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5 Dinge, die mich beschäftigt haben | #2

gefällt das.

Es gibt diese Dinge, die einen über die Zeit hinweg immer wieder beschäftigen und anstatt einen Rückblick zu schreiben der, zugegebener Maßen, nicht sonderlich spannend geworden wäre, weil in in der Prüfungsphase stecke, werde ich meine Zeit dafür also in die Dinge stecken, die mich beschäftigt haben.
Denn wer möchte schon einen Bericht über das Lernen lesen?

Die Miesepeter im Internet

Und damit meine ich jetzt nicht die Menschen, die sich gefühlt täglich über fehlende Reichweiten, Likes und Kommentare beschweren oder auch mangelnde Verkäufe, sondern die, die einem ständig alles schlecht reden müssen. Wisst ihr, wenn ich ein Buch so richtig mag und absolut begeistert davon bin, dann schreibe/sage ich das auch so. Ich habe ein Händchen für meinen Lesegeschmack und probiere dann auch in anderen Genres aus. Wenn man dann aber indirekt Dinge hört wie: “Naja, wenn Leute nur fünf Sterne vergeben, finde ich das auf Dauer immer sehr komisch” oder: “Dieses ständige gehype von Buch xy kann ich nicht verstehen, ich fand das richtig schlecht, da Zweifel ich am Geschmack der Leser”, geht halt für mich gar nicht. Ich kenne meinen Geschmack, ich weiß was mir gefällt und dann lese ich auch das oder ich lese das, was Freunde_innen gelesen haben und auf deren Meinung ich vertraue. Dann sind das eben oftmals Bücher, die durchaus gute bis sehr gute Bewertungen bekommen. Wenn die Begründung dazu stimmt, macht das jemanden wirklich “unglaubwürdig”?

Ach, ja, die Leute, die anderer Menschen Aktionen schlecht reden und es dann selbst genauso machen – auch ein Klassiker.


Oder Leute, die den Stil anderer Leute kritisieren. Ich sag nur: Mit Photoshop wirst du doch eh bevorzugt. Hätte ich nach Kritik gefragt, wäre das ja absolut kein Problem gewesen, aber dieses schlecht reden von Dingen, an denen andere vielleicht wahnsinnig Spaß haben. Nur weiß ich Fußball nicht gucke, heißt das doch nicht, dass ich jetzt alles direkt schlecht machen muss. Für mich gehört sich ein persönlicher Angriff einfach nicht. Egal wo, egal wann.

Das Kaufen von Likes und Followern

Ja, eine Sache, die ich vor allem auf Instagram immer häufiger sehe. Auch bei uns “Bookstagramern”, was ich schade und irgendwie erschreckend finde. Wann sind Likes und generell Zahlen so wichtig geworden, dass man nicht mit organischer Reichweite zufrieden sein kann? Ich meine nicht die gesponserten Posts, sondern die, die wirklich Likes gegen Geld bekommen oder die, die Apps nutzen, um ihre eigenen Bilder oder eigenes Profil bekannter zu machen. Noch viel erschreckender finde ich, dass das Apps sind, die mir sogar auf der Startseite des Playstores angezeigt werden.
Doch letzten Endes macht man sich und seinen “wahren” Followern nur etwas vor. Nutzt man kein Geld oder keine App, werden die Likes ganz rapide fallen und dann? Ist die Enttäuschung groß.
Ich hoffe wirklich, dass, Verlage und Firmen so etwas nicht auch noch unterstützen. Immerhin sind das keine Likes oder Follows von Menschen, die der Content wirklich interessiert. Sondern eher Likes und Follower, die mehr oder weniger erkauft wurden.
Ist der Austausch nicht das, was zählen sollte? Die Vernetzung und das Gemeinsame? Sollte der Spaß und nicht die Likes im Vordergrund stehen? Ich finde schon.
So wirklich verstehen tue ich das Kaufen von Likes und Followern allerdings nicht.

Minimalistischer leben

Angeregt durch das Buch “Davor und Danach”, in dem es um Klimawandel und deren Folgen geht, in Kombination mit meinem “Entwicklungstheorie und -politik” Kurs in der Uni, wurde ich wirklich dazu angehalten, einfach ein Mal über so viele Dinge im Leben nachzudenken. Was wir anderen Völkern allein durch den Kapitalismus antun, wie wir andere behandeln und ganz wichtig: Wie wir eigentlich mit unserer Umwelt umgehen und in welchem Überfluss wir eigentlich leben. Wir konsumieren so viele Dinge, die wir eigentlich bereits im Überfluss haben. Wie viele Klamotten im Schrank ziehen wir letzten Endes wirklich an? Soll ich ehrlich sein? Vielleicht 2/3.
Deshalb habe ich mir vorgenommen, einfach ein wenig sparsamer zu leben. Bewusster zu kaufen, bewusster zu konsumieren, bewusster zu leben. Meinen ökologischen Fußabdruck generell zu verbessern. Und das fing damit an, dass ich meinen Schrank und meine Regale letztes Jahr und Anfang des Jahres radikal ausgemistet habe. Wisst ihr was? Es ist so befreiend sich von nicht mehr gebrauchten Dingen zu trennen. Der Wahnsinn. Ich habe mich von Büchern getrennt, die ich definitiv nicht wieder lesen oder in die Hand nehmen werde. Ich habe sie verschenkt, gespendet oder einfach ins soziale Kaufhaus gebracht und das war wirklich ein grandioses Gefühl. Ich habe mich sogar von Reihen getrennt, von denen ich niemals dachte, dass sie ausziehen werden. Aber ich vermisse sie nicht mal. Also alles richtig gemacht.

Warum Serien mein Untergang sind

Seitdem ich wieder Netflix habe, ist mein Leben quasi vorbei :D Ich lese ja eh durch die Uni und die Prüfungsphase schon recht wenig, aber durch die Grafikaufträge mit sehr kurzfristigen Abgaben, sitze ich auch gut und gerne ein Mal bis in die Nacht am PC. Dabei gestaltet sich lesen eher schwierig und auf richtige Hörbücher kann ich mich dann auch nicht konzentrieren, ohne das ich die Hälfte wieder vergesse. Kennt ihr das? Ihr konzentriert euch auf bestimmte Dinge und braucht eigentlich mehr etwas für den Hintergrund? Ich habe bereits geschaute Serien für mich entdeckt und wieder Spaß daran gefunden. Interessant wie viel man eigentlich glaubt zu kennen und doch wieder und wieder neue Stellen entdeckt.

Mein Januar bestand dementsprechend aus 6 Staffeln von 4 verschiedenen Serien. Alle mit je 12-22 Folgen.

Und das nur, indem ich am PC saß und Aufträge abgearbeitet habe – da weiß ich jetzt ein Mal, wie viel Zeit ich wirklich in so etwas investiere. Auch hochgeladene Fotos auf meinem Instagram Account sind in der Zeit entstanden. Es ist ein bisschen erschreckend, wenn ich überlege, dass ich letztes Jahr maximal 2/3 der Zeit am PC gesessen habe. OK ok, wenn ich eine Folge halb angeschaut habe, aber noch nicht durch bin, obwohl mein Auftrag beendet ist, dann muss ich die Folge leider auch noch zu ende gucken und danach heißt es dann: Ach, eine Folge geht noch. Warte, wieso ist es schon 3 Uhr morgens?

Die Sache mit den Rezensionsexemplaren

…bin ich vielleicht ein wenig inkonsequent angegangen, aber wisst ihr was? Mein Februar wird besser. Ich habe allein im Januar wieder an mindestens 2 Blogger-Aktionen samt Buch teilgenommen (Shame, aber die Bücher sind grandios), habe 2 weitere erhalten ( macht jetzt 4, die ich noch beenden muss und bin guter Dinge, dass ich das diese Woche schaffe) und für Februar/März sind weitere Aktionen geplant – ja upsi. Aber zu meiner Verteidigung: Ich habe richtig Spaß daran. Wenn ich jetzt auch wieder mehr Zeit zum Lesen habe, dann wird das ganze mein Bloggerjahr. Ich muss aber auch dazu sagen, dass das nur Aktionen und Exemplare waren, bei denen einfach alles gestimmt hat. Ich hatte ein gutes Gefühl beim Buch, ich hatte ein gutes Gefühl bei der Anfrage und den Eindruck, dass man die Arbeit wirklich schätzt. Generell habe ich dieses Jahr tatsächlich viele erfreuliche Nachrichten erhalten. Und vor allem weitere Autor_innen erlebt, die für Aktionen auch durchaus eine Entlohnung in die Hand nehmen. DAS finde ich eine wahnsinnig tolle Entwicklung. Nicht eine Bezahlung für das Lesen, sondern für den Aufwand. Für die Mühe und die entstandenen Kosten. Ich finde das wirklich positiv. Vor allem, wenn ich überlege, wie aufwendig manche Beiträge, Fotos o.ä. wirklich sind.


Ob das jetzt durcheinander war? Ein wenig. Aber es passt irgendwie zu der Reihenfolge wie ich mir darüber Gedanken gemacht habe. Ich wünsche euch weiterhin einen schönen Tag oder Abend.

Transparenz: eigene Fotos.


1 Kommentar

  1. Ivy

    6. Februar 2019 at 11:30 am

    Liebe Anna, ein wirklich wundervoller Post! Was das Kaufen von Likes/Follower angeht habe ich gar nicht mitbekommen, dass das wohl offenbar nun auch bei uns Bookstagramern Gang und Gäbe ist … traurig irgendwie. Ich kann verstehen, dass man deprimiert ist, wenn die Zahlen etwas sinken – zu einem gewissen Punkt ärgert sich ja jeder irgendwann mal darüber, das ist ja nur menschlich, aber sich so abhängig von den Zahlen zu machen, habe ich wirklich nicht verstanden, da es meiner Meinung nach auch absolut ungesund ist. Und das Kaufen von Likes und Followern – naja – wirklich viel bringt es am Ende ja nicht, wenn dir nur Leute folgen, die sich kein Stück für deinen Content interessieren. Wirklich sehr schade.

    Liebste Grüße
    Ivy

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