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Harry Potter & Ich – Warum man Harry Potter unbedingt kennen sollte

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Und mit kennen meine ich auch lesen, gucken, hören. Wie es einem passt. In diesem Beitrag möchte sich mein Fangirl Herz ein wenig über Harry Potter austoben, denn ich bin nicht nur damit groß geworden, sondern mit hat diese Geschichte so unfassbar viel gegeben.

All das möchte ich in diesem Beitrag aufzeigen, denn anlässlich der 20 Jahre Harry Potter, hat Carlsen neue Cover* für die Geschichte fertigen lassen und was soll ich sagen? Zu Beginn war ich nicht wirklich angetan, aber was dann passierte, könnt ihr hier selber nachlesen.

Harry Potter erzählt eine Geschichte des Älter werdens, denn…

auch wenn es primär um die Geschichte eines jungen Zauberers geht, der wirklich in jedem neunen Schuljahr andere Abenteuer und Gefahren erlebt, ist Harry Potter auch irgendwie…real. Es erzählt die Geschichten eines Kindes zum jungen Erwachsenen. Seine Entwicklungen, seinen Heldenmut aber auch seine Fehler. Eine Geschichte, die mehr als nur mit der Handlung berührt und einen das Gefühl von: Alles ist möglich vermittelt. Eine Geschichte, die auch gesellschaftliche Themen auf gewisse Weise anspricht und Werte vermittelt. Eine Geschichte die von Veränderung geprägt ist und nicht nur durch die Handlungen eines Einzelnen.

Harry Potter ist Kindheit, denn …

so blöd das auch klingt, ich bin damit groß geworden. Ich habe die Bücher vorgelesen bekommen, sie irgendwann selber gelesen und die Filme mit Erscheinen gesehen. In jedem Film musste Papa mitkommen, auch wenn er nicht der größte Harry Potter Fan ist (SHAME xD). Auch die Bücher mussten immer zum Erscheintermin gekauft werden, auch wenn ich selber nie draußen stand, weil es zu voll und oftmals auch zu kalt war. Ich habe die Hörbücher von Rufus Beck tot gehört, bis die CDs anfingen zu hängen, bis die Kassetten sich nicht mehr aufziehen ließen.
Ich weiß noch, dass ich nach Teil 2 aus dem Kino kam, abends im Bett lag und in den Schatten immer den Basilisken gesehen habe – (zu) viel Fantasy hatte ich schon damals. Harry Potter ist für mich immer ein Teil meiner Kindheit gewesen, bis ich mit 11 vergeblich auf meinen Brief gewartet habe. Voldemort ist schuld. Ganz sicher…

Harry Potter hat Zukunft, weil …

Harry Potter für jedes Alter etwas ist und sogar neue Bücher und Filme auch 20 Jahre später noch erscheinen. Sogar neue Editionen. Harry Potter wird nie langweilig. Sogar heute im Kino ist mir aufgefallen, dass es ein Easter Egg im dritten Teil gibt (Text markieren, ist in weiß geschrieben für mögliche Spoiler). Newts Name taucht auf der Karte des Rumtreibers auf und zwar als Fred und George Harry die Karte zum ersten Mal zeigen. All das soll wohl in den FIlmen rund um Newt und Grindelwald aufgeklärt werden. Allein deshalb wird Harry Potter niemals langweilig. Es gibt immer wieder neue Details zu entdecken, sogar wenn man es allzu oft gesehen hat.
Allein weil Harry Potter noch immer weiter gelebt und verfilmt wird, weil neue Bücher erscheinen, wird immer ein Teil von uns in Hogwarts bleiben. Harry Potter ist nachhaltig. Harry Potter bewegt auf seine Art und Wiese, denn auch die Stimmung ist absolut einzigartig.

Harry Potter ermöglicht uns ein Leben voller Magie, voller Abtauchen in die Welt der Hexen und Zauberer, in das kurze Vergessen eigener Belange. Oftmals taucht man daraus wieder auf und hat das Gefühl, alles bewältigen zu können, denn dort wo Dunkelheit ist, gibt es auch Licht. Ein Buch, dass Hoffnung spendet und ein Gefühl von Freundschaft gibt.
Allein aus diesem Grund kann man Harry Potter auch immer wieder sehen, lesen, hören. Es gibt einem das Gefühl, nach Hause zu kommen.

Harry Potter hat Zukunft. Nicht zuletzt weil die Filme es immer wieder ermöglichen, neu in die Geschichte Hogwarts einzutauchen. Nicht zuletzt, weil die Filme derzeit wieder in ausgewählten Kinos gezeigt werden.

Auch gibt es immer wieder neunen Merch wie die Funkos, die mich Harry Potter immer wieder neu erleben lassen. Die mich in Erinnerungen schwelgen lassen und ich jedes Mal das Bedürfnis habe, nach neuem Merch oder Kinobesuchen, Harry Potter zu lesen und zu hören.

Harry Potter vermittelt Tiefe und Wesenszüge, nach denen es sich zu streben lohnt.

Ja, das klingt kitschig, aber ich finde, man kann aus der ganzen Storys so unfassbar viel mitnehmen. Jede Figur vermittelt auf seine Art Werte. Jede Figur bietet auf seine Art Möglichkeiten, sich mit ihr zu identifizieren. Hermine hat mir damals durch einige Zeiten geholfen. Harry war immer der Typ Mensch, der mir gezeigt hat, dass man auf Freunde zählen kann, dass es sich immer zu kämpfen lohnt und man Fehler manchmal machen muss, um am Ende etwas großartiges zu bewirken.
Hermine war wohl die coolste Streberin ever und hat genau diesen Ruf in meinen Augen zu etwas Besserem gemacht, in dem J.K. Rowling es verstand, mit diesem Klischee zu spielen. Auch Ron möchte ich nicht unerwähnt lasen, auch wenn er nicht mein Liebling ist. Jemand, der aus einer Großfamilie stammt und den man einfach aufgrund seiner goldigen und ab und an auch ängstlichen Art ins Herz schließen muss und eindeutig den Humor in diese Geschichte bringt. Und auch die Lehrer zeigten auf ihre Art und Weise Wesenszüge und Dinge, die mir Weitsicht schenkten und mich Erfahrungen machen ließen, die ich so niemals gemacht hätte. Lupin zum Beispiel, wer hätte nicht so einen coolen Lehrer haben wollen? Oder auch Umbridge. Eine solche Lehrerin/solchen Lehrer kennt wohl jeder von uns.
Ganz zu schweigen von Dumbledore. Einer meiner absoluten High Lights. Für mich einer der vielschichtigsten Charaktere, mit einer Geschichte, die ich damals wie heute nur zu gern erfahren würde – Dank Phantastische Tierwesen nun auch kein Problem. Er zeigt uns, dass Menschen Fehler machen und Fehler menschlich sind. Das Wichtigste ist aber, sich das einzugestehen und weitsichtiger zu denken, als man es eigentlich tun würde. Für mich war Dumbledore der coole Großvater.

Harry Potter inspiriert durch …

seine absolut fantastische Welt. Jeder, der zum ersten Mal in Harry Potter (egal auf welche Weise) eintaucht, wird von dieser Wortgewalt und dem World Building in den Bann gezogen. Eine Welt voller Magie und Wesen, in der alles möglich erscheint.
Allein aufgrund der heutigen Stimmung des Filmes, habe ich schon wieder richtig Lust, Harry Potter zu lesen. Mich inspirieren zu lassen von den Handlungen und Charakteren, von der Welt und von der Gestaltung der Dinge in ihr.

Jedes Mal aufs Neue gehe ich mit neuen Ideen, neuen Erinnerungen und vor allem neuen Inspirationen aus Film und Buch. Heute weiß ich endlich, wie ich mein neues Tattoo gestalten möchte.
Heute ging ich mit einem Glücksgefühl aus dem dritten Teil. Mit einem Gefühl, alles schaffen zu können, wenn ich es nur möchte und das es okay ist, auch stolz auf seine Leistungen zu sein – Hermine und ihr Zeitumkehrer. In diesem Teil wurde ich tatsächlich durch die Handlung rund um Hermine inspiriert und auch um Lupin. Figuren, die einem ein warmes Gefühl im Bauch geben. Ein Gefühl von Zuversicht.

Harry Potter inspiriert auf mehr als nur eine Weise. Beim Hören nehme ich zum Beispiel Hogwarts und die Figuren viel intensiver wahr, weil Rufus Beck ihnen so viel Leben einhaucht. Im Film ist es die Stimmung und die Handlung. Im Buch, da ist es wohl die Kombination aus allem, die mich immer wieder in ihren Bann zieht und die Welt vor meinen Augen entstehen lässt.

Harry Potter entführt in …

fremde Welten, die auch den letzten Skeptiker umzustimmen vermögen, wenn man sich darauf einlässt.

Harry Potter entführt in eine Welt voller Abenteuter und unentdeckter Geheimnisse. Voller offener Fragen, auf die man in den Büchern so viel mehr Antwort erhält, als in den Filmen.

Harry Potter entführt in eine Welt voller Magie und Zauberer. Voller Möglichkeiten und Intrigen, voller Gefahren und Verluste. Die Handlung greift ehrlich und ohne zu verschönern Themen auf, die die Welt irgendwie schon seit je her beschäftigt hat und vermittelt auf seine Art und Weise inspirierende Wege, mit solchen Themen umzugehen. Allerdings ohne sich anzumaßen, dass dies der einzige Weg sei und zwingt einen förmlich dazu, sich mit der heutigen Zeit auseinander zu setzen.

Harry Potter entführt zum Teil auch auf eine Reise zu sich selber und zu seinen eigenen Wünschen und Ideen. Harry Potter kann zeigen, was wir uns selber wirklich wünschen und macht es für uns sichtbar, wenn man sich auf die Geschichte ein- und zulässt, dass man sich selber zu einem gewissen Grad reflektieren muss.

Harry Potter entführt in eine Welt, in der Magie seit jeher zu Hause ist. In der man sich wünscht, selber ein Teil davon zu sein.

Harry Potter ist lesenswert, weil …

es mit Klischees bricht.

Es zeigt einem auf eine ganz eigene Art und Weise, dass man mit dem Schubladendenken brechen muss, um wirklich hinter die Fassaden zu blicken. Es zeigt, dass der erste Eindruck immer täuschen kann und genau das macht Harry Potter so vielschichtig. Glaubt man, die Figuren zu kennen, gibt es spätestens in darauffolgenden Büchern Weiterentwicklungen und neue Eigenschaften zu entdecken. Figuren stagnieren nicht. Figuren entwickeln sich.
Und ich habe mich ein Mal mehr selber dabei erwischt, wie ich Figuren versuchte in bestimmte Schubladen zu stecken, nur um dann zu merken, dass das halt absolut nicht zu traf. Wieder ein Mal mehr wurde ich hier sogar bereits in jungen Jahren darauf aufmerksam gemacht. Wieder ein Mal mehr wurde ich darauf getrimmt, zu hinterfragen.

weil es Mehrwert hat.

Harry Potter lehrt, Harry Potter prägt und es macht nachdenklich. Es überzeugt nicht nur mit einer unfassbar magischen Gesichte, deren Figuren ein jeder von uns irgendwie schon kennt, zum Beispiel die Lehrer, sondern überzeugt auch mit Messages, die einfach nur berühren.

weil der Schreibstil einen umhaut:

J.K. Rowling besitzt eine Wortgewalt, die mich damals wie heute umgehauen hat. Sie beschreibt die Welt von Harry Potter so detailgetreu, ohne wirklich zu viel der Fantasy zu nehmen. Sie erschafft mit ihrer Art und Weise zu schreiben ganze Bilder im Kopf des Lesers, ermöglicht ein Abtauchen in fremde Welten und überall gibt es neue Dinge zu entdecken. Ich hatte tatsächlich das Gefühl, ein Teil dieser Welt zu sein.

weil es irgendwie immer noch Aktualität hat.

In meinen Augen ermöglicht Harry einen Zugang zur Politik. Ja, es klingt seltsam, aber die Thematik im Buch finde ich gerade in der derzeitigen Lage einfach unfassbar passend. Geschlossen gegen Voldemort ist etwas, was in der heutigen Zeit umso wichtiger finde Die Stimme erheben, laut werden und geschlossen eine Meinung vertreten. Was ich hier umso wichtiger finde: Nicht nur leere Worte zu sprechen, sondern auch real Dinge im Denken und Handeln zu verändern.
Und genau das vermittelt Harry Potter in meinen Augen so unfassbar gut. Es schult auf fantastische Weise das Gefühl für solche Thematiken. Sensibilisiert schon junge Leser und genau das finde ich so unfassbar wichtig und vor allem auch richtig.


Ihr seht also, man kann so einiges aus Harry Potter mitnehmen. Für mich ist es meine Kindheit, meine Jugend und irgendwie auch noch meine Gegenwart, da Harry Potter auch heute noch immer Teil dieser Welt ist. Ich sage nur Phantastische Tierwesen.
Es wird wohl immer ein Teil von mir sein…

Weitere Teile der Reihe:
Meine erste Begegnung mit Harry Potter
Was Harry Potter mir bedeutet

 

©
Fotos: Anna Hein
Cover: Carlsen Verlag

2 Kommentare

  1. Ivy

    9. September 2018 at 3:03 pm

    Liebe Anna, ein wirklich toller Beitrag. Ich muss gestehen, ich bin erst mit Anfang 20 so richtig in dieser Welt versunken. Ich hatte die Bücher zwar schon viel früher, meine Mutter hatte sie mir gekauft und mein Bruder war als Kind ein riesen Fan, aber mich konnte es nie so begeistern, vielleicht auch, weil ich damals die Liebe zum Lesen noch nicht so entdeckt hatte. Mich interessierte der Zauberlehrling einfach nie – heute bereue ich es ein bisschen, dass ich nicht damit aufgewachsen bin. Ich denke schon es ist ein riesen Unterschied, ob man die Bücher als Kind oder als Erwachsener liest. Diese kindliche Leichtigkeit und Naivität ist einfach nicht mehr vorhanden und es ist einfach schwieriger, sich als Erwachsener einfach so fallen zu lassen. Und dennoch kann ich mir Harry Potter aus meinem Leben einfach nicht mehr weg denken. Es hat mir so viele wundervolle Lesestunden beschert; meine ganze Familie hat immer zusammen die Filme geschaut. So unglaublich viele Erinnerungen hängen daran, selbst wenn ich an meinen Bruder zurückdenke, der in seinen jungen Jahren nachts unter der Bettdecke lag und mit Taschenlampe das Buch las. J. K. Rowling hat da wirklich etwas ganz Großes erschaffen, wofür wir ihr wohl ewig dankbar sein werden. Ich bin überzeugt davon, dass auch in 100 Jahren (falls es die Welt dann noch gibt haha) genauso verzaubert von Hogwarts sein werden, wie heute.
    Liebste Grüße
    Ivy

  2. Seele's Welt

    12. September 2018 at 8:00 am

    Liebe Anna,
    Ein wahnsinnig toller Beitrag! Ich bin zwar nicht so offen verrückt nach Harry Potter wie gefühlt alle anderen und Harry Potter war auch nicht der Grund, warum ich zu lesen angefangen habe, aber ich liebe die Geschichte trotzdem. Die Filme sind großartig und nach dem vierten Band musste meine Mutter die Bücher immer vorbestellen, haha! Allerdings hat sie sie dann immer vor mir gelesen, meh. Dein Beitrag beschreibt richtog toll, welche Faszination Harry Potter ausübt und was diese Geschichte so besonders macht.

    Liebe Grüße
    Denise

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