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5 Bücher, zu denen ich nicht gegriffen hätte, wenn…

gefällt das.

Wir kennen sie alle. Bücher, zu denen wir selber niemals gegriffen hätten, aber… ja, was passiert dann? Wir lassen uns anfixen von Bloggerkolleginnen_kollegen, von Marketing (zumindest ich bin wahnsinnig anfällig für gutes Marketing), von Freunden, von dem liebsten Buchdealer. Ja, ich habe dieses Jahr oft, sehr oft, zu Büchern gegriffen, die ich so ohne weiteres vielleicht nie entdeckt hätte.

Hier kommen also nun meine fünf Bücher, die ich ohne Einfluss von außen vielleicht nie entdeckt hätte.

One small thing

Ein Buch, von dem ich nie gedacht hätte, dass es mir gefallen wird. Ich habe seit Monaten gefühlt eine Leseflaute. Ich habe zwar gelesen, aber seit Anfang des Jahres nie besonders viel, dann kam Uni, dann ein Tiefpunkt und irgendwo dazwischen habe ich meine Lesemotivation verloren. Ich entdeckte Hörbücher wieder für mich, aber das Lesen? Ehrlich gesagt: Keine Ahnung. Die Konzentration fehlte.

Und dann, eines Tages, stand ich mit meiner Mama in der Buchhandlung und die Buchhändlerin meines Vertrauens meinte nur: Ich weiß, du und New/Young Adult, ihr seid nicht so dicke, nicht dein Genre. Aber das Buch fand ich irgendwie genial. Skurril, aber genial, zumindest sage ich das, die ansonsten nur viel Fantasy liest.

Also: Gesagt, getan -gekauft. Als ich das Buch den anderen Mädels zeigte (ich liebe euch), hieß es auch nur: OHJE, Anna, das wird dir vermutlich so gar nicht gefallen. Und an dem Punkt wollte ich, dass sie unrecht haben. Ich habe damals den Sprung ins kalte Nass mit After gewagt. Zugegeben, ich hatte bessere Ideen, aber super schlecht fand ich es nicht, es war für mich halt nur auch nicht super gut.

Und was soll ich sagen? Ich habe das Buch dann direkt vor alle anderen Rezensionsexemplare geschoben, denn ich hatte wirklich richtig Lust das Buch zu lesen. Für mich wirklich die beste Entscheidung. Was habe ich die Seiten weggesuchtet. Eine skurrile Geschichte, seltsam und vielleicht auch einzigartig, aber mich hat es gecatched, mitgezogen, all das gemacht, was zuvor immer nur Fantasybücher gemacht haben: Mich hinter die Fassade gucken lassen.

Klar, war es irgendwie vorhersehbar, es gab keine BAHM Wendungen, aber das brauchte die Story auch gar nicht. Und ja, ich hätte niemals gedacht, dass ich das über ein solchen Buch je sagen werde, aber: Ich möchte mehr aus diesem Genre lesen. Mir tut der Abstecher gerade irgendwie….gut.

One small thing

Und wisst ihr, was das lustige ist? Dieses Buch hat mich nicht bekehrt, After doch noch zu hypen, aber ich empfinde es auch nicht mehr als ganz so meh wie vorher. Vielleicht war der Sprung in dieses Genre mit After eher ein Sprung vom 10 Meter Turm, ohne schwimmen zu können, ich weiß es nicht.

Doors

Ohja, ich sehe die Fragezeichen auf euren Gesichtern. Hat sie das nicht absolut gefeiert? (Rezension zu Blutfeld hier – mein erstes Mal…) Zu eurer Beruhigung: JA, hat sie. Aber ehrlich? Ich weiß nicht, ob ich ohne Benni von Listen mich wirklich daran getraut hätte. Ich hatte die Bücher auf dem Schirm, weil es die abgespeckte Form von Spielbüchern sind. Man wählt eine Tür und liest dann seinen Inhalt… (Wahnsinn, du liest Bücher?!). Staffel 2 kommt auch nächstes Jahr heraus und ich bin ehrlich, ich hatte ein: JA, aber… im Kopf. Es klang cool, war mir aber nicht sicher, ob mich die Storys von Markus Heitz abholen würden (sagte sie, nachdem sie des Teufelsgebetbuch zum Nicolaus letztes Jahr bekommen hatte).

Dann fragte Benni, ob ich nicht Lust auf die Aktion mit ihm hätte und weil wir beide kreative Menschen sind, wir mega coole Ideen hatten und ich mir dachte: Mensch, wenn es dir gefallen sollte, dann kannst du vielleicht auch andere bekehren?

Und nun stehen wir hier. Vor Doors, BLUT, MOOOORD, Menschen, die sterben, obwohl ich sie wichtig fand… und ja. Krasse Story auf jeden Fall. Ich bin immer noch ganz begeistert von der Story, hätte aber wohl selber vielleicht nie danach gegriffen, obwohl das Interesse da war.

Doors - Markus Heitz

Ich bin Tess & Wicker King

Ich weiß nicht, ob ihr euch an die Serie auf Netflix erinnert, “Kiss me first”, wird vielleicht genauso wenig wie ich wissen, dass es auf dem Buch “Ich bin Tess” (Rezensionsexemplar) basiert. Nachdem ich die Serie irgendwie strange, genial und mega cool fand (und ich irgendwie die Einzige bin… naja was solls), hat Fanzi aus dem Loewe Verlag darauf hingewiesen, dass es ein Buch dazu gibt. Und: Here we go.

Ich selber wäre wohl nie auf die Idee gekommen, dass es dazu ein Buch gibt. Ich hätte wohl auch nie danach gesucht. Und jetzt stehen wir hier und ich habe die ersten Seiten gelesen und finde es irgendwie genauso krass und doch mega cool wie die Serie. Anders, aber toll. Wobei mir das Buch um einiges besser gefällt – wie es so oft der Fall ist.

Wicker King. Ich habe tatsächlich gar nicht so viel über dieses Buch gelesen oder gesehen und muss sagen: WIESO? Auch hier bin ich über DTV darauf aufmerksam geworden, die es mir zugeschickt hatten als Freiexemplar und ich muss sagen: LEUTE, ein geniales, skurrilen und irgendwie absolut cooles Buch. Die Storyline dahinter, die Ideen, der Buchschnitt, DAS COVER, ich war von Anfang an begeistert. Auch hier habe ich noch keine Rezension für euch, weil ich nicht weiß wie, ohne das ich alles und nichts erzählen würde. Wenn euch der Klappentext anspricht, wird euch auch das Buch gefallen, sagen wir es so (War das jetzt schon Werbung? Es war eigentlich nur meine Meinung).

5 Bücher, die...

Verdammt nah am Himmel

Auch ein Buch, zu dem ich so ohne Internet vermutlich nicht gegriffen hätte. Für mich ein Buch, das mehr kann, als eine bloße Geschichte erzählen, es regt zum nachdenken an. Zum in sich hinein horchen und ganz ehrlich? Man muss in Stimmung sein, denn dieses Buch ist schwer, tiefgreifend und sorgt für kein HAAACH Gefühl, sondern eher für ein: What the… krass – Gefühl.

Ich habe dann aber einige Fotos auf Instagram gesehen, Ausschnitte und Bewerbungen durch Verlag und Autorin und ich kannte sie selber ja auch vom letzten Jahr der Frankfurter Buchmesse. Gut, okay. Überredet. Aber wir probieren es nur miteinander, wenn es nichts ist, dann nicht – Das war mein Gedanke, als ich dieses Buch auf dem Kindle hatte.

Auch hier waren die Bedenken eher… unbedenklich? Zu einem Elefanten aufgebauscht mit Mückenflügeln? Das Buch und ich verstanden uns blendend. Ein bedrückendes Gefühl zurücklassend, fand ich gerade die Triggerwarnung am Anfang mehr als sinnvoll. Die Gedanken, die gerade zu Beginn geäußert werden, sind nicht unbedingt für jeden etwas.

So ohne Social Media wären das Buch und ich heute nicht so enge Freunde.

Verdammt nah am Himmel

Harry Potter

Hä? Aber sie kennt doch den Inhalt? Ist sie kein wahrer Potterfan?
Nein, ich habe nie um 12 Uhr nachts für die Bücher angestanden, ich habe nur die Hörbücher gehört und die Bücher alibimäßig für das Regal gekauft/mir gewünscht. Richtig gelesen habe ich die Bücher aber nie. Erst dieses Jahr habe ich wirklich damit angefangen, mal bewusst nach Band 1 gegriffen und mit der Stimme von Rufus Beck im Kopf das ganze Buch beendet. Schon seltsam. Ich habe die Kassetten damals tot gehört und obwohl ich das Buch erst dieses Jahr, als fast Jahrzehnte später, gelesen habe, hatte ich trotzdem alles genau so im Kopf, wie Rufus Beck es vorgelesen hat. Die gleiche Betonung, die gleichen Stimmen. Es ist witzig wie unser Gehirn so etwas miteinander verbindet und diese Erinnerungen wieder abrufbar macht.

Ob ich selber ohne unser gemeinsamen Lesemarathon Harry Potter gelesen hätte, obwohl ich die Bücher in mehreren Ausgaben besitze? Ob ich sie ohne die Carlsen Aktion gelesen hätte? Ich denke nicht. Gerade dieses gemeinsame Lesen hat mich dann doch angespornt, endlich ein Mal diese Lücke zu füllen und durch den Carlsen Verlag, die neuen Auflagen und dem neuen Film war ich umso mehr gehyped, die Bücher nun endlich von ihrem SuB zu befreien… wobei SuB ja nicht wirklich richtig ist. Den Inhalt kenne ich ja trotzdem.

Macht mich das jetzt zu einem schlechteren Potter-Fan? :D

Harry Potter


So, das waren meine 5 Bücher, zu denen ich so möglicherweise nie gegriffen hätte, wären es andere Umstände gewesen.

Wie sieht es bei euch aus? Gibt es Bücher, zu denen ihr anders nicht gegriffen hättet?

Transparenz: Bei Wicker King handelt es sich um ein Freiexemplar, das ohne Verpflichtung und ohne Anfrage einfach zugeschickt wurde. Was ihr hier lest, ist also meine komplett eigene und freie Meinung.

Bei Ich bin Tess handelt es sich um ein Rezensionsexemplar, wobei keine Absprachen oder sonstigen Dinge bezüglich dieses Beitrags erfolgten. Auch hier habt ihr meine komplett freie und eigene Meinung.

Dieser Beitrag ist nicht bezahlt oder gesponsort.

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Fotos: Fuchsias WeltenechoCover: Unterliegen dem jeweiligen Verlag & dem Designer

2 Kommentare

  1. Nicci Trallafitti

    4. Dezember 2018 at 2:29 pm

    Liebe Anna,
    was für ein toller Post! Kurz habe ich überlegt, ob ich mich anschließe, aber vermutlich würde ich meine ganzen Bücherregale aufzählen :-D Es gibt kaum ein Buch, welches ich ohne Einfluss von Bloggerkollegen*innen gekauft/angefragt habe. Dabei stellt sich mir die Frage: wie wird man überhaupt auf ein Buch aufmerksam? Vielleicht schreibe ich direkt mal einen Beitrag darüber :) Danke für den Anstoß haha.
    Ich finde es cool, dass man sich dank Meinungen anderer an andere Genres traut und mal über den Tellerrand blickt.
    Übrigens finde ich deine Fotos (wie immer) wunderschön! <3

    Liebe Grüße,
    Nicci

  2. Bunte Worte

    5. Dezember 2018 at 5:50 am

    Ein wunderbarer Beitrag. Wir sollten uns viel öfter mal Gedanken darüber machen, warum wir etwas lesen. Die größte Überraschung für mich dieses Jahr war die Reihe um die Winston Brothers von Penny Reid. Eigentlich nicht so meins und als ich Teil 1 bei Netgalley gesehen habe, habe ich es angefragt um mir selber zu beweisen, dass ich es nicht mag. Was soll ich sagen? Mittlerweile stehen alle fünf Bücher (auf Englisch) in meinem Regal, ich hüte sie wie einen Schatz und warte sehnsüchtig auf den sechsten Band. Ich glaube, sich von anderen inspirieren zu lassen, Neues auszuprobieren führt ganz oft zu ganz tollen Erlebnissen!

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