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Blogtour | Klischees in Jugendbüchern: Elayne: Rabenherz

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Hallo ihr Lieben,
wir kennen sie alle: Klischees in Jugendbüchern. Wir lieben und wir hassen sie. Wisst ihr was? Wir nehmen dies jetzt einfach ein mal als Anlass, um un einfach mit ein paar von ihnen auseinander zu setzen. Für ein rundum gelungenes Beispiel habe ich “Elayne – Rabenherz” von Jessica Bernett gewählt. Als gelungenes Beispiel dafür, dass ein Jugendbuch nicht zwingend Klischees braucht, um das Gefühl von Zuhause zu vermitteln. Aber fangen wir an.

Disclaimer: Diese angesprochenen Klischees sind keineswegs negativ gemeint, wenn man gerade diese in Büchern mag. Ich bin auch ein absoluter Klischee-Leser :D

1. Der klassische Mythos

Wir kennen sie alle. Griechische Mythologien, irgendwelche Götter, Halbgötter oder sonstige Fähigkeiten, die durch die Abstammung von Göttern begründet sind. Ich denke, dass jetzt wirklich jedem ein Buch dazu einfällt. Am besten ist die Protagonistin/der Protagonist dann noch aus einer Abstammungslinie, die komplett overpowered sind und man letzten Endes schon weiß, dass er/sie der/die Held/in (ich liebe es, ungegendert zu schreiben…) des gesamten Buches sein wird.

Elayne: Soll ich euch etwas sagen? Wir haben zwar einen Mythos, aber der greift auf die Artus-Saga zurück. Allerdings nicht wirklich so, wie man es erwarten würde, denn im Mittelpunkt steht Elayne und nicht Artus. Wisst ihr, wieso mir das so gut gefällt? Weil es wahnsinnig schwer ist, überhaupt Informationen über diese Figur/Sagengestalt zu finden. Meist wird eher von Artus und den Rittern gesprochen. Umso schöner also, dass endlich auch ein Mal eine unbekannte junge Dame Erwähnung findet.
Außerdem sehr gelungen, dass es hier wirklich zu einer Verflechtung der Geschehnisse kommt und man nicht direkt ahnt ob und wie Magie eine Rolle spielen wird. Auch dies wird an dieser Stelle nicht verraten.

2. Die Außenseiterin, die letzten Endes die Welt vor dem Bösen rettet

. Die Außenseiterin (hier in dem Fall weiblich, weil Elayne auch weiblich ist), die zunächst von keinem so wirklich gemocht wird oder das typische graue Mäuschen ist und letzten Endes doch die Heldin von jedem wird und sich ehrenvoll in den Kampf um Leben und Tod stürzt, obwohl die anderen sie zuvor vielleicht sogar gemobbt haben…
Oder aber auch: Die Außenseiterin, die gar nicht weiß wie wunderschön sie ist und sich jeder direkt in sie verliebt.

Elayne: Tatsächlich finde ich gar nicht, dass dieses Klischee überhaupt in Elayne zu finden ist. Ja, sie ist anders, kommt aber mit vielen aus dem Dorf klar und lebt zu einer Zeit, in der die Männer das Sagen hatten, auch dies merkt man hier sehr deutlich, wie ich finde. Natürlich ist sie irgendwo “anders”, aber nicht dieses klischeehafte Anders, sondern eher im Sinne von: Ihr Vater ist besessen von dieser Vision, die ihre Mutter kurz vor dem Tod gehabt haben soll, anders. Und wisst ihr, gerade weil man zu Beginn des ersten Bandes nicht ein Mal wirklich ahnt, um welche Vision es überhaupt geht und wie sich das Ganze entwickelt, ist gerade dieses Klischee irgendwie so gar nicht zutreffend. Sie passt in diese Zeit, lebt angepasst und doch ist dort dieser Hauch von “mehr”, was das Ganze wahnsinnig spannend gemacht hat.

Auch in Sachen Liebe erschafft die Autorin eine ganz eigene Magie. Es entwickelt sich, wie auch eben im realen Leben. Man merkt nicht direkt das Knistern oder das dort mehr sein könnte, sondern man erlebt es wie ein Hauch von Schmetterlingsflügeln, was mir wahnsinnig gut gefallen hat.

3. Die Figuren benehmen sich für ihr Alter immer so reif und erwachsen

Jap. Ich finde, viele Jugendliche in Jugendbüchern handeln so, wie man es von einem Erwachsenen erwarten würde und nicht wie wir Jugendliche kennen. Oftmals durchaus mit Weitblick, weniger naiv und direkt das Wissen von 500 Jahren im Gehirn. Manchmal treffen sie sogar immer die richtigen Entscheidungen zur richtigen Zeit und scheinen die perfekten Vorbilder zu sein.

Elayne: Nicht so Elayne. Und das durchaus im positiven Sinn. Sie ist 15. Ja, ich habe in der Rezension geschrieben, dass ich finde, dass sie sich so gar nicht wie eine 15-jährige benimmt, aber hier nicht unbedingt im Sinne von “sie ist das perfekte Vorbild und macht keine Fehler”. Wenn ich eines finde, dann, dass Elayne für ihr Alter sehr weit im Kopf ist und dennoch diese naive Art und den Glauben an das Gute im Menschen behalten hat, was mir beim Lesen so unfassbar gut gefallen hat. Es war diese Mischung aus Kind und Jugendlicher, die mir das Gefühl gegeben hat, mich irgendwie in ihr wiederzufinden, ohne direkt selbst in dem Alter sein zu müssen. Es wirkte auch nicht aufgesetzt und perfekt, sondern einfach nur echt. Sie hinterfragt, ist wissbegierig und genau das ist es, was für mich dieses “kindliche” ausmachte. Sie wusste nicht alles von Anfang an, wirkte nicht wie das perfekte Vorbild und wie eine Oma im Körper einer 15 Jährigen (:D).

4. Der mysteriöse Typ, den der Leser/die Leserin direkt heiß findet

Ohja, der Bad Boy oder der Typ, der alle beim ersten Auftritt um den Finger wickelt, gut aussieht und dann natürlich mit der Protagonistin anbandelt, die nicht weiß, wie hübsch sie ist und daran zweifelt, dass jemand wie er sie lieben könnte.

Wir wissen also direkt wer der Love Interest ist und der Verlauf sieht mehr so aus: Zweifel, erste Annäherungen, Enttäuschung, große Liebe, weil er ein dunkles Geheimnis hütet und es dann doch mit ihr teilt.

Elayne: Hä, was? Ich glaube, dass es das wahnsinnig gut zusammenfasst. Ja, ich finde, dass es sogar mehrere interessante Typ Menschen in diesem Buch gibt, die ich zu Beginn aber so gar nicht als den Love Interest hätte identifizieren können. Natürlich tritt ein mysteriöser Typ auf der Reise zu einem entfernten Schloss auf, aber irgendwie hätte ich DIESE Entwicklung nicht für möglich gehalten. Ich hatte eine Ahnung, aber ich glaube, gerade weil der Klappentext verrät, dass der Vater sogar dazu bereit ist, über die Liebe der Tochter hinweg zu entscheiden, war ich darauf nicht so wirklich vorbereitet. Es war mehr ein: Nein, Doch, nein, doch, könnte sein, aber… Ding. Und was ich vor allem gelungen fand war, dass ich IHN nicht wirklich habe vom Charakter greifen können. Es wirkte immer wie eine verschwommene Silhouette, bei der man ein wenig zu viel geblurred hat. Dementsprechend habe ich dies wirklich nicht kommen sehen.

Gewinnspiel

Gewinn: 1 x je 1 unsigniertes Taschenbuch  »Elayne: Rabenherz« oder »Elayne: Rabenkind« von Jessica Bernett

Um in den Lostopf zu hüpfen beantwortet einfach die Frage in den Kommentaren.

Welches Klischee könnt ihr nicht mehr lesen?


Das Gewinnspiel läuft vom 25.02.2019 bis einschließlich 08.03.2019!

Teilnahmebedingungen

Veranstalter ist der Sternensand Verlag.

Alle weiteren Tourbeiträge findet ihr hier

©
Fotos: Fuchsias Weltenecho
Cover, Banner: Sternensand Verlag

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12 Kommentare

  1. Michaela

    2. März 2019 at 8:23 am

    Die Protagonistin verliebt sich in den ersten Mann der ihr über den Weg läuft.

  2. Jessica Schmid

    2. März 2019 at 8:23 am

    Guten morgen bei mir is es der Typ der gleich heiß gefunden wird danke für die Chance daumen sind gedrückt

  3. Phillip Neske

    2. März 2019 at 8:40 am

    Hi, ein toller Beitrag. Also genau kann ich das nicht sagen, mal stört mich das ein oder andere Klischee und manchmal nicht. Aber vor einiger Zeit hab ich ein Buch wegen eines Klischees abgebrochen. Es ging wie meistens eigentlich um ein Mädchen und einen Jungen. Und nachdem die beiden das erste mal miteinander geschlafen hatten, meinte der Junge dann, tut mir leid, aber ich kann nicht mit dir zusammen sein oder so. Und das nur weil er irgendein Geheimnis hat, und sie da nicht mit hineinziehen will. Sonst hatte ich keine Probleme so etwas zu lesen, aber in dem Moment hatte ich einfach keinen Bock mehr darauf und hab das Buch abgebrochen. Vielleicht lese ich es ja irgendwann mal weiter.

  4. Svenja Krause

    2. März 2019 at 8:42 am

    Ich habe in letzter Zeit zu viel mit Prinzessin und Fantasy gelesen. Es kann doch auch mal ein Junge sein dem das alles passiert und das Mädchen zeigt ihm alles Neue

  5. Martina Clemens

    2. März 2019 at 9:05 am

    Eigentlich stören mich Klischees nicht, wenn der Rest passt. Im Grunde wiederholen sie sich doch in irgendeiner Form in den meisten Büchern.

  6. Aleshanee

    2. März 2019 at 10:38 am

    Huhu!

    Oh, da läuft ja eine Blogtour! Die Bücher sind mir auch schon aufgefallen :)
    Wo findet man denn die anderen Beiträge – gibts hier einen Tourplan mit den Links?

    Liebste Grüße, Aleshanee

    1. AnnaFuchsia

      2. März 2019 at 2:03 pm

      Hallöchen,
      Gibt es, allerdings habe ich den Link bei Fb noch nicht gefunden. Sobald ich den habe, trage ich ihn nach :)

      Liebe Grüße

  7. Carina Orthoff

    2. März 2019 at 7:11 pm

    Wenn der Rest passt sind mir die Klischees meist egal. Was ich allerdings immer nervig finde sind Dreiecksgeschichten

  8. Lea

    3. März 2019 at 4:35 pm

    Hey,
    Das Klischee, was ich so langsam wirklich nicht mehr lesen kann, ist diese klassische Dreiecksbeziehung, in denen sich das Mädchen nicht zwischen zwei Jungen entscheiden kann. Leider gib es das so oft und oft ist es dabei nicht einmal gut gestaltet.
    Insgesamt gesehen halte ich Klischees aber für gar nicht so falsch, solange sie gut umgesetzt werden. Es hat schon einen Grund, warum sie funktionieren.
    Liebe Grüße,
    Lea

  9. karin

    4. März 2019 at 11:29 am

    Hallo und guten Tag,
    also mich nervt immer wieder diese Dreiecksbeziehungsversuche.
    Ich frage mich da immer “wer so geil ist” einen Mann mit noch einer Frau teilen zu wollen. Ebenso wenig wie eine Frau ..zwei Männer, dass geht doch irgendwie nie gut oder?

    LG..Karin..

  10. Desiree

    4. März 2019 at 6:48 pm

    Hallo Anna, einige der schlimmsten Klischees hast du auf jeden Fall schon genannt :-) Ich möchte noch die Dreiecksgeschichte in den Raum werfen. Manchmal ist sie gut gemacht und interessant, aber ich neige immer mehr dazu, sie nicht mehr lesen zu können. :-)

    Liebe Grüße Desiree

  11. [Blog Glück] März 2019 – Seitenglueck

    31. März 2019 at 8:38 am

    […] hat mich Anna von Fuchsias Weltenecho durch ihren Beitrag über Klischees in Jugendbüchern positiv auf das Buch Elayne – Rabenherz aufmerksam gemacht. Vorher habe ich […]

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