(Ver-)Bloggt Slider

Anfragen der Unmöglichkeit und die Sache mit Rezensionsexemplaren

gefällt das.

Hallo ihr,

wisst ihr, ich habe lange überlegt, ob ich einen Beitrag darüber schreibe, nachdem ich mich auf Facebook schon indirekt darüber aufgeregt habe, aber nachdem ich im Juli bereits einen “5 Dinge, über die ich nachgedacht habe” geschrieben habe, möchte ich das hier ein Mal wieder aufgreifen.

Dieses Mal soll es allerdings vor allem um die Rezensionsexemplare, immer wiederkehrende Fragen und vor allem Ansprüche und Anfragen gehen.

Die Sache mit den Anfragen

 Ich möchte mich nach vier Jahren Bloggen und sieben Jahren Facebookseiten Besitzer nun nicht unbedingt beklagen. Hatte ich bisher wirklich wahnsinniges Glück mit den Anfragen und doch häuften sich seit der Buchmesse, sagen wir, interessante Anfragen.
Ich denke die groben Schnitzer kennen wir alle:

“Hi, Fuchsia” – nun, ich heiße Anna. Nicht Fuchsia. Mein Nachname ist das auch nicht, denn der lautet anders. Steht aber auch überall auf Social Media, dem Blog… überall

“Ich folge dir schon Ewigkeiten” – gesendet am 21. Oktober, folgt seit 20. Oktober. Als Snape sagte: Always, meinte er wohl nicht einen Tag…

“Ich weiß, du hast viel zu tun, aber mein Buch erscheint am 21. Oktober, meinst du, du könntest dazu etwas machen?” – gesendet von einer wildfremden Person am 18. Oktober “Zusenden könnte ich dir das Ebook aber erst am 25.

Noch schöner sind die Anfragen, bei denen einfach steht “Hallo xx, ich bin im Internet über deinen Blog gestolpert und finde ihn toll. Tolle Rezensionen.
Mein Name ist xx und ich bringe demnächst mein erstes Buch raus. Ich dachte, ich schicke dir mal den Link dazu. Vielleicht willst du es dir ja angucken und kaufen? Vielleicht danach sogar vorstellen? Am besten direkt am ET”

Ich weiß, dass Leute das nicht böse meinen und ich lese sehr gerne Empfehlungen. Allerdings entscheide ich dann selbst, was ich zu welchem Buch wie machen möchte. Wenn ich ein Buch kaufe, dann obliegt es mir, ob und wie ich es vorstelle, ob und wie ich Beiträge schreibe oder gar eine Rezension. Wenn dann Verbindlichkeiten damit einhergehen, schicke ich in Zukunft nur noch eine Liste mit Preisen für die Werbefläche zurück.

Was ich allerdings dieses Jahr am besten fand: 
Ich habe eine Absage geschrieben, weil mich das Buch leider nicht wirklich angesprochen hat, viel Erfolg gewünscht und gesagt, dass ich eine Massen-E-Mail jetzt nicht als die Marketing freundlichste Variante nennen würde. 
Zurück kam folgendes: “Person xx habe nicht die Zeit, so viele Blogs individuell durchzugucken und personalisierte E-Mails zu schreiben. Das würde alles Zeit kosten, gerade wenn er/sie dann auch noch Geld in den Versand investieren müsse, da solle man als Blogger bitte kleinere Plätzen backen.”
Ich werde in Zukunft also auch Massen-Rezensionen schreiben und bei denen dann nur Namen und Verlinkung anpassen, reicht doch, tolles Marketing.

“Du müsstest auch nur lesen” – wenn es mal nur lesen wäre… womit wir zu einem Punkt kämen, den wohl viele unterschätzen.

Die Arbeit hinter dem Blog

Ich habe dieses Jahr wirklich einiges erleben dürfen. Kleinverlage, die sich damit brüsten, dass sie ja Ebooks verschicken und wir Blogger für kostenlose Bücher dankbar sein sollten.
Autoren_innen, die kreative Beiträge und Fotos als Selbstverständlichkeit sehen und sagen: Das kann man ja auch erwarten.

Wisst ihr, ich möchte nicht undankbar klingen. Als ich damals angefangen habe zu bloggen, war ich wirklich dankbar für jedes noch so kleine Ebook, für jede Untersützung und für jeden Menschen, der sein Buch in meine Hände gelegt hat.
Inzwischen habe ich gemerkt, dass so etwas auch schnell ausgenutzt und zur Selbstverständlichkeit werden kann.

Seitdem ich das Grafikdesign für mich entdeckt und zum Kleingewerbe gemacht habe, meine Nische mit meinem Blog gefunden habe und ich damit anscheinend auch einiges richtig mache, bekomme ich immer mehr Anfragen alá: Ich hab hier das Ebook, könntest du bitte 3 Bilder basteln, 4 Beiträge schreiben und das Ganze bewerben? Bezahlung ist das 3,99 Ebook doch genug.
Für ein kostenloses Ebook kann man ja auch schon mal einiges erwarten. Versteht mich nicht falsch. Ich weiß, dass ein Verlag ein Wirtschaftsunternehmen ist, ebenso wie ein Autor, wenn er nicht gerade als Hobby schreibt, wobei ich hier bei den Kosten für den Druck, das Cover, Satz etc einfach auch ein mal wirtschaftliches Denken unterstelle. Das versteht, denke ich, jeder.  Aber wenn wir mal bedenken, dass ein Blog führen nicht nur aus Lesen und Däumchen drehen besteht, dann wird daraus ein ganz anderer Schuh.

Ich verdiene mit dem, was ich auf dem Blog mache kaum bis kein Geld.
Und dann zähle ich mal die Dinge bei meinem fast 40-50 Stunden Tag für Blog und Gewerbe parallel zur Uni und Leben auf, die ich so nebenbei erledige:

 Lesen, Fotos planen, Fotos machen, Deko kaufen, Hintergründe kaufen, Make up besorgen, Fotos kaufen (legal ist teuer), Equipment wie Softboxen ( wer im Winter versucht hat um 16 Uhr Fotos zu machen, der wird das verstehen), Investition in die Kamera, Rezensionen planen, Rezensionen schreiben, Beiträge planen, Beiträge schreiben, Fotomanipulationen, Suche nach den richtigen Fotos, Aktionen planen, Aktionen koordinieren, Aktionen durchführen, Social Media Präsenz, Interagieren, Beiträge anderer lesen, Kommentare schreiben, Social Media Aktivität, Gewerbe führen, mit Leidenschaft dabei sein, Herzblut

Achja und dann so was wie
reiten, Sport, studieren,  Bewerbungen schreiben. Andere arbeiten, haben Hobbies etc.

Genauso wie ihr investieren wir zum Teil richtig viel Geld in unser “Hobby” für das wir zum Großteil nicht bezahlt werden. Wir investieren unbezahlte Zeit wie ihr in die Bücher, oder wie Verlage, die eben dafür bezahlt werden.
Und dann heißt es: Wir sollen für ein Ebook dankbar sein?
Klar, kann man nicht jeden Blogger in diese Schale werfen. Es wird gewiss auch Blogger geben, die sich diese Mühe nicht machen, die einfach Rezension über Rezension schreiben und damit glücklich sind.

Wer aber eine Zeit lang im Social Media Bereich unterwegs war, wird wissen, wie viel Arbeit hinter der täglichen Präsenz steckt. Von ein Mal posten und nie wieder reagieren wird der Gaul auch nicht fett….

Ich glaube, da geht so mancher mit einer ziemlich interessanten Vorstellung an das Thema Blog heran. Also entschuldigt, wenn ich dann auch einfach eine Grenze ziehen und Dinge ablehnen muss, weil ich nicht mehr hinterher komme oder in der Leseflaute meines Lebens stecke.

Und genau das ist ein Grund, wieso ich für Auftragsfotos für Aktionen etc in Zukunft Geld nehmen werde, wenn sie nicht von mir aus kommen.

Aha, machst du all das also nur für Rezensionsexemplare?

Mag da wohl so mancher fragen und ich denke, da kann ich für alle sprechen, wenn ich nein sage. 

Ich mache das zu den Büchern, die mir einfach gut gefallen, egal ob als Rezensionsexemplar oder gekauft. Wobei ich es schon sehr schätze, wenn man mir für meine (kostenlose) Arbeit die Wertschätzung entgegen bringt, gerade wenn ich echtes Geld und Zeit investiert habe. Wenn sich Verlage und Autoren dann erkenntlich zeigen, freut mich das umso mehr. 

Ich schreibe Beiträge über die Bücher, die mir gefallen haben. So z.B. auch die Hörbücher, bei denen ich die Gebühren selber bezahle (oh Wunder). Und wenn diese Bücher eben Rezensionsexemplare sind, hat dies nichts mit der Beeinflussung der Meinung zu tun, sondern mir haben sie wirklich so gut gefallen :) 

Ich schreibe solche Beiträge eben auch zu Büchern, die ich selber gekauft und dann gelesen habe. Dieses Jahr habe ich viele von denen allerdings in meinem stillen Kämmerlein gelesen, weil ich dem, was ich empfunden habe, schriftlich nicht gerecht geworden wäre. ABER: Auch das wird sich ja nun ändern. Es warten noch einige Rezensionen hier im Stall, die geschrieben, aber noch nicht hochgeladen wurden, weil das Foto oder de Feinschliff fehlt. Ich denke, die Probleme kennen wir alle.


Oftmals sieht man im Internet nur einen Bruchteil von dem, was wirklich hinter allem steckt. Manchmal sind es Ausschnitte, Fragmente. Manchmal auch ein falsches Bild dessen, was wirklich hinter den Kulissen abgeht.

Manchmal sollte man also mit Kommentaren und Urteilen ein wenig hinter dem Berg halten ODER einfach direkt nachfragen. :D

Fotos: Fuchsias Weltenecho, Shutterstock, Canstock

Teile diesen Beitrag über:

21 Kommentare

  1. Aleshanee

    27. Dezember 2018 at 5:06 pm

    Hallo Anna,

    ein wunderbarer Post mit dem du eigentlich alles sagst, was mal gesagt werden sollte. Ich hab schon in den letzten Monaten 2-3 ähnliche Posts gesehen bei Bloggern, denen es auch gegen den Strich geht, dass wir das, was wir mit unserem Blog machen, nicht wertschätzen, eben weil nicht gesehen wird, was da eigentlich alles dahinter steckt.
    Ich selber habe meinen Blog zum Spaß, weil es mir einfach Freude macht mich mit anderen Büchermenschen auszutauschen und natürlich unterstütze ich gerne – aber was und wen ich unterstütze, entscheide ich selbst.
    Ich rezensiere Rezensionsexemplare genauso wie selbst gekaufte Bücher, gut oder schlecht, und ich gebe mir für meine Beiträge immer die gleiche Mühe. Weil es mein Blog ist und meine Beiträge – und nicht weil ich ein kostenloses Buch dafür bekommen habe.
    Ich weiß natürlich wie schwierig es ist, Leser zu finden, gerade für Selfpublisher, aber ich merke auch eine gewisse Ignoranz an der Arbeit (ich nenn es jetzt mal so), die hinter einem Blog steckt. Ich selber bin z. B. immer 2-3 Stunden pro Tag mit “Blogarbeit” beschäftigt, die sich natürlich auch auf die social media Präsenz ausdehnt. Das unterschätzen einfach viele. Wie du schon sagst, nicht jeder macht das so ausufernd und das muss ja auch nicht sein. Aber ich mach es gerne und so lange das so ist, ist das auch gut so :)
    Umso mehr freue ich mich wenn zwischen dem ganzen Wust an Merkwürdigkeiten, die in meinem Email Postfach landen, doch auch mal Autoren dabei sind, die wirklich mal auf meinen Blog geschaut haben und die verstehen, wie viel Zeit und Herzblut dahinter steckt <3

    Danke für den schönen Beitrag, werd ich direkt auch mal teilen und hoffe, dass ihn viele viele Menschen lesen :D

    Liebste Grüße, Aleshanee

    Guten Rutsch wünsch ich dir und alles Gute fürs Neue Jahr!

    1. Aleshanee

      18. Januar 2019 at 7:42 am

      Guten Morgen!
      Ich hab deinen Beitrag heute in meiner Stöberrunde verlinkt!
      Ich wünsch dir ein schönes Wochenende!

  2. Hanna

    27. Dezember 2018 at 11:28 pm

    Hey Anna,
    Ich blogge zwar noch nicht so lange,böse nicht soooooo viele Blogs, aber das was du oben angesprochen hast kenne sogar ich….
    Ich finde jeder sollte Wertschätzung für das bekommen was er gerne und vor allem in den meisten Fällen auch gut tut. (Besonders aufs bloggen bezogen)
    Ich finde den Beitrag stark und für sich selbst sprechend!

    Danke!

    Guten Rutsch!

    Liebe Grüße Hanna

    1. AnnaFuchsia

      30. Dezember 2018 at 7:15 pm

      Hallo Hanna,
      genau das sehe ich auch so. Es steckt so viel Arbeit hinter manchen Dingen, dass das meist gar nicht so wahrgenommen wird, was echt schade ist.
      Gerade Wertschätzung finde ich super wichtig…

      Liebe Grüße und eine guten Rutsch,
      Anna

  3. Marco Chiabudini

    28. Dezember 2018 at 8:43 am

    Hallo Anna,
    dieser Post hat mich nachdenklich werden lassen. Ich gebe Dir in allen Punkten recht und möchte dennoch betonen, dass es auch auf diesem Gebiet auf die gegenseitige Kommunikation ankommt. So sind auch wir als Verlag immer wieder in einer Position, wo wir wie so eine Art Kumpel angehauen werden und ein Rezensionsexemplar mehr oder weniger forsch verlangt wird. Und wir müssen dann entscheiden, ob wir eines überlassen oder nicht. Denn auch Rezensionsexemplare kosten uns Geld …
    Umso ärgerlicher ist es, wenn dann auch nach längerer Zeit keine Besprechung des Werkes erscheint. Und ein Drängen nach der Rezension eines Titels wird es von unserer Seite aus nicht geben! Denn wir gehen davon aus, wenn jemand nach einem Rezensionsexemplar fragt, dann wird diejenige Person auch die Zeit haben, es zu rezensieren – in annehmbarer Zeit.
    Und noch ärgerlicher macht es einen, wenn man dann überlegt, ob dem abschlägig beschiedenen Interessenten die Rezension vielleicht deutlich schneller gelungen wäre.
    Und ganz krass sind diejenigen Personen, die dann ihren “Freunde-Status” auf den Social Media Channels beenden. Da kommt schon ein wenig Bitternis hoch.
    Darum haben wir als Verlag beschlossen, folgenden Weg auszuprobieren:
    Rezensionsexemplare unserer Titel wird es weiterhin geben. Als Hardcover und nicht als eBook! Aber wir werden im Allgemeinen (ein paar Ausnahmen werden wir uns vorbehalten) so verfahren, dass der Interessent für ein Rezensionsexemplar es beim Verlag kaufen soll und nach dem Erscheinen einer Rezension (Blog, Amazon, Instagram, Facebook, etc.) das Geld vom Verlag erstattet bekommt. So gehen wir sicher, dass sich niemand ein Rezensionsexemplar erschleicht und Anderen, die Willens sind, eine Rezension zu verfassen, eines der Exemplare wegnimmt. Denn wir haben selbstverständlich nur einen begrenzten Vorrat an Rezensionsexemplaren.
    Und das geschieht vollkommen unabhängig vom Ausgang einer Rezension!
    Wir hoffen, dass wir mit diesem Schritt mehr Vertrauen zwischen den RezensionsautorInnen und dem Verlag aufbauen können.
    Was ist Deine Meinung zu unserem Vorhaben? Ist es prinzipiell richtig oder hast Du irgendwelche Bedenken?
    Wir würden uns sehr freuen, wenn es zu einer Diskussion kommen würde, gerne auch hier auf Diesem tollen Blog.

    Wir wünschen Alles Gute
    Marco Chiabudini
    im Namen des Fiabesco Verlages

    1. AnnaFuchsia

      30. Dezember 2018 at 7:14 pm

      Hallo Marco,
      wobei ich denke, dass Blogger, die nur Rezensionsexemplare verlangen weniger in meine Sparte gezählt werden können, die ich jetzt hiermit explizit meine :) Mir geht es dabei eher um die, die sich wirklich Gedanken um alles machen und nicht bloggen, weil es etwas kostenloses gibt, aber ich verstehe, was du meinst.
      Euer Konzept klingt interessant, wobei ich da ehrlich sein möchte. Für mich ist ein Rezensionsexemplar, ein kostenlos zur Verfügung gestelltes Exemplar, das ich auch genau so offen nach außen hin als Werbung kommunizieren kann. Kaufe ich es z.B. über Amazon, weil ich mich ungern überall neu anmelde, rein als Beispiel, steht dort dann verifizierter Kauf. Bekomme ich das Geld dann von euch zurück, wäre das, genaugenommen, Betrug, weil es ähnlich läuft wie bei Gutscheinen. Für mich wäre es den Aufwand nicht wert. Kaufe ich das Buch, dann ist es für mich rein aus eigenem Interesse daran, weil mich das Buch als solches interessiert und ich entscheide, wann wo wie was ich rezensiere, ob ich rezensiere oder überhaupt Aktionen planen möchte. Bei einem Rezensionsexemplar (zumindest in meinen Augen), versuche ich meist recht zeitnah zu rezensieren und zu lesen, was, zugegeben, auch nicht immer funktioniert. Dieses Jahr kam zum Beispiel oft das Gewerbe oder die Uni dazwischen, ich verdiene eben mit dem Lesen nicht mein Geld… während ihr eben davon lebt. Wir stehen da halt nicht auf einer “Einstellungsebene” und mich persönlich würde genau das abschrecken. Wenn ich erst was kaufen soll, damit ich ein Rezensionsexemplar für eine Aktion bekomme, würde ich aus dem Grund vermutlich ablehnen. Entweder ich kaufe es direkt selbst und entscheide dann wirklich alles selbst, oder der Verlag hat eine Mitsprache bei der Aktion und den Zeitvorgaben :) Aber es gibt bestimmt Blogger und Leser, die ein solches Konzept anspricht. Ich würde halt eher dazu raten: Vergebt Rezensionsexemplare mit Vorgaben und guckt euch die Blogs vorher an. Denn ich merke bei mir, dass die Rezensionen gar nicht die meist geklicktesten Beiträge sind, sondern eben die der Aktionen, Stories und Beiträge, die einfach das Buch näher beleuchten und neugierig machen.
      Lasst euch die Zahlen und Reichweiten schicken. Beispiele was sie für Aktionen planen etc. (Jemand, der länger dabei ist, wird die automatisch in die Bewerbung schreiben).
      Aber mich würde das Kaufen und Erstatten, ehrlich gesagt, abschrecken.

      Liebe Grüße und einen guten Rutsch ins neue Jahr

  4. Caro

    28. Dezember 2018 at 12:22 pm

    Ja, das ist die Sache mit der Perspektive. Die meisten sehen gar nicht, wie viel Arbeit drin steckt, bzw. sie wollen es nicht sehen. Da ist es gut, wenn du dir selber Grenzen steckst. Gerade dein Beispiel mit der Bloggerin und den Massenmails hat mich schockiert. Like, whaaaaaat? Keine Zeit?
    Ich werde den Beitrag definitiv bookmarken, danke dir dafür ☺️

    1. AnnaFuchsia

      30. Dezember 2018 at 7:03 pm

      Hallo Caro,
      ich glaube, manchen ist es tatsächlich nicht bewusst, wie viel Arbeit wirklich dahinter steckt. Und gerade diese Massenemails, ja, ich finde das manchmal interessant wie da geantwortet wird: Keine Zeit, sich die Blogs alle anzugucken. Gut, dann hab ich auch keine Zeit das Buch zu lesen xD Fertig :D

      Wünsche dir einen guten Rutsch ins neue Jahr.

  5. Stephie

    28. Dezember 2018 at 7:22 pm

    Liebe Anna,

    auch mir sprichst du mit deinem Beitrag sprichwörtlich aus der Seele! Selbst wenn es “nur das Lesen” wäre, würde das allein schon mehrere Stunden Zeit in Anspruch nehmen, wenn man nicht lediglich ein paar Seiten überfliegt, aber es kommt ja noch so viel mehr dazu. Auch eine Rezension schreibt sich schließlich nicht von allein. Nach dem Lesen mache ich mir zunächst Notizen, das dauert durchschnittlich 30-60 min. Das spätere Schreiben der Rezension dauert bei mir 1,5-3h, abhängig vom Umfang meiner Meinungsäußerung sowie des Buches – die Rezension zu einem 32-seitigen Bilderbuch fällt in der Regel natürlich kürzer aus als die zu einem 600-Seiten-Wälzer. Die Rezension muss später korrigiert und hochgeladen werden, natürlich mit Bildern, die in meinem Fall zumindest aus dem Internet zusammen gesucht und zurecht geschnitten werden wollen. (Selbst erst noch Photos für den Beitrag zu machen, wird sicher noch einmal deutlich länger dauern.) Da finde es es, wie du auch schreibst, durchaus gerechtfertigt im Gegenzug etwas Wertschätzung zu erwarten. Das muss ja nicht zwingend eine monetäre Leistung sein, aber unsere Arbeit herunterzuspielen ist für mich das komplette Gegenteil davon. Das hat für mich auch nichts mit Arroganz o.Ä. zu tun, es ist einfach ein Fakt. Ein Blog macht viel Arbeit, Arbeit, die wir mitunter sehr gern machen, trotzdem bleibt es Arbeit. Wenn jemand einen 500 Quadratmeter Garten in Schuss hält, macht der Person das mit Sicherheit auch Spaß, sonst würde sie es nicht machen, dennoch macht es Arbeit Bäume zu stutzen, Blumen zu pflanzen, Rasen zu mähen, Erde heranzuschaffen, etc. pp. Wer glaubt, dass das keine Arbeit sei, sollte vielleicht einmal den Blickwinkel wechseln und sich in die Person hineinversetzen. Die Pflanzen gießen sich im Sommer genauso wenig von allein wie meine Beiträge sich ohne min zutun selbst tippen.

    Sorry, für diesen langen Kommentar, aber das musste ich loswerden. *g*

    Viele Grüße und einen guten Rutsch, Stephie

    1. AnnaFuchsia

      30. Dezember 2018 at 7:01 pm

      Hallo Stephie,
      genau das ist es. Selbst “nur” lesen dauert schon mehrere Stunden. Gerade wenn man überlegt, wie viel Zeit dann noch für das Schreiben, die Ideenumsetzung, Fotos etc draufgeht. Egal ob nun selbst gemacht oder aus dem Internet. Es kostet ja nun mal alles Zeit, die uns, so gesehen, nicht bezahlt wird und wir das alles noch neben dem Vollzeitob, Studium, Ausbildung oder anderen Tätigkeiten machen.
      Da fragt keiner so wirklich nach, sondern es ist inzwischen vielmehr selbstverständlich geworden, was ziemlich schade ist…
      Gerade die Perspektive macht in meinen Augen sehr viel aus. Als wirtschaftliches Unternehmen: Klar, voll gut. Kein Geld so wirklich auszugeben und kostenlose Werbung zu erhalten. Andere Marketingvertriebe wie TV oder Zeitschriften kosten halt ordentlich Geld. Aber trotzdem sollte die Arbeit irgendwie gewertschätzt werden und wenn es halt nur ein Danke ist zb.

      Ich bin da ganz bei dir.

      Liebe Grüße,
      Anna

  6. Susi Aly

    29. Dezember 2018 at 4:57 pm

    Hallo Anna ,
    Ich bin da ganz bei dir. Es steckt mehr hinter allem, als man ursprünglich glaubt. Auch eine Rezension ist mal nicht eben fix geschrieben. Es brauch Worte , Gedanken und auch Zeit. Zeit, dir oft nicht als das anerkannt oder gesehen wird.
    Ich liebe deine Fotos und bewundere deine Kreativität. Ich möchte mir nicht mal vorstellen, was das an Geld und Zeit kostet.
    Dazu steigt auch der tägliche Druck. Aber diesen macht man sich oft selbst.
    Mach weiter so wie bisher und vor allem liebe, was du tust.

    Alles Liebe
    Susi Aly

  7. Christina P.

    30. Dezember 2018 at 9:10 pm

    Ja, manche halten sich für den Nabel der Welt und müssen lernen, ein ‘Nein’ zu bekommen…

  8. [Blog Glück] Dezember 2018 – Seitenglueck

    31. Dezember 2018 at 10:07 am

    […] von Fuchsias Weltenecho hat hier über unmögliche Anfragen an Blogger geschrieben und ich konnte beim Lesen auch nur mit den Kopf […]

  9. Nicci Trallafitti

    4. Januar 2019 at 1:05 am

    Liebe Anna,
    Das Thema hatten wir ja neulich schon. Finde es cool, dass du einen Beitrag dazu geschrieben hast :)
    Hatte auch schon überlegt, vielleicht mache ich das auch noch, aber dann natürlich anders.
    Mittlerweile sehe ich eine Rezension nicht als die einzig wahre Gegenleistung an, viel mehr das Bewerben in den sozialen Medien und das Erwähnen auf dem Blog. Ich frage mich immer wieder, wieso Rezensionen in Zeiten von Instagram und Co. immer noch als einzig geltendes Mittel gesehen werden, zumal sie viel weniger gesehen & gelesen werden. Und seit dem Amazon so arschig ist kann man da eh nicht mehr viel mit reißen.

    Liebe Grüße,
    Nicci ❤

    1. AnnaFuchsia

      6. Januar 2019 at 10:24 pm

      Liebe Nicci,

      genau das empfinde ich auch so. Ich werde nicht primär über die Rezensionen auf Bücher aufmerksam, sondern aufgrund von Beiträgen, Fotos oder Vorschwärmereien :D Klar, vermitteln Rezensionen einen guten Eindruck, sind aber, in meinen Augen, ebenfalls nicht wirklich das primäre Gut…

      Liebe Grüße,
      Anna ♥

  10. Chiawen

    18. Januar 2019 at 7:18 pm

    Hallo Anna,
    du sprichst mir aus der Seele!!!
    Auch gerade im Sommer richtig Bucbmesse hin habe ich auch den ein oder anderen Autor gehabt, der es auf oben gennante oder ähnliche Weise versucht hat sein Buch an den Mann zu bringen. Ich hatte dann sogar innerhalb von einem Monat von einem Autor zwei Mails, zu zwei Büchern aber der Text war nahezu identisch. Es wurde quasi nur Cover, Link, Inhalt etc. ausgetauscht. Ich habe auch höflich abgelehnt und den Hinweis gegeben sich Blogs doch mal genauer anzusehen, die Mails etwas persönlicher zu gestalten etc. Ja ich hörte dass es ja nicht so viel Arbeit ist ein Buch zu lesen und zu rezensieren. Da sind war dann bei der Selbstverständlichkeit, die du angesprochen hast.

    Ich nehme mir gerne die Zeit für ein Rezi-Exemplar. Aber wie du nehme ich mir genauso viel Zeit für ein gekauftes, geschenktes …. Buch. Den Anspruch setzte ich mir einfach. Es gibt Autoren / Verlage die wissen dies zu schätzen und eben welche die das nicht tun. Ich schaue wie ich als Blogger bzw. meine Arbeit geschätzt wird und danach entscheide ich dann, ob ich rezensieren mag oder eben nicht. Es ist immerhin unser Hobby.

    LG Chia

  11. Der Büchernarr

    20. Januar 2019 at 3:24 pm

    Hallo Anna,

    ich mache mir tatsächlich die Mühe und beantworte jede Anfrage höflich, direkt und ohne Umschweife. Und manchmal entdecke ich unter als den Anfragen tatsächlich auch die ein oder andere “Perle”. Ich habe gelernt, dass eine gute Portion Gelassenheit ein probates Mittel ist und später auch eine gehörige Portion Distanz. Auch wenn ich die Sprüche ebenso hören durfte, dass ein Selfpublisher nicht die Zeit hat, den Blog genauer anszuschauen, auf dem er sein Buch sehen möchte. Oder wenn ich das “Meisterwerk” vielleicht nicht so gut bewerte, wie der Autor sich das erhofft hat. Das ändert aber nichts daran, dass ich ein unabhängiger Blogger bin und bleibe …

    Viele Grüße
    Der Büchernarr

    1. AnnaFuchsia

      25. Januar 2019 at 9:03 pm

      Hallo Frank,
      Ich habe mir inzwischen abgewöhnt, immer auf alles zu antworten, wobei ich mir dieses Jahr gesagt habe, wenn ich wieder einige solcher “Perlen” dabei habe, werde ich für Werbung einfach eine Preisliste zurück schicken. Egal, ob ich dafür nun normalerweise Geld nehme oder nicht. Standardisierte Nachrichten, erhalten standardisierte Antworten :D Wobei ich deinen Umgang wirklich bemerkenswert finde, auf alles zu antworten und das bei solchen Kommentaren! Ich ziehe da meinen Hut vor dir.

      Viele Grüße,
      Anna

  12. Monatsrückblick Jan 19 | Chias Bücherecke

    6. Februar 2019 at 10:59 am

    […] Fuchias Weltenecho hat sich mit um Rezenssionsexmplare und die damit manchmal verbunden unmöglichen Anfragen. […]

  13. #tacheles – Was verdient eigentlich ein Buchblogger?

    8. Februar 2019 at 9:02 am

    […] Anna in Anfragen der Unmöglichkeit und die Sache mit den Rezensionsexemplaren […]

Hinterlasse einen Kommentar