(Ver-)Bloggt

(Buch-)Blogger und Bezahlungen – Darf sie das?

gefällt das.

Ja, darf sie. Mein Beitrag lehnt ein wenig an Tinas Beitrag an. Ein Beitrag, der auch die Bezahlung von unserer Branche anspricht. Warum ich dazu jetzt auch einen Beitrag schreibe? Weil ich glaube, dass da echt großer Redebedarf besteht und ich durch den Livestream und Twitter einige Gedankengänge mit euch teilen möchte. Denn alles begann mit der einfachen Aussage „Es ist ja ein Hobby. Da investiert man immer Geld hinein.“ Und „Wenn Geld fließt, verliert der Blogger an Authentizität und Glaubwürdigkeit.“

Irgendwo zwischen diesen beiden Sätzen stecken meine Gedanken.

Was ist das eigentlich? Ein Hobby?

Jeder benutzt irgendwie dieses Wort. Reiten oder Fußball spielen ist mein Hobby. Lesen ist ein Hobby. Pflanzen züchten und keine Ahnung was für interessante Hobbies und Leidenschaften es gibt. Aber was ist das eigentlich?

Ein Hobby (deutscher Plural: Hobbys) ist eine Freizeitbeschäftigung, die der Ausübende freiwillig und regelmäßig betreibt, die dem eigenen Vergnügen oder der Entspannung dient und zum eigenen Selbstbild beiträgt, also einen Teil seiner Identität darstellt.

Quelle: Wikipedia

Weiterhin sagt Wikipedia auch: Dass die Grenzen zwischen Hobby und Beruf verschwimmen und die Menschen, die Aktivitäten oftmals nur als Hobby betreiben in Punkto Wissen und Fähigkeiten mit Fachkräften mithalten können

Natürlich ist es erstmal so, dass ein Hobby Geld kostet. Wir bezahlen Geld dafür, dass wir reiten dürfen oder ein eigenes Pferd besitzen. Wir zahlen Geld für das Sportstudio oder Geld für Fußball. Der Nutzen liegt aber häufig bei uns.

Lesen – ein Hobby, das jeder von uns hat. Ich kaufe das Buch, ich lese es, ich genieße es.

Am Anfang meiner Bloggerzeit hätte ich gelacht und gesagt: Bloggen? Das ist wirklich ein Hobby. Ich habe Spaß an dem, was ich mache, Rezensionsexemplare sind doch Bezahlung genug. Das wäre mein naives Ich gewesen, das dachte, verwackelte Handyfotos und ein (zugegeben sehr hässlicher) Holzboden würde ausreichen, damit Leute mich wahrnehmen. Vielleicht noch ein paar witzige Sprüche, ein paar Rezensionen und es liefe von allein…

Fakt ist: Einen Social Media Kanal kann jeder eröffnen. Es ist so einfach wie nie.
Sich zu integrieren steht dann auf einem anderen Blatt. Individualität, Mehrwert, ein Alleinstellungsmerkmal. Aktivität. All das zeichnet diese Medienwelt einfach aus.

Ich habe freiwillig mit allem begonnen. Habe angefangen mich mit der Buchfotografie zu beschäftigen, in Equipment investiert, Lizenzen für Fotos gekauft (Legalität usw). Ich habe neue Hintergründe besorgt, ausprobiert und bin stolzer Besitzer von 4 Mini Backdrops, 4 unterschiedlichen Tapeten und einigen Holzunterlagen…. Die ich allesamt nicht mehr benutze. Ich habe es sogar mit weißem Kunstfell probiert und womit mache ich jetzt Fotos? Mit einem 1 Euro Schal, Paketschnur, alten Büchern und einem weißen Laken. Hobbies eben. Pferde kosten. Fußball Klamotten kosten.

Der Nutzen? Liegt bei mir.

Aber ist es das noch? Ein Hobby?

Und dies ist die Frage, die ich mir seit 2017 stelle. Ich habe mein Gewerbe für das Design und den Blog angemeldet, weil ich für Cover und Aufträge dieser Art bezahlt werde. Weil Leute bereit sind, für diese Marketingsachen Geld auszugeben, weil sie meine Arbeit und die damit verbundene Zeit schätzen.

Seitdem ich mein Gewerbe habe, ist alles professioneller geworden. Mein Social Media Auftritt, mein Zeitmanagement, meine Organisation und meine Kundenorientierung.

Vorher habe ich vieles kostenlos gemacht und dadurch natürlich auch sagen können: Sorry, verschiebt sich um ein paar Tage, muss ein paar Prüfungen schreiben. Seitdem ich Geld nehme, habe ich auch klare Abgabefristen, weil die Leute das erwarten. Sie geben den Auftrag, äußern Vorstellungen, geben das Geld und erwarten gute Arbeit à Wie bei jedem Arbeitgeber/-nehmer eben auch.

Für mich hat auch das alles als Hobby begonnen. Und irgendwann kam ich an den Punkt der Belastungsgrenze und entschied: Jeder andere Designer oder Künstler nimmt auch Geld, warum nicht du auch? Was soll schief gehen außer, dass die Leute deine Cover nicht wollen?
Ich hatte Spaß an dem, was ich tat und das ist bis heute so. Ein Geben und Nehmen.

Das gilt auch für den Blog. Es begann alles als Hobby. Ich hatte Spaß an dem, was ich machte und freute mich über jede Kooperation, über jeden Verlag/Autor/in/Unternehmen, das mit mir zusammenarbeiten wollte. Doch immer häufiger gingen Erwartungen damit einher, die das Geben und Nehmen bedeutend überschritten.

Von einem klassischen Hobby kann hier, finde ich, nicht unbedingt mehr gesprochen werden. Kann ich mit einem Hobby einfach aufhören? Ja. Sobald man aber Rezensionsexemplare bekommen hat oder noch laufende Aktionen da sind, geht man in gewisser Weise auch eine Art der Verpflichtung ein, die Anforderungen (also Rezension oder Beitrag) zu erfüllen. Ein: Ich bin mal weg, ciao, funktioniert in meinem Fall zum Beispiel schon lange nicht mehr.
Ich habe einen Blog mit einem jährlichen Vertrag, ich habe Adobe, ebenfalls ein jährlicher Vertrag, der durch vorzeitige Kündigung auch wieder mehr kosten würde. Ich habe offene Aktionen und Rezensionen…. Einfach so mal eben verschwinden geht also nicht mehr. Die Freiwilligkeit hinter allem, habe ich also eher in einem schleichenden Prozess, vielleicht auch ganz unbewusst durch die Rezensionsexemplare, aufgegeben, weil es ja Spaß machte. Und durch den Spaß nahm man vieles vielleicht auch gar nicht so als Arbeit wahr…

Ich hatte Spaß an den Aktionen, habe selbst welche organisiert, doch irgendwann ist es passiert. Es wurde irgendwie selbstverständlich.

Die Selbstverständlichkeit

Ich habe meine Nische mit dem Design und den Büchern gefunden. Ich investiere Zeit und echtes Geld in meine Fotos, weil ich Spaß daran hatte und habe und doch ist genau das so selbstverständlich geworden.

„Du bekommst von uns das Buch/den Ring/sonstige Sachen. Wir wollen innerhalb Zeitraum xx dann 3 Postings, 1 Beitrag und eine Story. Verlinke uns bitte, weiße auf den Verlag/Shop hin, teile die und die Aktion.“

Rep sein: „Du bekommst 3 Kerzen/ 1 monatliche Box oder oder oder. Und dafür teilst du dann bitte alle Aktionen, alle Rabatte, machst 2-3 Fotos die Woche und weist auf den Shop hin.“

„Wir planen die und die Aktion. 3 Wochen, 3 Fotos. Am besten Bearbeitungen. Du bekommst das Buch.“

„Sei doch dankbar dafür, dass du Buch/Ebook erhältst.“

Oder auch: Unangefragte Leseexemplare und Bloggerpakete, die mit gewissen Erwartungen und Wünschen verknüpft sind –> Poste bitte ein Beitrag, ein Foto oder setze schön in Szene. Manchmal auch ein –> Wir würden uns freuen, wenn..

Jeder, der tiefer in dieser Materie steckt, sich verbessern möchte oder ähnliches, wird nachvollziehen können, wie viel Arbeit hinter allem steckt. Fotos machen, Equipment kaufen/haben, Deko und Hintergründe haben und kaufen, Bücher inszenieren. Soll es was bearbeitetes sein? Lizenzen kaufen, Bearbeitungszeit. Aktionen planen. Postings planen, Beiträge schreiben, Fotos dazu machen, Zeitmanagement, Bücher lesen (ganz wichtig übrigens, wie will man sonst was dazu sagen können?) und das oftmals in einem eng abgesteckten Raum.

Klingt erstmal nicht viel? Die Reichweite und die Followeranzahl kommt auch nicht von irgendwo her. Hinter all dem steckt Arbeit, auch wenn es vorne rum immer so easy peasy aussieht. In welcher Relation stehen inzwischen fast 20 h Arbeit parallel zum Vollzeitjob und Gewerbe, zu einem Buch? Zu 20 Euro? Früher hieß es noch: Wir schicken dir das Buch zu, du schreibst ne Rezension that´s it. Seitdem Social Media auf dem Vormarsch ist und immer mehr Leute diesen Mehrwert erkennen, sind die „Bedingungen“ weiter angestiegen.

Natürlich müssen wir das nicht machen. Kooperationen und Rezensionsexemplare können abgelehnt werden (aber wenn ich ehrlich bin, ist dies aktuell mitunter der einzige finanzielle Vorteil, den ich hier ziehen kann, dazu unten mehr…). Es gibt ja auch andere Blogger, die das dann einfach machen können. Wir sind ersetzbar geworden bei der Masse an Influencern. Oftmals habe ich den Eindruck, dass viele Blogger genau so denken. Ich sollte dankbar dafür sein, dass die Verlage mit mir arbeiten (natürlich bin ich das, denn ohne Kooperationspartner wären viele coole Aktionen gar nicht erst zu Stande gekommen). Aber wird nicht auch anders herum ein Schuh draus, weil Verlage/Autoren/innen/Unternehmen uns für ihr Marketing nutzen (können)? Und ich glaube gar nicht, dass wir alle so ersetzbar sind. Jeder von uns hat, mehr oder weniger, ein Alleinstellungsmerkmal.

Wisst ihr aber, was mich viel mehr an allem stört? Dass es selbstverständlich zu sein scheint, dass man reales Geld in Fotos steckt, dass man besseres Equipment kauft und sich weiterentwickelt. Dass man 20 h oder mehr in der Woche für Beiträge, Fotos und Interaktion investiert und das gegen ein Buch. Und da soll ich dankbar dafür sein, dass jemand mir das E-Book für 3,99 € zur Verfügung stellt, während ich Ausgaben von 60 oder mehr habe und eine Aktion, Marketing, für dieses Buch machen „darf“? Ich möchte hier keineswegs undankbar erscheinen und es gibt viele Kooperationen, deren Waren allein schon so cool sind, dass man darauf richtig Lust hat. Was ich aber nicht mehr wirklich nachvollziehen kann ist, was für ein Buch oder E-Book alles erwartet wird und wie selbstverständlich diese Dinge auch einfach geworden sind. Teilweise habe ich für manche Aktionen und Fotos nicht ein Mal ein Danke erhalten…

Versteht mich nicht falsch. Ich habe aktuell auch einige Kooperationen, die komplett kostenlos verlaufen. Yvolve. Caseapp. 2 Beispiele, die, wie ich finde, eine gute Relation bieten. Ich habe bei Yvolve eine Jacke (25 €) und vier T-shirts (á 15€) erhalten. 85 € für Story und Foto. Eine Relation, die, wie ich finde, für Fotos und Aufwand vollkommen okay sind. UND es ist eine Kooperation, hinter der ich voll und ganz stehe. Was ich meine, ist, dass ich den Eindruck habe, dass meine Arbeit gewertschätzt wird. Natürlich kann ich dadurch keine laufenden oder anfallenden Kosten bezahlen, aber die Relation ist hier eine ganz andere.
Durch Caseapp fühle ich mich zum Beispiel super betreut. Es wird der Beitrag gesehen, es wird per E-Mail darauf reagiert ohne das ich bisher die Links geschickt hätte.

Hugendubel. Die #traustdudich Aktion. Super sympathisches Social Media Team, die mir zwei Bücher zugeschickt haben, ich mir einen Totenkopf in 2 Stunden für ein paar Fotos und eine Story aufgemalt habe und sie meinen Beitrag UND die Story geteilt haben. Ich fands geil (:D). Und es hat Spaß gemacht, weil ich den Eindruck hatte: Hey, meine Arbeit kommt gut an und es sitzen dort Leute, die das wirklich begeistert. All das: unbezahlt.

Und das gilt auch für einige andere Verlage.

Wir haben als kleiner Zweig begonnen.

Wir sind von der Relevanz her aber bedeutend angestiegen, wenn ich sehe, welche Firmen inzwischen mit manchen Bookstagramern und Booktubern kooperieren. Unternehmen und Verlage, die erkannt haben, welche Möglichkeiten wir bieten, denen wir uns selbst vielleicht gar nicht bewusst waren. Und da alles oftmals kostenlos angefangen hat, ist dies zur „Selbstverständlichkeit“ geworden. Es hat keiner was anderes gefordert, warum das also ändern? Nicht nur beim Verlag und Unternehmen liegt die Schuld, sondern vor allem bei uns. Ich glaube gar nicht, dass wir so ersetzbar sind wie wir immer denken. Jeder von uns hat seinen Bereich gefunden und wer diesen nutzen möchte, kann auch wie für jede andere Kooperation oder Marketingaktion ein wenig Geld dafür bezahlen.

Werbung in Zeitung – Bezahlt.

Agenturen, die Marketing mit Bloggern machen (die nicht bezahlt werden) – Bezahlt.

Social Media Marketing Leute – Bezahlt

Andere Influencer – Bezahlt.

Wir reden hier auch nicht davon, die Meinung zu kaufen oder alles zu bezahlen, sondern einfach für größere oder langfristigere Aktionen ein wenig Geld in die Hand zu nehmen, wenn Unternehmen/Autor/in/Verlag einen finanziellen Gewinn dadurch haben.

Beteiligung am Kuchen, könnte ich auch dazu sagen. Influencer sind kein kleiner belangloser Zweig mehr. Natürlich haben Autoren und Verlage nicht immer super viel Geld zur Verfügung, aber dann muss man manchmal auch einfach die Priorisierung hinterfragen. Was erwarte ich von meinem Gegenüber und was biete ich an? Und genau das sollten wir auch uns hinterfragen: Was erwarte ich und was biete ich an. Was bringe ich vielleicht auch an Reichweite und Relevanz mit? Und damit meine ich nicht nur die Followeranzahl, sondern auch die Kommentare und anderen Interaktionen. Was stecke ich selbst alles an Arbeit in das rein, was ich mitbringe?

Die anfallenden Kosten und die Sache mit dem Nutzen

Wobei wir zum nächsten Punkt kommen. Ich habe, wie jeder andere Blogger vermutlich auch, viel Zeit in den Aufbau meiner Follower gesteckt. Viel Herzblut in die Beiträge, in die Fotos, ja, auch echtes Geld. Ich habe einen Blog, der laufende Kosten aufwirft, die ich decken muss, weil es niemanden interessiert, wie ich das bezahle.

Andere Branchen, andere Influencer werden standardgemäß in einigen Kooperationen finanziell unterstützt. Laufende Kosten können durch solche Einnahmen gedeckt werden. Unternehmen und Verlage haben erkannt, dass sie aus dieser Kooperation einen guten Nutzen ziehen können, die Zielgruppe gezielter erreichen. Vielleicht oder vor allem einen finanziellen Nutzen, indem andere Produkte dort kaufen. Während also Verlag und Autor durch meine Aktionen und Fotos oder Beiträge eine Absatzförderung erhalten, laufen meine Kosten ohne jegliche Einnahmen durch diese Marketingaktionen weiter. Rein aus finanzieller Sicht ist dieses Geschäft für mich also nicht wirklich lukrativ, denn der Nutzen besteht bei mir in Form der Anerkennung, in Form des materiellen Buches oder in Form eines Danke sagens. Mein finanzieller Vorteil besteht also darin, keine 20 Euro für das Buch zu bezahlen, es lesen zu dürfen, um dann „Werbung“ dafür zu machen, weil es ja als mittelbare Absatzförderung gilt, da Verlage und Unternehmen kostenlose Produkte ja nicht ohne Hintergedanken rausschicken. Merkt ihr was? Ich lese für Marketing. Natürlich habe ich Spaß an den Aktionen, an den Rezensionsexemplaren und den Bloggerboxen. Ich liebe den Kontakt zu den Verlagen, Autoren/innen und Unternehmen, den persönlichen Austausch und vor allem die Bereitstellung der Bücher.
Und trotzdem ist da diese leise Stimme, die sagt: Ich kann durch all das, durch all den Aufwand, durch all die Zeit keine der anfallenden Kosten decken. In welcher Relation steht also ein Buch (das ich nicht verkaufen darf) zu einem Aufwand, der einen Arbeitstag überschreitet und reale Kosten aufwirft? Ist das noch ein Hobby?

Ich möchte hier gar nicht erst den Nutzen vergleichen, denn der ist für jeden individuell, wie ich finde. Aber ich denke, es zeigt sehr gut, wie die Erwartungen inzwischen für die Gegenleistung Buch angestiegen sind. Was als Hobby und freiwillig begann, ist also immer mehr mit Erwartungen anderer verknüpft und mit Bedingungen. Gar nicht mal nur durch Verlage und Unternehmen, sondern auch durch Social Media selbst…
Ich glaube, dies fällt umso schwerer zu verstehen, wenn man selbst z.b. nie Rezensionsexemplare angenommen hat oder an keinen Aktionen teilnimmt/selbst organisiert. Dies soll absolut kein Vorwurf sein, aber man hat dann einen gänzlich anderen Blickwinkel auf die Situation – ähnlich wie ich damals, als ich angefangen habe mit dem Bloggen. Und ja, da gebe ich auch mir ein Stück weit die Schuld, diese Rezensionsexemplare überhaupt angenommen zu haben. Auf der anderen Seite ist dies oftmals der einzige “Ausgleich”, den ich für anfallende Kosten aktuell bekomme, zumindest in 90% der Fälle. Ich hatte zwar schon ein oder zwei bezahlte Kooperationen, aber das ist tatsächlich eher die Seltenheit. Oftmals läuft alles wirklich auf kostenloser Basis ab.

Und ich denke, dass oben klar wird, wie viel Zeit und teilweise Geld jeder einzelne in diese Art von Hobby steckt. Und es ist ja nicht nur mit 2x die Woche Sport beispielsweise getan. Hinter einem Blog und der Reichweite steckt so viel mehr. Das aufzuzählen sprengt allerdings den Rahmen…

Die Sache mit der Glaubwürdigkeit

Wenn Blogger Geld bekommen, verlieren sie ihre Glaubwürdigkeit. Ich glaube, das liegt weniger am Geld, denn viele Influencer werden für Kooperationen bezahlt und das nur dafür, dass sie ein Foto mit einem Lippenstift machen.

Ich glaube, was jemanden unglaubwürdig macht, ist, wie sehr man ihm das abnimmt, was er da vorstellt. Tina hat es ganz passend erklärt. Ich fände es unauthentisch, wenn jemand, der nie etwas mit Krimis zu tun hat, nun auf ein Mal eine Krimi-Leseapp bewerben würde oder Damenrasierer. Das wäre für mich unauthentisch. Das wäre für mich unglaubwürdig. Nicht ein Beitrag, der durch Kostendeckung oder Geld unterstützt wurde.

Unterstellt man Social Media Menschen von Verlagen weniger Leidenschaft, weil sie dafür bezahlt werden?  Unterstellt man Grafikdesignern weniger Leidenschaft am Design?
Ich wage sogar zu behaupten, dass mit Bezahlung so manches professioneller werden würde, weil eine andere Verantwortung dahintersteckt. Man hätte womöglich auch mehr Verlass auf Posts und Beiträge. Man wüsste, dass man als Auftraggeber ein „Recht“ auf diese Gegenleistung hat. Und es gäbe ein ausgeglicheneres Verhältnis als ein Buch für eine Monatschallenge oder ähnliches, die dem Verlag/Autor etc mehr Reichweite und Sichtbarkeit generiert. Wodurch wiederum der Absatz gefördert werden kann. Ich möchte echt nicht undankbar klingen, denn das Gefühl habe ich hier irgendwie. Ich habe meine bisherigen Kooperationen und Aktionen super gern gemacht. Ich habe die Kreativität geliebt und vor allem dann, wenn ich gemerkt habe, dass es dort Menschen gab, die die Arbeit zu wertschätzen wussten.
Ich glaube, was mich immer mehr in die Richtung Geld nehmen bringt ist, dass viel zu oft genau das aber leider gar nicht der Fall ist. Ich sitze an einem Beitrag ein paar Stunden. Ich sitze an einer Aktion ein paar Tage, ich sitze an Fotos ein paar Stunden oder Tage. Und dann reicht es manchmal nicht mal mehr für ein Danke sondern nur ein: Wann kommt denn die Rezension?  Ich erwarte keine überschwänglichen Lobeshymnen, aber ein Danke tut ja selten weh wie ich finde. Ich bedanke mich ja auch für Dinge, die ich erhalte, gerade wenn sie kostenlos sind.

(Natürlich ist mir bewusst, dass nicht jeder super viel Geld für Marketing zur Verfügung hat und nicht alle Blogger bezahlt werden können, das verlangt auch niemand. Aber eine gewisse Priorisierung sollte in meinen Augen schon stattfinden. Und wenn man eben nicht bereit ist, den Preis zu bezahlen, muss man eben verhandeln oder einfach sagen: Zahle ich nicht und auf den Blogger dann verzichten…)

Bei dir ist das ja was anderes…

Auch eine Aussage, die ich immer wieder höre.

Warum? Weil man bei mir SIEHT, wohin das Geld fließt? Weil man SIEHT, dass es Bilder sind? Jeder Blogger investiert anders. Egal ob nun Zeit oder Geld und ich bin der Meinung, dass genau das keinen Unterschied machen sollte. Wer die Reichweite und damit das „Influencertum“ nutzen möchte, sollte dementsprechend auch bereit sein, für dieses Marketing zu bezahlen. Denn genau das sind wir, ein Marketingbereich, der direkt am Kunden sitzt, um es man ganz platt zu formulieren, auch wenn ich mich selbst nicht als solchen sehe, bin ich doch einer. Ein Influencer. Menschen kaufen aufgrund unserer Empfehlung womöglich Bücher etc.

Größere Aktionen bringen durchaus Sichtbarkeit. Inzwischen ist auch Social Media kein kleiner unbedeutender Zweig mehr. Meine Generation wird sehr oft eben genau durch solche Aktionen oder Werbeblocks aufmerksam auf gewisse Dinge. Größere Aktionen erfordern aber auch viel Planung und Zeitmanagement. Sachen, für die andere Marketing Leute bezahlt werden. Agenturen, Marketingfirmen, TV Spots, die gedreht und bezahlt werden. Werbeplatz in der Zeitung, Beiträge von Journalisten usw.

Ich für meinen Teil möchte weder für Rezensionen noch für jeden kleinen Brei bezahlt werden. Aber größere Aktionen, Beiträge mit anfallenden Kosten oder generelle Honorierung dieses Marketings und des Aufwands wäre wünschenswert. Ich möchte auch gar nicht für alle größeren Aktionen bezahlt werden, denn wenn ich etwas freiwillig mache, möchte ich das auch weiterhin so machen. Wie jeder andere Influencer eben auch. Wenn ich ein Produkt, also ein Buch, eine App etc gut finde, werde ich die auch weiterhin präsentieren und zeigen, weiterhin nutzen oder in Aktionen einblenden. All so was ist ganz allein jedem Blogger selbst überlassen. Andere Youtuber sind wohl auch ein gutes Beispiel. Auch die verdienen an den Verträgen und den Werbeschaltungen.

Dieser Text geht gar nicht mal zwingend nur an die Unternehmen und Verlage oder Autoren, sondern auch an uns. Auch wir müssen dies mehr einfordern, denn in anderen Branchen funktioniert die Mischung zwischen Bezahlungen und nicht Bezahlungen super. Nicht jeder Influencer wird bezahlt, nicht alles wird bezahlt und genau da sollten wir auch hinkommen. Wir sind keine kleine Minibloggergemeinschaft, wenn ich mir angucke wie viele Buchblogger es auf der Messe waren. Ich möchte auch keine einheitliche Bezahlung, sondern eine an die Blogger angepasste….

Ich möchte weiterhin Rezensionsexemplare ohne Bezahlung vorstellen und das machen, was ich dazu machen will. Aber ich möchte auch für größeren Aufwand eine gewisse Gegenleistung haben, denn, wie ich finde, rücken wir langsam in Bereiche vor, bei denen die Gegenleistungen nicht unbedingt mehr in einem Gleichgewicht liegen.

Außerdem: Wenn jemand nicht bereit ist, diese Blogger zu bezahlen, kann er sich auch andere Blogger suchen. Der Markt ist groß. Vielleicht dann mit anderer Reichweite und Zielgruppe, vielleicht mit anderer Interaktionsrate, aber es steht jedem frei, selbst zu entscheiden wie er sein Geld investieren möchte und wenn nicht in Blogger, dann eben vielleicht in andere Aktionen.


©
Schrift: Stampwriter Kit
Fotos: Shutterstock: kaisorn, Freedom-Photo, Roxana Bashyrova

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13 Kommentare

  1. Lexys BookDelicious

    10. November 2019 at 2:53 pm

    Du sprichst mir förmlich aus der Seele.
    Es ist wirklich grausam wie selbstverständlich alles geworden ist. Manchmal reißt man sich wirklich den Arxxx auf und bekommt nicht mal ein Dankeschön. Bei manchen ist man aber auch völlig mit einem kleinen Danke zufrieden.
    Ich finde es toll das du da auch mal die andere Seite durchleuchtest.

  2. Lesekatze

    10. November 2019 at 8:30 pm

    Ehrlich gesagt sehe ich deinen Bericht zwiespältig. Ja, Leistung sollte entlohnt werden, da bin ich ganz bei dir. Aber manche Blogger (wie du) haben mehr Qualität als andere (wie ich). Ich möchte hiermit nicht mein Licht unter den Scheffel stellen oder dich lobend hervorheben, aber es ist einfach so. Meine Bilder sind nicht so liebevoll gemacht (weil ich das mir nicht angeeignet habe bisher), ich habe zwar um die 500 Follower, aber davon ist meist nur EINE aktiv, und auch da wird nur mal ein wenig geliked, mehr nicht. Kein Kommentar, nichts. Ich weiß nicht, woran das liegt und ich muss meine Originalität wohl noch finden oder herausarbeiten, aber das soll gar nicht Thema des Kommetars werden. Ich wollte damit lediglich sagen, dass mehr Qualität auch mehr Arbeit ist und demensprechend mehr verdient. Ich für meinen Teil bin momentan noch mit den Büchern zufrieden (wobei ich das mit den Prints und den eBooks ähnlich sehe), aber sobald mehr Aufwand dahinter steckt (und das sieht man bei vielen Bloggern), sollte man das auch würdigen. Denn auch wenn es ein Hobby ist, so machen wir Werbung für die Autoren/Verlage/Bücher etc.

    1. AnnaFuchsia

      11. November 2019 at 11:37 am

      Hey hey,
      klar, ich glaube, genau das meinte ich auch mit “an Blogger angepasste Bezahlung”. Es kommt im Gesamtpaket ja auch nicht nur auf den Aufwand an, sondern auch die Reichweite, Followerzahl und Interaktionen, eben wie bei jedem anderen Influencer auch.
      Ich kann dir da also ansonsten nur zustimmen, vor allem bei deinen letzten Sätzen.

      Auf der anderen Seite darf man halt allerdings auch nicht vergessen, dass man sich ja entwickelt. Ich habe in den letzten 2 Jahren viel investiert, viel ausprobiert und geflucht, teilweise war ich so frustriert, dass ich alles seinlassen wollte, weil keine Fotos oder Beiträge so rauskamen wie ich das wollte. Und wie du sagst, vieles ist nachher einfach Erfahrung. Irgendwann hat man das Gefühl dafür, was man gerne machen möchte. Und das mit den geringen Interaktionen kenne ich auch. Manches kommt dann wiederum besser an. Nicht unterkriegen lassen ♥ Du machst das toll!

  3. Isabel

    10. November 2019 at 8:58 pm

    Liebe Anna,

    vielen Dank für deinen Beitrag! Du sprichst mir von der Seele.
    Natürlich ist Bloggen unser Hobby, aber der Aufwand der hinter den einzelnen Beiträgen steht, wird den Wenigsten ersichtlich. Alleine das reine Schreiben eines Blogposts dauert gerne mal mehrere Stunden – das sollte (auf welche Art und Weise) honoriert werden.
    Liebe Grüße
    Isa

    1. AnnaFuchsia

      11. November 2019 at 11:29 am

      Liebe Isa,
      genau das denke ich auch. Oftmals sieht man nur das fertige Ergebnis und denkt sich: Das geht ja easy peasy, bis man dann selbst mal an einem Beitrag saß und damit 4 Stunden verbracht hat, weil hier und da Sachen noch nicht gepasst haben :D
      Manchmal gehen Beiträge super fix von der Hand, manchmal eben nicht… manchmal steckt auch mehr Arbeit drin, die Fotos beispielsweise. Nicht alles geht immer so innerhalb von 3 Minuten…
      Das sehen nur viele leider einfach nicht…

      Wobei es mich dann wundert, wie oft ich gefragt werde, ob ich für die und die Aktion nicht Geld bekommen hätte. Und das meistens von Menschen, die gar keinen Bezug zum Bloggen haben und nur an die klassischen Influencer denken :D

      Liebe Grüße
      Anna

  4. Katharina Gerlach

    10. November 2019 at 9:46 pm

    Ich bin ehrlich erstaunt, dass es tatsächlich Blogger gibt, die so viel Zeit und Geld investieren. Bisher habe ich immer nur welche mit read4review getroffen (also Buch gegen Rezi), was ich durchaus als halbwegs fairen Tausch ansehe. Aber bei so viel zusätzlichem Nutzen, hätte ich keine Probleme mit einer angemessenen Bezahlung.

    1. AnnaFuchsia

      11. November 2019 at 11:26 am

      Echt?
      Ich kenne eigentlich fast nur Blogger/innen, die mehr machen als nur lesen und rezensieren.
      Denn, wenn ich ehrlich bin, erreiche ich mit Fotos und Beiträgen wesentlich mehr Menschen als mit einer einfachen Rezension.

      Klar, wenn man mit dem Buch “nur” eine Rezension verbindet, finde ich das auch vollkommen in Ordnung, zumal ich nicht für Rezensionen bezahlt werden möchte. Da ich persönlich aber weitaus mehr mache als nur Rezensionen zu schreiben und teilweise komplette Aktionen mit anderen plane, wäre da eine kleine Entschädigung schon angebracht, weil ich teilweise wirklich nicht mal ein Danke bekomme, sondern eher noch: Machst du dies das jenes dann auch noch rechtzeitig fertig?!
      Und das finde ich persönlich echt super schade…

  5. Mona

    11. November 2019 at 1:00 pm

    Hallo liebe Anna,
    ich finde es super, dass du dich getraust hast, das offensichtliche Problem anzusprechen. Ich bin ganz deiner Meinung, dass die Relation einfach nicht gegeben ist. Je nachdem wie professionell man das angeht verbringt man wirklich eine Menge Zeit für das Schreiben von Artikeln aber besonders für Social Media. Ich merke immer wieder, wie sehr es einfach weniger ein Hobby und mehr zur Verpflichtung wird. Nimmst du dir mal ein paar Wochen “Auszeit” sinken die Seitenzugriffe und Follower-Zahlen. Wie oft habe ich von Blogger-Kollegen, die das wie du richtig sagst, neben ihrem Brotjob noch machen, ein “Ich nehme mir mal eine Social-Media-Auszeit” gelesen. Das ist dann kein Hobby mehr, wenn du hoffen musst, dadurch nicht die Reichweite zu verlieren, die du dir mühsam aufgebaut hast.
    Meine Reichweite ist immer noch recht klein, aber auch, weil ich mir derzeit nicht die Zeit nehmen kann, die ich bräuchte, um eine höhere Reichweite zu erlangen. Das braucht viel Zeit und Arbeit und ohne einen “Mehrwert” bin ich derzeit einfach nicht in der Lage so viel zu Investieren.
    Ich finde das Bloggen sollte auf jeden Fall mehr Wertschätzung bekommen und in der Relation auch bezahlt werden. Wie du so schön sagst: Ein 20€ Buch ist einfach nicht mehr die Relation zu 10-20 Arbeitsstunden.

    Ich bin gespannt, ob es hier auf dem Markt auch noch eine Veränderung gibt. Vielleicht können wir Blogger für eine faire Lösung gemeinsam hinarbeiten.

    Liebe Grüße und mach weiter so!
    Mona

  6. Aleshanee

    12. November 2019 at 7:14 am

    Hi Anna,

    ich finde es absolut richtig, was du schreibst und denke auch, dass grade größer angelegte Aktionen entsprechend gewürdigt und “gewertet” werden sollten, da da einfach eine Menge mehr Zeit dahinter steckt. Vor allem, wenn man auch noch Vorgaben bekommt.

    Inwieweit man selber Geld in sein “Hobby” investiert muss jeder selber wissen und einschätzen, ob dann dafür auch geldtechnisch etwas herausspringen sollte. Ich zum Beispiel kaufe nichts extra, weder Kamera noch Fotozubehör oder sonstiges. Ich bin absolut zufrieden, Rezensionen zu schreiben, die Cover einigermaßen irgendwie schön in Szene zu setzen, aber Geld könnte ich dafür gar keins ausgeben, weil ich dafür gar keins übrig hab :D
    Und ehrlich gesagt möchte ich auch gar nicht bezahlt werden, und das meine ich wirklich ehrlich, weil dann bei mir ein Druck entsteht. Ich MUSS es dann machen und ich MUSS es dann in einem bestimmten Zeitrahmen und Aufwand machen und möchte dem dann auch gerecht werden, irgendwie. Für mich ist es, wenn Geld mit ihm Spiel ist, ein anderes Level und da ich bloggen tatsächlich als Hobby sehe, möchte ich es dabei auch belassen.

    Ich muss aber auch sagen, dass ich Aktionen schon seit längerem meide, eben weil es wahnsinnig viel Zeit in Anspruch nimmt, ohne dass man (ich) viel davon hat. Denn das Interesse, zumindest wie es auf mich wirkt, ist dabei nicht wirklich hoch, was aber an vielen verschiedenen Dingen liegen kann, und das macht es halt auch keinen Spaß – zumindest mir nicht ;)

    Ich bin zufrieden wie es ist, kann aber durchaus verstehen, dass jemand, der mehr investiert, sei es Zeit oder Geld, auch mehr entlohnt wird als z. B. mit einem Rezensionsexemplar.

    Liebste Grüße, Aleshanee

    1. Aleshanee

      14. November 2019 at 6:44 am

      Was mir auch viel zu aufwendig wäre: die rechtlichen Dinge, die dann auf mich zukämen … Skoutz hat da wieder sehr schnell reagiert und einen guten Artikel geschrieben – das sollte man sich durchlesen, wenn man eine Bezahlung für Beiträge in Betracht zieht: https://skoutz.de/einmal-mit-profis-arbeiten-blogs-und-geld/

      1. AnnaFuchsia

        14. November 2019 at 9:02 pm

        Wobei ich tatsächlich sagen muss, dass vieles bereits auch Blogger ohne Entgelt betrifft.
        Bilderrechte waren schon immer relevant und trotzdem sehe ich Blogger Fotos aus Filmpostern ausschneiden und anders nutzen, obwohl man keine private Nutzung mehr unterstellen kann z.b… oder einfach irgendwelche Fotos aus dem Internet, als gäbe es kein Urheberrecht mehr….
        Impressumspflicht herrschte auch eigentlich immer in der Form. Ein Postfach war noch nie zulässig und DSGVO gilt ebenfalls für jeden, der irgendwelche Daten sammelt…
        Genauso wie Amazon gar keine Rezensionen zu Rezensionsexemplaren akzeptiert – es wäre also sogar fast egal, ob ich generell Geld nehmen würde oder nicht. Ich darf keine Rezensionen zu Rezensionsexemplaren dort hochladen. Nur dann, wenn das Exemplar komplett frei von Vorgaben ist und das ist ein RE, meines Erachtens nach, nicht, weil es kein Freiexemplar ist.
        Ich finde den Beitrag gut, aber an einigen Ecken, wie sagt man “zu überdramatisiert”? Die Punkte sind auf jeden Fall richtig und vor allem WICHTIG, aber, und das möchte ich hier echt nochmal sagen, es betrifft in vielerlei Hinsicht bereits auch Blogger, die einfach nur einen Blog oder ein öffentliches Instagramprofil haben :)
        Genauso wie man sich auch Gedanken über ein Gewerbe machen muss, selbst wenn man nur REs erhält – sie stellen ja einen geldwerten Vorteil da.

        Aber vielen Dank, dass du ihn hier auch geteilt hast, so kann jeder sich seine Meinung bilden.

  7. Stephsbookjewels

    12. November 2019 at 3:18 pm

    Gott Anna,
    deine Worte kommen genau zum richtigen Zeitpunkt und tun echt gut. Ich “quäle” mich echt schon bestimmt seit gut 2 Wochen mit der ganzen Thematik und grübel bis mir der Kopf raucht. Ich habe auch mitbekommen, dass das Thema bei einigen Leuten echt schwierig ist und die meisten dagegen sind. Eben genau mit solchen Aussagen, dass man dann nicht mehr glaubwürdig sei etc. Ich folge, nicht nur auf Instagram, etlichen Bloggern/Influencern aus verschiedensten Bereichen und habe echt das Gefühl, dass die meisten auf Bookstagram in einer kleinen Blase leben und einfach nicht wollen, dass sich etwas ändert. Auch wenn es sich vielleicht verbessern würde. In fast allen anderen Bereichen die ich kenne, ist ein gewisser Grad von Bezahlung o.ä. selbstverständlich.
    Ich wurde gerade erst vor 2 Wochen von einer Marketingagentur angeschrieben mit einer Idee für eine Kooperation und ich habe mich so riesig gefreut, weil es nur um meinen Blog ging und ich gemerkt habe, dass dieser bei der Agentur gut ankommt. Für mich ja schon das größte Kompliment ever. Und es war ein wenig gruselig, weil ich etwas ausprobieren werde, was ich eh seit Wochen überlege zu machen. Dachte schon, ich werde ausspioniert. Auf jeden Fall, werde ich auch eine finanzielle Gegenleistung dafür erhalten, bekomme aber nichts gratis und gehe somit erstmal in Vorleistung plus alles was Fotomaterial etc dazu kommt.
    Was ich einfach sagen will, durch deinen Beitrag hier, kann ich alle meine Bedenken der letzten Tage ablegen und freue mich einfach nur noch darüber. Ich sehe alles exakt genauso wie du! Also lieben Dank!!

  8. Wieviel Arbeit steckt im Bloggen – Traumfänger

    13. November 2019 at 9:25 pm

    […] beziehe mich in diesem Beitrag auf die Postings von Tina von “Mein Buch meine Welt” und Anna von “Fuchsias Weltenecho”. An dieser Stelle bedanke ich mich bei den Beiden, dass ich aus ihren Beiträgen zitieren darf. […]

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