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Blogtour | Wunderraum: Lesen ist ankommen

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Das Finden von Wundern gestaltet sich manchmal ganz leicht und manchmal schwierig. Wir suchen nach Schätzen, die uns bewegen, die uns begeistern oder auch zerstören. Wunder können wunderschön und begeisternd sein, aber auch tragisch und zerstörerisch.

Wofür man sich entscheidet, das liegt bei uns, doch hat es der Wunderraum geschafft, Bücher zu veröffentlichen, die nicht nur in den Kopf, sondern auch ins Herz gehen. Bücher, die aus dem Alltag gegriffen und doch so bewegend erscheinen. Bücher, die dich und mich beschreiben und manchmal, ja ganz vielleicht, schafft es ein solches Buch auch in dein Herz.

Ich verfolge diesen Bereich des Goldmann Verlages nun schon eine ganze Weile, denn ich muss gestehen, dass ich seit einer ganzen Weile nicht mehr das Gefühl hatte, beim Lesen komplett die Erfüllung zu finden. Irgendwas fehlte immer. Vielleicht war ich dem Jugendfantasybereich einfach müde geworden. Ich wollte kein Fantasy und kein Klischee, ich wollte etwas anderes und wusste nicht wirklich was es war. Hatte das Gefühl, zu viel von einem Genre gelesen zu haben, obwohl ich es immer noch so sehr liebe.

Hatte das Gefühl, den Büchern nicht mehr gerecht zu werden. Fing mit verschiedenste Geschichten an, doch keines dieser Bücher konnte mich so wirklich fesseln und ich denke eher weniger, dass dies an den Geschichten als solche lag. Konnte ich mich doch immer mal wieder für solche Fantasybücher begeistern.

Ich war auf der Suche

und wusste nicht wirklich wonach. Vielleicht ließ ich mich zu schnell ablenken und habe einfach damit begonnen, abends das Handy nicht mehr in die Hand zu nehmen. Wollte mich ganz auf das Lesen konzentrieren und driftete nach ein paar Zeilen einfach wieder ab. Konnte mich schlichtweg nicht mehr auf ein paar wenige Zeilen konzentrieren und dabei hatte ich ansonsten doch gar keine Probleme mit dem Lesen. Bücher für die Uni gingen immerhin auch.

Doch irgendwie fehlte mir immer etwas. Also habe ich das Lesen erst einmal an den Nagel gehängt und damit begonnen, einfach Dinge zu tun, auf die ich wirklich Lust hatte, denn anscheinend hatte ich derzeit nicht die Lust zu lesen, die ich gedacht habe zu haben.

Ich habe damit begonnen, die Ecken in meinem Zimmer umzustrukturieren

Sortierte radikal aus und wisst ihr was? Es hat sich so gut angefühlt, sich von Büchern zu trennen, von denen ich wusste, dass ich sie einfach nie mehr lesen würde. Und das, obwohl ich ansonsten jemand bin, der sich nur sehr schwer von Büchern trennen kann. Was ist denn, wenn ich Buch X jetzt unbedingt lesen möchte? Dann habe ich es vielleicht nicht mehr.
Doch bin ich einmal ehrlich zu mir selber, habe ich manche Bücher nur gekauft, weil ich sie haben wollte, weil sie günstig waren, oder weil andere sie total gehyped haben.

Ich habe also angefangen, jedes einzelne Buch anzugucken, den Klappentext zu lesen und mir dann drei Stapel angelegt.

  1. Behalte ich
  2. Vielleicht kann es weg
  3. Kann weg

Zunächst sind sehr viele Bücher auf den „Behalte ich‟ Stapel gewandert und dann kamen die ersten Bücher (und so leid es mir tut), die ich aussortiert habe. Vor allem Bücher, die mir Freunde oder Bekannte überlassen hatten, oder ich früher geschenkt bekommen hatte. Klar, meinen es viele nur gut, keine Frage, aber leider trifft genau das nicht zwingend meinen Geschmack. „Sind doch Bücher‟, sagen sie,„das liest du doch eh alles.‟ Das vielleicht nicht alles meinen Geschmack traf, war in diesem Moment egal, doch genau diese Bücher habe ich schlichtweg aussortiert.

Und damit war ein Startschuss gefallen. Ich sortierte aus, trennte mich auch von SuB Leichen, die ich niemals lesen würde und merkte wirklich, dass es besser wäre, das eigene Kaufverhalten einmal zu überdenken. Nicht alles muss ich wirklich haben – und somit füllte sich auch der „Kann weg‟ Stapel.

Was habe ich mit diesen Büchern gemacht?

Ich habe die Bücher verschenkt, oder meiner Mutter mit zum Yoga gegeben, so werden sie wenigstens noch gelesen. Unser soziales Kaufhaus nimmt zum Beispiel keine Bücher mehr an und einen Bücherschrank haben wir auch nicht. Schade eigentlich.

Ich hatte mehr Platz

Und damit kam auch die Idee, die Wand über meinem Bett mit Brettern zu versehen (Idee geklaut von IKEA, die hatten in ihrer Ausstattung die Regale ganz unter der Decke angebracht, aber das war mir dann doch zu hoch).

Ich wollte eine Symmetrie im Zimmer. Kennt ihr das, wenn euch das Asymmetrische einfach stört und ihr euch nicht mehr 100%tig wohl fühlt? Genauso ging es mir.

Also haben wir am Wochenende die Zeit genutzt und der Asymmetrie den Garaus gemacht.

Ja, okay. Papa hat gearbeitet und ich habe zugesehen, weil ich mir ansonsten bestimmt in den Finger gebohrt hätte und elendig verblutet wäre, ich bin mir sicher. Aber hey, keine 30 Jahre später waren wir auch fertig. Ein wenig Zeit muss man also irgendwie doch einplanen, es dauert meistens länger. Wir haben uns für die einfache Variante der Halterung entschieden, immerhin ist mein Bett auch nicht super verschnörkelt und verwinkelt, da passte das einfach wesentlich besser dazu.

Das hier ist übrigens das Endergebnis und wäre ich gelenkiger, hätte ich euch das Zimmer im Ganzen zeigen können, allerdings wird es so erst einmal reichen müssen.
Und soll ich euch etwas sagen? Ich habe meinen eigenen kleinen Wunderraum geschaffen. Meinen Rückzugsort, meine eigenen kleinen vier Wände, in denen ich mich wieder pudelwohl fühle.

Nachdem ich die Bücher neu sortiert hatte, hatte ich auch wieder mehr Lust, mich mit Büchern zu beschäftigen.

Bücher bedeuten Heimat

Und dieses Gefühl hatte ich jetzt, nachdem „alles‟ neu eingerichtet war, ein Stück weit wieder zurück. Doch keines der Bücher konnte mich auch nach erneutem in die Hand nehmen fesseln.

Und dann kam es, wie es kommen sollte, ich nenne es einfach einmal Schicksal, die Bücher zu dieser kleinen Aktion trudelten ein. Die Bücher aus dem Wunderraum Verlag, Bücher, die nicht nur den Kopf, sondern das Herz erreichen sollen.

Die Klappentexte klangen gut, sehr gut sogar. Ich hatte auf einmal das Bedürfnis, wieder lesen zu wollen. Ein Bedürfnis, das ich lange nicht mehr so richtig verspürt hatte.

 

Vielleicht war ich zu Beginn ein wenig skeptisch. Frauen und Männer ab 30 waren jetzt nicht unbedingt meine Zielgruppe und ich zog das eine oder andere Mal die Stirn kraus. Ich nenne es an dieser Stelle ein Mal Vorurteile gegenüber dem Alter in Büchern. So mancher ist skeptisch bei sehr jungen Protagonisten, ich war sehr skeptisch bei älteren Protagonisten. Würde ich diese Art und Weise, die Welt zu sehen, verstehen? Würde ich die Gedankengänge und vielleicht auch Beweggründe verstehen?

Und an dieser Stelle sei gesagt: Ja, konnte ich. Man sollte sich nicht immer vom Alter abschrecken lassen, man sollte einfach wagen und herausfinden, ob ein Buch etwas für einen ist.
Ich hätte es an diesem Punkt eh nicht schlimmer machen können, denn gelesen habe ich eh kaum bis gar nicht.

Angefangen habe ich mit  „Die Worte, die das Leben schreibt‟ und es erinnert mich irgendwie an Tintenherz. An eine Geschichte, die ich wirklich sehr liebe.
Bis jetzt bin ich nicht enttäuscht und habe wirklich das Gefühl, meinen Wunderraum wieder mit Worten und Gedanken zu füllen. Mit kreativen Einfällen und vor allem mit der Lust zu lesen und zu schreiben.

 

Was macht ihr, wenn ihr so richtig in einer Lese- oder Buchflaute steckt?

 

Weitere Beiträge findet ihr hier:

Nicole von Lilstar

Ina von Ina´s Little Bakery

Benny von Bücherfarben


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Bei diesem Beitrag handelt es sich um Werbung, da dieser im Rahmen der Zusammenarbeit mit der Agentur Bookmark eine Themenvorgabe darstellt. Die Meinung und Umsetzung ist jedoch meine eigene und frei von der Beeinflussung durch Dritte.
Transparenz 
Bei den Büchernvhandelt es sich also um eine kostenlose zur Verfügungstellung. Weitere Informationen im Link.
©
Das Cover obliegt dem Copyright des Verlages.
Die restlichen Fotos: Anna Hein/Fuchsias Weltenecho.

1 Kommentar

  1. Jenny Siebentaler

    18. Mai 2018 at 5:30 pm

    cih merke es von meinem Gefühl und Gemütszustand ob ich lesen kann,mag oder wil. Wenn das Gefühl total unschlüssig ist renne ich manchmal mehrere Tage zu meinem Bücherstapel und lege mir doch immer nen anderes Buch raus, bis ich das denn irgend wann so 1-3 tage vielleicht nicht mehr mache mich dann genau richtig fühle und einfach dann doch eines einfach los lese…..schwierig zu erklären ist weil ich doch vieles vom Gemütszustand her mache wie ich mich eben fühle und was mein kopf der meinung ist grade in einem gewissen Moment lesen zu wollen! :-) LG jenny

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