annas Thema noch ein Mal an. Spielbücher sind Bücher, bei denen der Leser selber aktiv beeinflusst wie die Geschichte weitergehen soll. Wichtig dabei: Diese Spielbücher sind die erweiterte Form von: Gehe links in den Wald oder rechts in das Schloss. Für diese Spielbücher benötigt ihr ein wenig mehr Zeit, ein bisschen Grips, Stift und Zettel, 2 Würfel mit 6 Augen (Keine Dungeons and Dragons Würfel) und dann kann es eigentlich auch schon los gehen.

Der Klappentext:

Das Schicksal HARKUNAs liegt in deiner Hand!
Ob als Krieger oder mächtiger Magier, ob als mysteriöser Wanderer oder als cleverer Schurke:
wähle deine Gestalt, wähle deine Waffen, wähle den Schauplatz und beginn dein Abenteuer!

KAMPF UM DAS KÖNIGREICH
Seit dem Tod des Königs herrscht im Reiche Sokara Krieg und Zerstörung. Werde zum Helden und hilf dem rechtmäßigen Erben den Thron zurückzuerobern!

DIE STADT AUS GOLD
Im Lande Golnir liegen ungeahnte Schätze verborgen. Durchforste den Wald der Verlassenen nach Gold, reise zu den Schürfern nach Goldfall und finde unglaubliche Kostbarkeiten! Die Schätze Golnirs warten auf dich!

Entdecke die einzigartige Fantasy-Spielbuch-Welt von FABLED LANDS!
Quelle: Mantikore Verlag

Spielbücher

Anders als die anderen habe ich ein Spielbuch, dass aus mehr als aus einem Band besteht. Wie ihr oben sehen könnt, ist Fabled Lands 1 ein Sammelband aus den beiden Geschichten “Kampf um das Königreich” und “Die Stadt aus Gold”. Mein Buch war dementsprechend “etwas” dicker und ja, man fühlt sich davon vielleicht auch ein wenig erschlagen. Das Besondere daran ist, dass man als Leser irgendwann an den Punkt kommt, wo man in die nächste Geschichte wechseln muss/kann. Man kann an der Stelle a) zurückblättern oder b) die weiteren Bände kaufen. Dementsprechend umfangreich ist dieses Buch auch. Ich glaube, um ein Mal die beiden Geschichten zu spielen, habe ich fast 2-3 Wochen gebraucht, weil man zwischendurch eben immer wieder an Orte kommt, die man schon kennt – auch das ist ganz normal.

Bevor ich aber weiter herumphilodophiere, soll es heute gar nicht so genau um meine Geschichte gehen – das könnt ihr in den folgenden Teilen der anderen Mädels lesen, sondern um die Charaktererstellung. Einer der wohl wichtigsten Punkte.

Charaktererstellung

Schlagen wir das Buch auf, sehen wir unter anderem spielbare Charaktere. Also Figuren, die bereits vorgefertigt sind und euch quasi direkt spielbereit machen. Aber das wäre ja irgendwie auch zu einfach oder? Wir wollen unseren eigenen Charakter entwerfen. Dafür habt ihr direkt vorne im Buch ein Aktionsblatt – Dieses solltet ihr, wenn möglich, nur mit Bleistift beschreiben, oder direkt ein eigenes Blatt daneben legen, so erspart ihr euch unnötiges hin und her geblätter.

Tragen wir also erst einmal einen Namen ein. “Fuchsias von Drudenthal”…. ich fand mich sehr kreativ. Wie aber geht es weiter? Muss ich googlen oder alles irgendwie zusammenraten? Nein. Mantrikore hat in jedem seiner Spielbücher nach dem Aktionsblatt eine Erklärung wie ihr anfangt. Welche Fähigkeiten ihr in diesem Buch habt, mit welcher Stufe ihr anfangt, was ihr benötigt und welchen Beruf ihr haben könnt, denn nachdem richten sich eure Anfangswerte.

In “Fabled Lands” könnt ihr Priester, Magier, Schurke, Barde, Krieger oder Wanderer sein. Ich habe mich schwer getan zwischen Schurke und Magier. Letzten Endes ist es aber der Magier geworden und dementsprechend habe ich dann meine Zahlen der Fähigkeiten eingetragen. Hier waren das Charisma, Kampfkraft, Zauberkraft, Heiligkeit, Naturwissen und Diebeskunst. Es erklärt sich vermutlich von selber, dass der Krieger eine recht hohe Zahl bei der Kampfkraft besitzt, während der Priester dort eher geringer ist, dafür aber eine höhere Heiligkeit besitzt. Die Stufe beginnt bei 1. … naja, was irgendwie zu erwarten war.

Anna von MehralsWorte (Greystar 1):

Ich starte recht geordnet und habe erst mal keinen Beruf zur Auswahl. Eigenschaften und Fertigkeiten musste ich mir erwürfeln bzw wählen. 

Sabrina von Tattoed Tree (Die Neuen Kai Krieger 01:): 

Ich konnte neben der Kampfstärke und Ausdauer meinen Namen festlegen, meine Disziplinen, die ich beherrsche (10 grundsätzliche plus 5 von 16 “Grossmeister-Disziplinen”), durfte mir Waffen aussuchen und meine Ausrüstung zusammenstellen, sowie meinen Geldbeutel füllen.

Juliana Fabula (Destiny Quest 1):

In meinem Buch gab es einen richtigen Charakterbogen in der ich festlegen konnte, welche Rüstung mein Held trägt, welche Waffen, welche Attribute er besitzt, wie viel Gold er bei sich trägt, Schmuck u.ä. also sehr ausführlich, was ich ziemlich cool fand, da mir bei Spielen wie Skyrim oder Monster Hunter World die Charaktererstellung auch immer sehr viel Spaß macht, wobei es da ja nur um das Aussehen geht und ich hier auch andere Entscheidungen treffen konnte und auch musste.

Marion von VALARAUCOS-BUCHSTABENMEER (Metal Heroes):

In meinem Buch gab es keinen wirklichen Charakterbogen. Es gab einen fertigen Charakter, dessen Fähigkeiten man im Laufe des Buches unterschiedlich ausbauen konnte. Dadurch das es keinen Bogen gab, konnte man natürlich nur Sänger der Band werden, um die es ging. Es gab allerdings die Möglichkeit, verschiedene Lieder zu lernen, die man zu bestimmten Gelegenheiten vortragen konnte. Die Idee fand ich ziemlich gut. Bei der Auswahl der Lieder die ich lernen möchte, bin ich hauptsächlich nach dem Gefühl gegangen. Ich hab nicht gespickt und habe frei von der Leber weg etwas ausgesucht.

Svenja von Buechertraum (Die Welt der 1000 Abenteuer 02):

Bei mir gab es einen fertigen Charakter, den man durch die Geschichte begleitet. Allerdings entwickelte er sich natürlich von Spiel zu Spiel unterschiedlich so das man immer Unterschiede erkennt. Dadurch das das Buch für Kinder gemacht wurde, hätte man am Anfang keine allzu große Auswahl. Der Charakterbogen wurde auf ein Minimum reduziert, so das es gerade für Kinder greifbarer und verständlicher ist.

Sind wir jetzt bereit?

Jaein.

Angriff und Verteidigung, Lebenskraft

Wir wissen ja noch nicht wie wir wirklich spielen. Klar, wir erwürfeln irgendwas irgendwie, aber hä? Wieso denn? Ich dachte wir laufen, kämpfen fertig. Naja, ganz so einfach ist es dann doch nicht. Angriff und Verteidigung so wie andere Fähigkeiten werden erwürfelt. Gerade deshalb sind die Zahlen der Charaktere so wichtig.

Meine Verteidigung ergibt sich hier aus:
Meine Kampfkraft + meine Stufe + Bonus der Rüstung, wenn ich nicht nackt herumlaufe oder Lumpen trage. Diesen Wert tragt ihr ebenfalls ein. Der wird nachher wichtig, solltet ihr angegriffen werden (…. sag bloß, ihr werft nicht mit Wattebällchen?)

Wie greife ich also an?
Wenn man dazu aufgefordert wird, würfelt man. Dieser Wert wird dann  der eigenen Kampfkraft hinzugefügt und muss > als die Verteidigung des Gegners sein. Ansonsten verliert man diesen Kampf. Ist man übrigens tot, fängt man von vorne an. Ist das nicht SCHÖN?… ich bin zu Beginn direkt 5x gestorben. War richtig SCHÖN und gar nicht frustrierend oder so, nicht vom Fleck zu kommen… nein. Aber ich hatte den Dreh irgendwann raus :D… früher oder später.

Lebenskraft:
Die war tatsächlich vorgegeben und man beginnt bei 9.  Dieser Wert kann nie unter 0 sinken. Toter als tot ist auch hier nicht möglich.

Fazit

Ihr seht also, so schwer ist es eigentlich gar nicht, sich einen Charakter zu erstellen. Darüber hinaus könnt ihr auch Dinge bei euch tragen, Fähigkeiten einsetzen, die ebenfalls erwürfelt + die Zhal der Fähigkeit werden und Geld habt ihr natürlich auch.
Besonders gelungen finde ich hier, dass Mantikore wirklich alles von A bis Z für jeden erklärt. Nach den Charakteren befand sich bei mir ein 1×1 an Fragen, die wirklich alles beantwortet haben und dann kann es auch schon losgehen. Hier geht es also weniger darum, dass man “schlechte” Charaktere erstellen kann und mehr, sich frei zu erfinden. Es gibt keine überpowerten Figuren, es kann nur sein, dass ihr mit manchen Figuren an andere Orte kommt, je nach Beruf. Manche Gebiete sind nur als Wanderer betretbar oder ihr habt Vorteile, wenn ihr ein Schurke seid. Auf der anderen Seite gibt es viele Vor- und Nachteile bei jedem Charakter. Keiner ist wirklich over powered.

Das sagen die Mädels:

Sabrina von TattoedTree:

Ich gebe ja zu, ich war beim ersten Versuch ziemlich planlos und habe die Fähigkeiten gewählt, die für mich gut klangen. Ziemlich schnell musste ich jedoch feststellen, dass ich eine Fähigkeit auf jeden Fall hätte nehmen sollen: Jagen, denn damit kann ich mir immer Mahlzeiten besorgen. So habe ich bei meinem ersten Versuch immer Ausdauerpunkte verloren, was nicht gut war. Außerdem wäre Wahrsagen manches mal angebracht gewesen und hätte mir geholfen, ebenso wie Tierbeherrschung. 

Anna von MehralsWorte:

Man sollte zu erst alle Eigenschaften erspielen die es so gibt und darauf aufbauen, dann hat man einen recht starken Charakter!

Juliana Fabula:

Da man sich im Laufe der Geschichte auch verbessern konnte, habe ich ihn nicht so overpowered gemacht, sondern ihm auch ein paar Schwächen gegeben, in der Hoffnung, damit das Spiel ein wenig zu beeinflussen :D

Svenja von Buechertraum:

Wie ich mich entschieden habe ist eigentlich ganz einfach zu erklären. Ich habe mich einfach aus dem Bauch heraus entschieden. Da ich zu lange überlegen bei diesen Büchern nicht ganz optimal finde.

Ihr seht, je nachdem welche Story und welches Buch man spielt, gibt es ganz unterschiedliche Charaktergestaltungen. Einige, wie ich, können sich frei entfalten, aber nicht komplett frei die Zahlen wählen, bei anderen wie Juliana ist genau das möglich.
Andere wiederum können so etwas gar nicht machen.

Tourplan

MehralsWorte | Fuchsias Weltenecho | TattoedTree | JulianaFabula | VALARAUCOS-BUCHSTABENMEER | Buechertraum

Nachweise:

Freepik
Freepik
Freepik
Pixabay
Pixabay

3 Kommentare

  1. karin

    1. November 2018 at 5:57 pm

    Hallo und guten Tag,
    hm, dass unterscheidet sich aber schon sehr von den Büchern für Kids aus dem Ravensburger-Verlagdie ich kenne….
    Da wird man da echt gefordert …kommt mir alles etwas arg kompliziert vor oder?

    LG..Karin..

    1. AnnaFuchsia

      20. November 2018 at 11:57 am

      Hallo Karin,
      Ich glaube das liegt derzeit daran, dass man es nicht vor Augen hat. Eigentlich nicht komplizierter als jedes Rollenspiel, das man so als Pen and Paper spielt. Anders als am PC muss man halt Buch führen welche Stufe man ist usw. Weil eben genau dein Charakter, je nach Wahl der Waffen oder Magie, eben andere Handlungsmöglichkeiten hat :)
      Für Kids ist es ja tatsächlich die einfachste Variante.
      Wobei Mantikore auch Spielbücher hat, bei denen du keinen Charakter erstellen musst, wie einige der Mädels oben ja gezeigt haben :) Das kommt wohl eher als Zwischenstufe gut ran.
      Meines ist eher etwas für die, die wirklich gerne Pen and Paper spielen oder etwas länger bei den Spielbüchern dabei sind. Als Anfänger muss man wohl wirklich Interesse haben, um sich da durchzuwurschteln. Als direkter Srpung ins kalte Wasser gut geeignet :D

      Liebe Grüße,
      Anna

  2. Mantikore Spielbücher - Der Einstieg und die ersten Erfahrungen - Tattooed Tree

    2. November 2018 at 8:40 am

    […] Du willst mehr darüber wissen? Dann lies weiter bei Fuchsias Weltenecho. […]

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