Gedankenvielfalt

Bildbearbeitung #1 | Die Einführung

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Hallo ihr Lieben,

da inzwischen einige danach gefragt haben: Womit ich Fotos bearbeite, was ich nutze und wie ich Farben anpasse, werde ich hier ab heute die Reihe Bildbearbeitung einführen. Es werden keine super ausführlichen Tutorials werden, sondern eher eine Art Hilfestellung und Ideengebungs…hilfe. Ja, genau so wollte ich es nennen.
In dem ersten Teil dreht sich alles um die Apps und Programme, die ich nutze, welche anderen Hilfsmittel ich habe und woher die Ideen kommen + ein Anfang der Anpassung von Farben, viel Spaß dabei.

Womit bearbeitest du deine Fotos?

Eine der wohl am häufigsten gestellten Fragen. Primär habe ich mir angewöhnt, Fotos mit der Spiegelreflex zu machen, weshalb ich dann oftmals Photoshop und Lightroom nutze. Beides kostenpflichtige Programme, die man mit einem monatlichen Abo erwerben kann. Besonders hilfreich finde ich hier die Cloud, d.h. wenn euer PC mal abschmiert, sichert er die Sachen online auf dem Server und ihr braucht keine Panik mehr haben, dass irgendwas nicht abgespeichert wurde.
Eine kostenlos Alternative dazu ist in meinen Augen Gimp.

Wer erst einmal kein Abo, oder so viel Geld in die Hand nehmen möchte, der kann sich auch Photoshop Elements zulegen und damit anfangen zu arbeiten. So habe ich übrigens auch begonnen, mit Photoshop Elements 7. Für mich der perfekte Einstieg, da ich zu Beginn von den ganzen Funktionen (sowohl bei Gimp als auch bei Photoshop) erschlagen wurde. Anders als in den Apps gibt es dort keine super übersichtliche Funktionsleiste, die mit ein paar Reglern ganze Filter auf Fotos legt (also gibt es schon, aber das ist ein anderen Thema). Man muss sich dort, wenn man keine Kurse besucht oder diesen Bereich nicht studiert hat, alles selber zusammen suchen und einfach Spaß am ausprobieren haben. Meine ersten Gehversuche sahen auch mehr aus, als hätte man eine Dreijährige mit Bundstiften auf ein Blatt Papier losgelassen.

Eine weitere kostengünstige Alternative ist Affinity Photo. Dazu kann ich selber leider nicht viel sagen, da ich Photoshop nutze und es liebe, aber ich habe auch hier bis dato viel positives gehört.

 

Wer Fotos nicht mit dem PC/Laptop bearbeiten will und möchte, kann auf folgende Apps zurückgreifen, die ich ebenfalls nutze, um einzelne Farbkorrekturen vorzunehmen, die am Handy in klein noch ein Mal ganz anders wirken, als in groß am PC.

Afterlight – nutze ich super gerne, wenn ich einen Vintage Effekt haben möchte. Kann aber durchaus auch viel mehr und vor allem schöne Übergänge und Rauschreduzierung vornehmen.
VSCO – Darauf schwören so viele, ich persönlich fand nur die Funktion wirklich gut, die zusammengestellten Filter abspeichern zu können. Leider konnte es mich auf weiteren Ebenen nur in seinen Funktionen überzeugen, ich kann allerdings keine einzelnen Korrekturen vornehmen, die sich auf einzelne Bereiche eines Fotos erstrecken, was für mich ein Nachteil war. Wer allerdings “nur” ganze Fotos bearbeiten möchte, hat hier alles, was das Herz begehrt und dem würde ich diese App auch empfehlen.
PicsART – Eine App, auf die ich schwöre, wenn ihr auch vom Handy nicht nur Farbkorrekturen vornehmen, sondern auch Fotos bearbeiten wollt. Hier könnt ihr mit einzelnen Ebenen arbeiten, einzelne Ausschnitte eines Fotos retuschieren, ohne das ganze Bild anzusprechen und einfach Manipulationen vornehmen. Keine Frage, für mich ist die Arbeit am PC immer noch sauberer, als mit dem Finger auf dem Display, aber für normale einfache Bearbeitungen wie das Zauberstableuchten oder Reinsetzen von Galaxien eignet sich diese App wunderbar. Andere User dieser App kreieren sogar ganz neue Welten damit.

Woher bekommst du die Fotos, die du nutzt?

Ich kaufe sie, schieße sie selber, oder nutze für eigene Manipulationen Pixabay. Während man beim Kaufen sicher sein kann, dass die Nutzungsrechte abgeklärt sind (z.B. über Shutterstock, adobe Stock, uvm), besteht bei Pixabay immer die Gefahr, dass Bilder hochgeladen werden, deren Urheberrecht nicht bei dem Hochlader liegt. Es gilt hier also Fotos nur mit äußerster Vorsicht zu nutzen und lieber ein Mal mehr zu googlen und nachzugucken, ob man das Foto irgendwo anders noch finden kann. Ein weiteres Indiz für nicht legal hochbeladene Fotos sind fehlende Angaben zur ISO (Lichtempfindlichkeit, oftmals mit: ISO 400; ISO 200 angegeben) oder Blende (Lichtdurchlässigkeit, oftmals mit f/1,8; f/5,6 angegeben). Oftmals steht auch der Kameratyp dabei, mit dem das Foto aufgenommen wurde. Wer aber wirklich sicher sein will, sollte Fotos selber machen, oder schlichtweg kaufen.

 

Wie lange braucht man für eine Manipulation/Bearbeitung?

Ändere ich nur die Farben, ist dies oftmals schnell erledigt. Ungefähr 10-20 Minuten, je nachdem ob ich danach zufrieden bin, oder eben nicht.
Manipulationen können auch gerne mal 2 Tage dauern. Das kommt immer auf den Aufwand an.
Übrigens nutze ich am PC nicht eine Maus, sondern ein Grafiktablett zum Ausschneiden und Anpassen der Bilder aufeinander.
Mein jetziges ist ein Gaomon M106K und ich bin damit so unfassbar zufrieden. Vorher hatte ich eines von Trust, das mir fast 8 Jahre lang einen guten Dienst geleistet hat. Andere schwören auf Bamboo aka Wacom. Ich persönlich finde die Tablets toll, sind mir aber ein wenig zu teuer für das, was sie leisten.
Wer also kostengünstige Alternativen sucht: Ich kann wärmsten Gaomon (was wie ein Pokemon klingt) empfehlen.

Und wie machst du jetzt die Bearbeitungen?

Ich habe euch ein Beispiel mitgebracht. Da ich davon ausgehe, dass nicht alle Photoshop haben, werde ich das Ganze hier am Handy mit der App Afterlight und PicsART erklären. Sollte Interesse an Photoshop bestehen, kann ich dies in den folgenden Episoden gerne mit einbinden. Die Vorarbeit mache ich oftmals zunächst mit PicsART.
Geöffnet werden Fotos über das + und dann bearbeiten. Da hier Werbung eingeblendet wird, kann ich euch dies leider nicht via Screenshot zeigen, sondern erst, wenn die App geöffnet ist.

 

Über das Kürzlich könnt ihr dann zwischen euren Foto-Ordnern hin und her springen. Ich habe mich an dieser Stelle für ein Foto von Soul Mates 2 entschieden, da ich an dieser nicht ganz gelungenen Helligkeit des Fotos gut verdeutlichen kann, was man mit dieser App alles machen kann.

 

Über Tools – Anpassen kommt ihr in die allgemeine Bearbeitung rein: Hier könnt ihr Helligkeit, Kontrast, Licht und Schatten usw. einstellen. Gerade bei der nicht vorhandenen Helligkeit, spiele ich bei diesem Foto viel mit diesen Reglern, um dem Bild ausreichend Tiefe zu geben. Den Kontrast-Regler ziehe ich dabei nach links, da ich nicht zu “krasse” Farbkontraste haben möchte und so dem ganzen Foto einen softeren Touch gebe. Die Klarheit habe ich auf 30 gesetzt. die Höhepunkte auf +21 und die Schatten auf -20

So wird das ganze Foto schon ein Mal um einiges heller. Danach gehe ich auf Effekte – bleibe auf dem FX unten, gehe auf den Filter Dodger, klicke erneut auf das Bild vom Filter und komme so in die Einstellungen. Hier kann ich den Ebenenstil festlegen und sagen, wie intensiv das Ganze werden soll. Ich habe den Stil Erhellen gewählt und dann eine recht geringe Sichtbarkeit eingestellt.

Es ist nur minimal, sorgt aber dafür, dass das ganze Bild leicht bläulich wird. Dann bestätigen wir das Ganze und speichern das Bild ab. Mit PicsART sind wir jetzt erstmal fertig. Das Zwischenergebnis ist folgendes:

 

Ist schon gut, aber mir fehlt noch der letzte Schliff.

Also öffnen wir die App Afterlight und öffnen das eben bearbeitete Foto. Auch hier nehmen wir uns erstmal die Regler vor:

Hier ziehen wir die Helligkeit (die Sonne) noch ein Mal ein wenig hoch auf +8, mattieren die Highlights ein wenig ab: Highlights auf -28 und setzen die Shadows au +16. Fade setzen wir auf +24 und dann bestätigen wir das Ganze. Dann öffnen wir das  runde bunte Symbol unten, gehen auf Original und scrollen nach rechts, bis es nicht mehr geht. Relic ist der Filter, den ich hier nutze und setze den auf eine Stärke von 14. Das bestätigen wir und sichern das Foto: Fertig.

Ich mag es derzeit matt lieber. Aber das ist immer Geschmackssache. Tobt euch aus, tut auch mal Dinge (wie den Kontrast in die andere Richtung ziehen), die ihr so niemals tun würdet. Die Ergebnisse sind oftmals die besten. Ja, ich habe eines meiner Geheimnisse mit euch geteilt :D

Weiter geht es dann in #2 mit weiteren Infos rund um die Bearbeitung.

 

 

 

Fotos: eigene, Freedom Photo auf Shutterstock
Cover: Ravensburger Verlag

6 Kommentare

  1. N.Lutter

    15. Juli 2018 at 1:18 pm

    Liebe Anna,
    vielen lieben Dank für diesen tollen Beitrag! Da ich auch gern an Bildern herumbastle, bin ich für neue Tips immer sehr dankbar. Ich bin sehr gespannt auf weitere Beiträge und werde deine Hinweise auch ausprobieren.
    Nochmals herzlichen Dank für deine Mühe!
    Liebste Grüße
    Nadine

  2. Lea

    15. Juli 2018 at 5:35 pm

    Hey Anna :)

    Also ich benutze Photostudio und bin ganz zufrieden damit, aber Afterlight will ich auch Mal probieren, vielleicht gefällt es mir ja so gut wie dir :)
    Ansonsten habe ich noch Photolab und benutze das ab uns zu auch Mal.

    Danke für deinen tollen Beitrag.
    LG Lea

  3. Pat

    15. Juli 2018 at 10:19 pm

    Hallöchen :)
    Super Beitrag! Danke dafür!
    Afterlight kenn ich gar nicht. Muss ich gleich mal laden und testen :) PicsArt liebe ich auch. Hab ich früher immer genommen, aber aktuell mache ich meistens mit Snapseed was. Bei VSCO kenn ich mich gar nicht aus, muss ich gestehen, sollte ich mich mal mit beschäftigen, haha. Photoshop hab ich auch nicht, Mist….haha.

    Ich finde es toll, dass du deine Geheimnisse mit uns teilst :) Und auch Tipps gibst. So fällt die Auswahl für die richtige App dann doch leichter, wenn meine genialen Fotos ansieht :)

    GlG Patrizia

  4. Wochenrückblick - Lesen im Mondregen

    16. Juli 2018 at 8:53 am

    […] hab eine super tollen Beitrag bei Fuchsias Weltenecho entdeckt und zwar über Bildbearbeitung. Sie teilt ihre Geheimnisse mit uns und wer immer schon mal […]

  5. Seele's Welt

    22. August 2018 at 9:15 pm

    Liebe Anna,
    vielen Dank für diesen interessanten und hilfreichen Beitrag! Die Programme werde ich gleich mal testen. Ich bin zwar Mediengestalterin, aber Fotografie und Bildbearbeitung ist nicht unbedingt meine Stärke, also besteht da noch Übungsbedarf. Umso mehr freue ich mich, wenn du hier ein klein wenig deine Geheimnisse teilst. :) Im Augenblick bin ich viel am Austesten, Rumprobieren und Entdecken, weil ich mit meinem bisherigen Stil gar nicht zufrieden war. Aber ich denke, das wird schon, wenn ich mich ein wenig mehr damit beschäftige. Vielen Dank nochmal!

    Liebe Grüße
    Denise

  6. Bildbearbeitung #2 | Legalität von Fotos & meine Empfehlung - Fuchsias Weltenecho

    12. September 2018 at 7:12 pm

    […] ersten Teil habe ich euch die Apps vorgestellt, mit denen ich vor allem Fotos nach bearbeite. Gerade für […]

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